Freitag, 21. November 2008

Pro und contra Weihnachtsmärkte

„Auf dieser Seite finden Sie bemerkenswerte Weihnachtsmärkte, die durch Rekordversuche und amtliche Rekorde auf sich aufmerksam mache“: So lautet die Selbstdarstellung des kommerziellen Internetportals www.weihnachtsmarkt-deutschland.de.

Der (bei Redaktionsschluss) 31. und jüngste Eintrag lautet:1000 Kinder verzehren 1000 Lebkuchen in 1000 Sekunden. Das passt doch wunderschön zum Eingangssatz der Website: „Die Advents- und Weihnachtszeit ist für viele von uns die besinnlichste Zeit des Jahres, in der wir Vergangenes Revue passieren lassen und uns der Vorfreude auf Kommendes hingeben.“ Auf die Sekunde, in der der Lebkuchen verschlungen wird!

Zugegeben, ich habe ein wenig aus dem Zusammenhang heraus zitiert, da bei mir die Abneigung gegen die Ware Weihnacht überhand nehmen will. Bitte halten Sie mich davon ab, den Kindern zu wünschen, das s ihnen die Lebkuchen im Halse stecken bleiben mögen.

Danke! Jetzt, wo ich mich wieder beruhigt habe, möchte ich Ihnen einen weitaus frommeren Wunsch näher bringen. Der ist gleichzeitig Name einer Aktion wie auch einer Internet-Seite: www.advent-ist-im-dezember.de. Am besten, Sie besuchen beide Portale und bilden sich ein eigenes Urteil.

Mittwoch, 19. November 2008

Zitat des Tages

Krisen meistert man am besten,
indem man ihnen zuvorkommt...

Walt Whitman Rostow

amerikan. Wirtschaftshistoriker
1916 - 2003

Kein sauberes Wasser

Heute ist Welttoilettentag. Vor sechs Jahren wurde er erstmals ausgerufen, von der Welttoilettenorganisation. Der Hintergrund ist ein sehr ernster: 42 Prozent der Menschheit – zwei von fünf Erdenbürgern! – haben keinen Zugang zu sauberen Sanitäreinrichtungen. So entstehen Krankheiten, so verbreiten sich Seuchen blitzschnell.

Das Jahr 2008 ist auch das UN-Jahr der sanitären Grundversorgung. Beide Anlässe möchte der Arbeitskreis Wasser des Forums für Umwelt und Energie für eine spektakuläre Aktion nutzen: Die Mitglieder stellen heute in Berlin (am Washingtonplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs) 54 Toiletten auf, um auf den Missstand aufmerksam zu machen, dass 2,6 Milliarden Menschen keine saubere Toilette benutzen können.

Und auf die Tatsache, dass wir in den entwickelten Ländern daran eine Mitverantwortung tragen. Die Wasserverschmutzung, so der deutsch-tschechische Autor Hellmut Walters, „hat ihren Grund vor allem darin, dass so viele Menschen ihre Hände in Unschuld waschen.“ Mehr über den Arbeitskreis Wasser ist im Internet unter www.forum-ue.de zu lesen.

Dienstag, 18. November 2008

1000 Hurricane thoughts Part III

Hatte Buddha hohe Cholesterienwerte?

Mittwoch, 12. November 2008

Rechtstipp: «Oberförster» keine Beleidigung für Verkehrspolizisten

Nürnberg (ddp.djn). Wird ein uniformierter Verkehrspolizist von einem Passanten als «Oberförster» angesprochen, ist damit nicht der Tatbestand einer strafbaren Beamtenbeleidigung gegeben. Zu dieser Auffassung gelangte zumindest das Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Wie die Deutsche Anwaltshotline in Nürnberg berichtet, hatte der Angeschuldigte einem Posten der hauptstädtischen Verkehrskontrolle in einem Außenbezirk beim Vorbeigehen zugerufen: «Herr Oberförster, zum Wald geht es da lang!» Der Polizeibeamte fühlte sich davon in seiner Ehre verletzt und verlangte die Bestrafung des Witzboldes mit der berüchtigten Berliner Schnauze.

