„Wenn mich jemand fragt: ‚Junge, wie schaffst du es nur, so lange zu spielen?’, dann antworte ich: ‚Das ist ziemlich einfach. Das Aufhören ist schwer.’“ Bruce Springsteen ist berühmt für seine langen Konzerte, in denen er alles gibt – und die nur noch übertroffen wurden von den Auftritten der Grateful Dead, die zwar nicht immer alles gaben, aber noch weniger Lust als Springsteen hatten, vor Mitternacht in ihr Hotel zurückzukehren.
Der Rocker aus New Jersey gehörte zu den ersten Musikern der Nach-Woodstock-Generation, die es zum Superstar brachten. Bahnbrechend war sein drittes Album Born to Run aus dem Jahr 1975, ein aufregendes, stimmungsvolles, musikalisch und inhaltlich kompaktes Werk, das die Schattenseiten des amerikanischen Traums thematisierte, aber dennoch so viel Optimismus und Sehnsucht nach diesem Land verströmte, wie es alle Broschüren sämtlicher US-Tourismusorganisationen zusammengenommen niemals schaffen werden. Viel weniger aufregend war da schon sein 1984er Album Born in the USA: Alle Songs darauf wirkten gegenüber dem großen Vorgänger eine Nummer einfacher gestrickt und manchmal so eingängig, dass sie auch in bayerischen Bierzelten hätten abgedudelt werden können. Zum Beispiel der Titelsong: Oberflächlich gehört klingt er wie eine Hymne an das offizielle Amerika.
Kein Wunder, dass Ronald Reagan im Wahlkampf 1984 höflich anfragte, ob er den Song für seine Wiederwahlkampagne verwenden dürfe. Nicht weniger höflich war des Sängers Absage: Der Herr Präsident habe da wohl etwas falsch verstanden. Heute wird Bruce Springsteen 60 Jahre alt; feiern wird er seinen Geburtstag vermutlich dort, wo es ihm am besten gefällt: auf der Bühne.
Mittwoch, 23. September 2009
Sonntag, 20. September 2009
Freitag, 11. September 2009
1,7 Millionen Menschen auf sechzig Quadratkilometern
Isaac Davis hat einen Job, den er hasst, eine Freundin, die zu jung für ihn ist, eine verbitterte Ex-Frau, die gerade ein Enthüllungsbuch über ihre Ehe schreibt und eine neue Liebe, der er hilflos und konfus durch den New Yorker Großstadtdschungel hinterherirrt. Perfekte Voraussetzung für einen Woody-Allen-Film: Manhattan heißt der sehenswerte Streifen aus dem Jahr 1979. Benannt ist er nach jener – rechnet man die Wasserflächen ab – 60 Quadratkilometer kleinen Insel, auf der sich fast 1,7 Millionen Menschen drängeln – Touristen nicht eingerechnet.
Heute vor 400 Jahren, als der englische Seefahrer Henry Hudson das Eiland entdeckte, tummelten sich dort nur ein paar Indianer vom Stamm der Algonkin. Sie hatten die Sandbank, auf der sie lebten, Manna-hata getauft, was so viel heißt wie hügeliges Land. Der Niederländer Peter Minuit kaufte es ihnen ab und leitete fortan die Kolonie Nieuw Amsterdam. Doch nicht lange hatten die neuen Herren Freude an ihrem Besitz: Bereits 1664 verloren sie ihn im Krieg gegen die Briten. Nieuw Amsterdam, mittlerweile über Manhattan hinausgewachsen und mit dem Stadtrecht ausgestattet, wurde anschließend vom Herzog von York (und späteren englischen König Jakob II.) regiert.
Natürlich gab es auch wieder eine Namensänderung: New York hat sich allerdings bis in unsere Zeit gehalten, und Manhattan ist einer von fünf Stadtbezirken.
Heute vor 400 Jahren, als der englische Seefahrer Henry Hudson das Eiland entdeckte, tummelten sich dort nur ein paar Indianer vom Stamm der Algonkin. Sie hatten die Sandbank, auf der sie lebten, Manna-hata getauft, was so viel heißt wie hügeliges Land. Der Niederländer Peter Minuit kaufte es ihnen ab und leitete fortan die Kolonie Nieuw Amsterdam. Doch nicht lange hatten die neuen Herren Freude an ihrem Besitz: Bereits 1664 verloren sie ihn im Krieg gegen die Briten. Nieuw Amsterdam, mittlerweile über Manhattan hinausgewachsen und mit dem Stadtrecht ausgestattet, wurde anschließend vom Herzog von York (und späteren englischen König Jakob II.) regiert.
Natürlich gab es auch wieder eine Namensänderung: New York hat sich allerdings bis in unsere Zeit gehalten, und Manhattan ist einer von fünf Stadtbezirken.
Mittwoch, 9. September 2009
Hochzeit am Schnapszahldatum
Charles Darwin, britischer Naturwissenschaftler und Begründer der Evolutionstheorie (dessen 200. Geburtstag weltweit in einem Darwin-Jahr begangen wird), war für seine nüchterne Art bekannt. Einmal griff er zu einem großen Bogen Papier und malte darauf eine Senkrechte und eine Waagerechte. Links notierte er „Heiraten“, auf die rechte Hälfte schrieb er „Nicht heiraten“.
Unter den Vorteilen trug er ein: „Trautes Heim, Reiz des weiblichen Plauderns, gut versorgt sein.“ Unter „Nicht heiraten“ vermerkte er: „Zeitverlust, viele Störungen, Zwang zum Geldverdienen.“ Schließlich zog Darwin einen doppelten Strich unter das Ganze und fügte einen letzten Satz hinzu: „Es gibt viele glückliche Sklaven.“ Bald darauf schloss er den Bund der Ehe. Viele werden es dem großen Forscher heute nachtun, denn der 9. 9. 9 ist ein denkwürdiges Datum für eine Hochzeit. Und das letztmögliche in diesem Jahrhundert, das eine dreistellige Schnapszahl darstellt.
Sollten Sie diesen schönen Termin für eine Eheschließung verpasst haben – vielleicht hat ja die Aufrechnung der Vor- und Nachteile bei Ihnen noch länger gedauert als bei Darwin – hält der Kalender bald eine neue Gelegenheit für Sie bereit: Das Datum 20. 09. 2009 ist für eine Eheschließung auch nicht schlecht, oder?
Unter den Vorteilen trug er ein: „Trautes Heim, Reiz des weiblichen Plauderns, gut versorgt sein.“ Unter „Nicht heiraten“ vermerkte er: „Zeitverlust, viele Störungen, Zwang zum Geldverdienen.“ Schließlich zog Darwin einen doppelten Strich unter das Ganze und fügte einen letzten Satz hinzu: „Es gibt viele glückliche Sklaven.“ Bald darauf schloss er den Bund der Ehe. Viele werden es dem großen Forscher heute nachtun, denn der 9. 9. 9 ist ein denkwürdiges Datum für eine Hochzeit. Und das letztmögliche in diesem Jahrhundert, das eine dreistellige Schnapszahl darstellt.
Sollten Sie diesen schönen Termin für eine Eheschließung verpasst haben – vielleicht hat ja die Aufrechnung der Vor- und Nachteile bei Ihnen noch länger gedauert als bei Darwin – hält der Kalender bald eine neue Gelegenheit für Sie bereit: Das Datum 20. 09. 2009 ist für eine Eheschließung auch nicht schlecht, oder?
Samstag, 5. September 2009
Freitag, 4. September 2009
Die Erfindung der Currywurst
„Wurst ist eine Götterspeise“, meinte der deutsche Dichter und Satiriker Jean Paul, „denn nur Gott weiß, was drin ist.“ Erst recht gilt diese Feststellung für die Currywurst, denn anfangs wusste außer Gott nur Herta Deuwer, was hineingehörte.
Heute vor 60 Jahren erfand die Berliner Imbissbudenbesitzerin das erklärte Lieblingsgericht unserer Hauptstädter. Das kam so: Ihr Ehemann, mit etwas Verspätung aus dem Krieg heimgekehrt, wurde rasch von der Esskultur der Besatzungsmacht vereinnahmt und verlangte Spareribs zu Mittag. Die Gattin konnte leider nicht mit teurem Rippenspeer aufwarten und kredenzte statt dessen zerkleinerte Bockwurst (ohne Darm, also keine Bratwurst!), die sie nach amerikanischer Art mit reichlich Ketchup und Currypulver würzte. Das Resultat war ein Schnellgericht, das allein in Berlin jährlich 70 Millionen Mal verzehrt wird.
Kein Wunder, dass nicht nur dort so viel Theater um die runde Wiederkehr dieses Ereignisses gemacht wird. Stellvertretend für alle, die dieser Tage der Currywurst huldigen, sei das Museum genannt, das seit dem 15. August diesem Produkt eine komplette Ausstellung widmet. Am besten, Sie schauen sich das selbst an, im Internet unter der Adresse www.currywurst-berlin.com.
Heute vor 60 Jahren erfand die Berliner Imbissbudenbesitzerin das erklärte Lieblingsgericht unserer Hauptstädter. Das kam so: Ihr Ehemann, mit etwas Verspätung aus dem Krieg heimgekehrt, wurde rasch von der Esskultur der Besatzungsmacht vereinnahmt und verlangte Spareribs zu Mittag. Die Gattin konnte leider nicht mit teurem Rippenspeer aufwarten und kredenzte statt dessen zerkleinerte Bockwurst (ohne Darm, also keine Bratwurst!), die sie nach amerikanischer Art mit reichlich Ketchup und Currypulver würzte. Das Resultat war ein Schnellgericht, das allein in Berlin jährlich 70 Millionen Mal verzehrt wird.
Kein Wunder, dass nicht nur dort so viel Theater um die runde Wiederkehr dieses Ereignisses gemacht wird. Stellvertretend für alle, die dieser Tage der Currywurst huldigen, sei das Museum genannt, das seit dem 15. August diesem Produkt eine komplette Ausstellung widmet. Am besten, Sie schauen sich das selbst an, im Internet unter der Adresse www.currywurst-berlin.com.
Dienstag, 1. September 2009
Die Niederlage des Geistes
„Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg“, fand Marcus Tullius Cicero, einer der brillantesten Köpfe der römischen Antike. Dennoch ließ er sich dazu hinreißen, die Angriffskriege des Gaius Julius Caesar zu rechtfertigen. Kein Wunder, dass seitdem immer wieder Krieg als Mittel der Politik angesehen wird, wenn auch für das letzte.
Erst die Schweizer machten bewusst Schluss mit dieser Doktrin des preußischen Generals Carl von Clausewitz, indem sie sich 1815 zu immerwährender Neutralität verpflichteten. Somit genießen sie von allen europäischen Staaten die längste Friedensperiode, gefolgt von den Schweden, die ihre Kriegsverzichterklärung 1850 in die Verfassung schrieben.
In unserem Grundgesetz heißt es in Artikel 26: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“ Am heutigen Antikriegstag wird bestimmt wieder heftig darüber diskutiert werden, ob die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland am Hindukusch beginnt.
Ich halte mich aus dem Streit heraus, nicht ohne auf ein Zitat des Schriftstellers Henry Miller hinzuweisen: „Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.“
Erst die Schweizer machten bewusst Schluss mit dieser Doktrin des preußischen Generals Carl von Clausewitz, indem sie sich 1815 zu immerwährender Neutralität verpflichteten. Somit genießen sie von allen europäischen Staaten die längste Friedensperiode, gefolgt von den Schweden, die ihre Kriegsverzichterklärung 1850 in die Verfassung schrieben.
In unserem Grundgesetz heißt es in Artikel 26: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“ Am heutigen Antikriegstag wird bestimmt wieder heftig darüber diskutiert werden, ob die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland am Hindukusch beginnt.
Ich halte mich aus dem Streit heraus, nicht ohne auf ein Zitat des Schriftstellers Henry Miller hinzuweisen: „Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.“
Montag, 31. August 2009
Neue Kurse für Männer
Männer verstehen Spaß. Gerne benehmen sie sich etwas tollpatschig, nur, um „ihr“ den liebenswerten Clown vorzuspielen. Ja so sind sie, diese possierlichen Kerlchen – man muss sie einfach mögen! In diesem Sinne ist auch das folgende vhs-Kursangebot gedacht:
Kurs-Nr. 8001
Die Selbstreinigung schmutzigen Geschirrs
Die Zerstörung einer Illusion. Mit Beispielen auf Video dokumentiert.
Kurs-Nr. 8002
Wie werde ich der ideale Einkaufsbegleiter?
Wir besuchen die Kleider- und Schuhabteilung eines Kaufhauses. Mit Einweisung in Meditations-, Entspannungs- und Atemtechniken.
Kurs_Nr. 8003
Unterschiede zwischen Wäschebehälter und Fußboden
Bilder und Erläuterungen mit lustigem Suchspiel.
Kurs-Nr. 8004
Die Rolle des Beifahrers
Training in 2er-Gruppen mit Fahrsimulation. Erlernen grundlegender Atemtechniken.
Kurs-Nr. 8005
Ehetraining: Unterschiede zwischen Mutter und Ehefrau
Wie gelingt es, die wichtigsten Unterschiede zwischen Mutter und Ehefrau herauszufinden? Mit Rollenspielen!
Kurs-Nr. 8006
Loslassen – Wie Sie es schaffen, die Fernbedienung an ihre Frau auszuleihen
Bitte bringen Sie leichte Kleidung und eine Fernbedienung mit.
Kurs-Nr. 8007
Umweltfragen: Wachsen Toilettenpapierrollen auf dem Halter nach?
Erstaunliche Möglichkeiten der Papierbeschaffung. Mit praktischen Übungen.
Kurs-Nr. 8008
Selbständigkeit: Ab heute finde ich meine Socken alleine!
Aufklärung über typische Aufbewahrungsorte von Kleidungs- und Wäschestücken im Haushalt mit anschließender Schnitzeljagd.
Kurs-Nr. 8009
Gedächtnistraining: Ein Jahrestag kommt selten allein.
Wie erinnere ich mich an Geburtstage, Hochzeitstage
usw. (mit Beispielen aus der Fußballhistorie)? Wie
schaffe ich es, anzurufen, wenn ich mich verspäte?
Kurs-Nr. 8010
Aufklärung: Das große Geheimnis hinter dem „kleinen Geschäft“
Wir besprechen die Zubehörteile einer handelsüblichen, gutbürgerlichen Toilette und ordnen sie zu. Mit Powerpoint-Präsentation!
Kurs-Nr. 8001
Die Selbstreinigung schmutzigen Geschirrs
Die Zerstörung einer Illusion. Mit Beispielen auf Video dokumentiert.
Kurs-Nr. 8002
Wie werde ich der ideale Einkaufsbegleiter?
Wir besuchen die Kleider- und Schuhabteilung eines Kaufhauses. Mit Einweisung in Meditations-, Entspannungs- und Atemtechniken.
Kurs_Nr. 8003
Unterschiede zwischen Wäschebehälter und Fußboden
Bilder und Erläuterungen mit lustigem Suchspiel.
Kurs-Nr. 8004
Die Rolle des Beifahrers
Training in 2er-Gruppen mit Fahrsimulation. Erlernen grundlegender Atemtechniken.
Kurs-Nr. 8005
Ehetraining: Unterschiede zwischen Mutter und Ehefrau
Wie gelingt es, die wichtigsten Unterschiede zwischen Mutter und Ehefrau herauszufinden? Mit Rollenspielen!
Kurs-Nr. 8006
Loslassen – Wie Sie es schaffen, die Fernbedienung an ihre Frau auszuleihen
Bitte bringen Sie leichte Kleidung und eine Fernbedienung mit.
Kurs-Nr. 8007
Umweltfragen: Wachsen Toilettenpapierrollen auf dem Halter nach?
Erstaunliche Möglichkeiten der Papierbeschaffung. Mit praktischen Übungen.
Kurs-Nr. 8008
Selbständigkeit: Ab heute finde ich meine Socken alleine!
Aufklärung über typische Aufbewahrungsorte von Kleidungs- und Wäschestücken im Haushalt mit anschließender Schnitzeljagd.
Kurs-Nr. 8009
Gedächtnistraining: Ein Jahrestag kommt selten allein.
Wie erinnere ich mich an Geburtstage, Hochzeitstage
usw. (mit Beispielen aus der Fußballhistorie)? Wie
schaffe ich es, anzurufen, wenn ich mich verspäte?
Kurs-Nr. 8010
Aufklärung: Das große Geheimnis hinter dem „kleinen Geschäft“
Wir besprechen die Zubehörteile einer handelsüblichen, gutbürgerlichen Toilette und ordnen sie zu. Mit Powerpoint-Präsentation!
Donnerstag, 20. August 2009
Neugieriges Eichhörnchen schmuggelt sich auf Urlaubsfoto

Ein Schnappschuss eines US-Pärchens erobert das Internet: Melissa Brandts und ihr Ehemann Jackson machten sich vor einem See im kanadischen Banff Nationalpark für ein Foto per Selbstauslöser bereit, als plötzlich auch ein Eichhörnchen vor der Kamera posierte. "Wir haben unsere Kamera auf einem Felsen aufgebaut und waren fertig für das Foto, als dieses neugierige Eichhörnchen auftauchte, fasziniert dem Geräusch des Fokussierens lauschte und ins Bild sprang", schrieb Brandts an die Zeitschrift "National Geographic", bei der sie das Fotos einschickte. "So etwas gibt es nur einmal im Leben! Wir haben tagelang über diesen kleinen Kerl gelacht!"
Inzwischen ist der Nager zu einer kleinen Internetberühmtheit geworden. Brandts richtete für das Erdhörnchen eine eigene Seite im Online-Netzwerk Facebook ein, mit der bereits mehr als 2000 Mitglieder verbunden sind. Zudem verweisen zahlreiche Internetseiten auf den sogenannten "Squirrelizer" (squirrel - Eichhörnchen), mit dem das Tier online auf jedes beliebige Foto montiert werden kann.
Freitag, 14. August 2009
Woodstock und die Woodstock-Legende
Zum Jubiläum wird im Fernsehen bestimmt wieder der Dokumentarfilm über das größte Rockmusik-Festival aller Zeiten gezeigt. An diesem Wochenende vor 40 Jahren lockte es in Woodstock eine halbe Million Besucher an. Doch es fand gar nicht in Woodstock statt, nicht einmal in der Nähe dieser kleinen Ortschaft im US-Bundesstaat New York. Dort hatten die Behörden den Organisatoren zu viele Probleme beschert.
So musste man ausweichen, nicht weniger als 80 Kilometer entfernt von der ursprünglichen Veranstaltungsort. In Bethel, genauer gesagt im Ortsteil White Lake, besaß der Farmer Max Yasgur ein paar Maisfelder, die er den Bands und ihren Fans kostenlos zur Verfügung stellte. Die Stadt Bethel - seit dem Festival nennt sie sich Home of Woodstock (die Webseite finden Sie unter www.townofbethel.com) – wie auch das restliche Amerika erinnert sich gerne an das Ereignis.
Im Falle letzteren geschieht dies nicht immer ganz korrekt. So antworteten in einer Umfrage unter US-Bürgern nicht weniger als elf Prozent der Befragten, sie seien damals selbst nach Woodstock gepilgert. Demnach hätten 25 Millionen Menschen das Festival besucht – statt 500 000. Die Demoskopen erklärten das kuriose Ergebnis wie folgt: Nichts mache das Älterwerden so schlimm wie das Gefühl, in der Jugend etwas verpasst zu haben. Da belügt man sich gern schon mal selbst.
Knapp einen Monat vor Woodstock fand ein anderes epochales Ereignis statt: die Mondlandung. Bei derselben Umfrage hätte man sich erkundigen sollen, wer denn noch außer Michael Collins damals im Raumschiff auf Armstrong und Aldrin wartete.
So musste man ausweichen, nicht weniger als 80 Kilometer entfernt von der ursprünglichen Veranstaltungsort. In Bethel, genauer gesagt im Ortsteil White Lake, besaß der Farmer Max Yasgur ein paar Maisfelder, die er den Bands und ihren Fans kostenlos zur Verfügung stellte. Die Stadt Bethel - seit dem Festival nennt sie sich Home of Woodstock (die Webseite finden Sie unter www.townofbethel.com) – wie auch das restliche Amerika erinnert sich gerne an das Ereignis.
Im Falle letzteren geschieht dies nicht immer ganz korrekt. So antworteten in einer Umfrage unter US-Bürgern nicht weniger als elf Prozent der Befragten, sie seien damals selbst nach Woodstock gepilgert. Demnach hätten 25 Millionen Menschen das Festival besucht – statt 500 000. Die Demoskopen erklärten das kuriose Ergebnis wie folgt: Nichts mache das Älterwerden so schlimm wie das Gefühl, in der Jugend etwas verpasst zu haben. Da belügt man sich gern schon mal selbst.
Knapp einen Monat vor Woodstock fand ein anderes epochales Ereignis statt: die Mondlandung. Bei derselben Umfrage hätte man sich erkundigen sollen, wer denn noch außer Michael Collins damals im Raumschiff auf Armstrong und Aldrin wartete.
Montag, 3. August 2009
Flug ohne Wiederkehr
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Diese Zeilen stammen aus Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz. Es ist Kinder- und Erwachsenenbuch in einem und verwebt eine wahre Geschichte mit einer erfundenen.
Im Jahr 1935 stürzte Saint-Exupéry, in seinem Hauptberuf Pilot, mit seiner Maschine über der Sahara ab. Fünf Tage verbrachte er zwischen bangen und Hoffen, dann kam die Rettung. Im Buch erscheint dem einsamen Piloten Abend für Abend ein kleiner Prinz. Die Traumgestalt erzählt ihm von seiner Heimat, einem winzigen Asteroiden, und von seiner Reise von Planet zu Planet. Die Geschichte geht wie die meisten modernen Märchen gut aus; dem Piloten gelingt es schließlich, sein Flugzeug wieder flottzumachen.
Das wirkliche Leben des Autors verlief weniger romantisch. Am 31.07. vor 65 Jahren verschwand die Maschine Saint-Exupérys, der im Zweiten Weltkrieg Militärdienst für sein Heimatland Frankreich leistete, während eines Aufklärungsflugs über dem Mittelmeer. Weder Saint-Exupérys Leiche noch das Wrack seines Flugzeugs wurden je gefunden. Der kleine Prinz entwickelte sich zu einem Langzeitbestseller: Bislang wurden seit Erscheinen des Titels im Jahr 1943 mehr als 80 Millionen Exemplare verkauft.
Im Jahr 1935 stürzte Saint-Exupéry, in seinem Hauptberuf Pilot, mit seiner Maschine über der Sahara ab. Fünf Tage verbrachte er zwischen bangen und Hoffen, dann kam die Rettung. Im Buch erscheint dem einsamen Piloten Abend für Abend ein kleiner Prinz. Die Traumgestalt erzählt ihm von seiner Heimat, einem winzigen Asteroiden, und von seiner Reise von Planet zu Planet. Die Geschichte geht wie die meisten modernen Märchen gut aus; dem Piloten gelingt es schließlich, sein Flugzeug wieder flottzumachen.
Das wirkliche Leben des Autors verlief weniger romantisch. Am 31.07. vor 65 Jahren verschwand die Maschine Saint-Exupérys, der im Zweiten Weltkrieg Militärdienst für sein Heimatland Frankreich leistete, während eines Aufklärungsflugs über dem Mittelmeer. Weder Saint-Exupérys Leiche noch das Wrack seines Flugzeugs wurden je gefunden. Der kleine Prinz entwickelte sich zu einem Langzeitbestseller: Bislang wurden seit Erscheinen des Titels im Jahr 1943 mehr als 80 Millionen Exemplare verkauft.
Samstag, 1. August 2009
Freitag, 31. Juli 2009
Donnerstag, 30. Juli 2009
Mittwoch, 29. Juli 2009
Freitag, 17. Juli 2009
U-iPhone. Erfrischung gefällig?
Khena Kara filmte mit seinem iPhone am Swimmingpool, als es ihm aus der Hand rutschte und ins Wasser fiel:
Ich habe selten ein so erfrischendes Video gesehen…
Ich habe selten ein so erfrischendes Video gesehen…
Mittwoch, 15. Juli 2009
Eine Frage, die sich seit 140 Jahren stellt
Margarine oder Butter? Das ist die Frage, die sich ernährungsbewusste Zeitgenossen, zu denen auch Sie womöglich gehören, bis heute immer wieder gestellt haben. Die Antwort ist recht einfach: Die Entscheidung hängt davon ab, ob Sie Ihre Rettungsringe mit pflanzlichem oder tierischem Fett produzieren möchten. Tatsächlich ist die Kalorienzahl von Margarine und Butter nahezu identisch: rund 750 kcal pro 100 Gramm.
Während Butter aus Milchrahm hergestellt wird, ist Margarine ein Produkt aus Pflanzen, beispielsweise Sonnenblumenkernen. Die Frage, ob Margarine gesünder als Butter ist, lassen wir an dieser Stelle einmal außen vor. Mehr ungesättigte Fettsäuren und weniger Cholesterin im Vergleich zur Butter scheinen der Margarine den Vorrang zu geben. Doch was ist mit dem höheren Anteil an herzinfarktbegünstigenden Transfettsäuren, den eindeutig die Margarine für sich reklamieren muss?
Der Name des pflanzlichen Produkts stam mt übrigens aus dem Griechischen: margaron bedeutet Perlmutt; Margarine weist bei genauerem Hinsehen einen perlmuttartigen Schimmer auf. Heute vor 140 Jahren sicherte sich der französische Chemiker Hippolyte Mège-Mouriés das Patent. Zuvor hatte ihn die Armeeleitung seines Landes beauftragt, einen Brotaufstrich zu entwickeln, der billiger als Butter, haltbar und bekömmlich sein sollte. Und wohlschmeckend. Bis auf letzteres ist dem guten Mann alles gelungen.
Während Butter aus Milchrahm hergestellt wird, ist Margarine ein Produkt aus Pflanzen, beispielsweise Sonnenblumenkernen. Die Frage, ob Margarine gesünder als Butter ist, lassen wir an dieser Stelle einmal außen vor. Mehr ungesättigte Fettsäuren und weniger Cholesterin im Vergleich zur Butter scheinen der Margarine den Vorrang zu geben. Doch was ist mit dem höheren Anteil an herzinfarktbegünstigenden Transfettsäuren, den eindeutig die Margarine für sich reklamieren muss?
Der Name des pflanzlichen Produkts stam mt übrigens aus dem Griechischen: margaron bedeutet Perlmutt; Margarine weist bei genauerem Hinsehen einen perlmuttartigen Schimmer auf. Heute vor 140 Jahren sicherte sich der französische Chemiker Hippolyte Mège-Mouriés das Patent. Zuvor hatte ihn die Armeeleitung seines Landes beauftragt, einen Brotaufstrich zu entwickeln, der billiger als Butter, haltbar und bekömmlich sein sollte. Und wohlschmeckend. Bis auf letzteres ist dem guten Mann alles gelungen.
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