Wovon er das Amtsgericht allerdings nicht überzeugen konnte. «Schließlich verstehe sich der ehrverletzende Charakter dieser Äußerung keineswegs von selbst, da doch die Tätigkeit im Forstdienst als solchem gerade nicht den sittlichen, personalen oder sozialen Geltungswert einer Person infrage stellt», erklärt Rechtsanwalt Paul Vogel die richterliche Zurückhaltung.

Zwar ist der dem Polizisten in aller Öffentlichkeit unterstellte und offenbar nicht der Wahrheit entsprechende Zusammenhang mit der Verrichtung forstlicher Tätigkeiten nicht zu bestreiten, doch dadurch wäre kaum der Achtungsanspruch des Beamten als Person beeinträchtigt worden. Und was den Verweis auf den Wald angeht, hätte der Beamte vor Gericht beweisen müssen, dass es den dort nicht gibt. «Was angesichts des grünen Gürtels um Berlin herum allerdings unmöglich sein dürfte», gibt Rechtsanwalt Vogel zu bedenken.

Nashörner, Möpse und ein vierbeiniger Hitparadenstürmer

Geboren wurde er heute vor 85 Jahren als Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow. Bekannter ist er unter seinem Spitznamen: Der entspricht der französischen Bezeichnung des Wappentiers seiner Familie. Seit 1950 zeichnete er Reinhold das Nashorn, diverse Möpse und andere Skurrilitäten aus dem Tierreich sowie bald auch seine unverwechselbaren Knollennasen für den Stern, später für eine weitere Illustrierte, die Quick. Ende der Sechziger Jahre kam eine Fernsehserie in der ARD hinzu: Für Cartoon erhielt der Künstler den Grimme-Preis und die Goldene Kamera.

Endgültig berühmt wurde er durch einen weiteren Hund: Wum war kein Mops, sondern eine undefinierbare Promenadenmischung mit Schlappohren und Schnäuzer. Seine regelmäßigen Auftritte in der Quizsendung Der große Preis machten ihn so beliebt, dass es in Deutschland kaum noch Kinderzimmer gab, in denen ein Wum-Poster, ein Wum-Stofftier oder eine Wum-Gummifigur fehlten. Sogar einen Nummer-Eins-Hit schaffte der wunderliche Köter mit dem Liedchen Ich wünsch' mir 'ne kleine Miezekatze.

Dass es auch anspruchsvoller geht, bewies Loriot – so heißt der Pirol auf Französisch – mit einer in der ARD leider nur unregelmäßig ausgestrahlten Comedy-Serie. Die Sketche in Loriot I – IV waren so gut, dass sie heute, mehr als drei Jahrzehnte nach der ersten Sendung, immer noch wiederholt werden. Das lag nicht zuletzt an Loriots kongenialer Partnerin Evelyn Hamann und einer Riege weiterer vorzüglicher Schauspieler.

Alle pflegten sie das britische Understatement und die Exzentrik, die nicht nur dem Humor auf der Insel so gut tut. Leider, und das sagt sehr viel über unsere deutschen Komiker aus, wurde das Niveau dieser vier Sendungen hierzulande nie mehr erreicht.

Samstag, 8. November 2008

Lange ersehnt, nun die Workshoptermine 2009:

1. Was Molotov noch wußte!
- Warum russische Spieler nicht im Ausland spielen -
Seminargebühr: 1053,- € zzgl. MwSt


2. Ausdauer in Konstanz!
- Ausbildung zum Breisgauleiter
Seminargebühr: 30000 Reichsmark.


3. Bar Mitzvah für Linkshänder! ( Teil I), oder mit 13 schon rumgeschnippelt
- Eigenes Messer ist mitzubringen
Seminargebühr: 1 Shekel


4. Bar Mitzvah für Linkshänder 2! (Teil II), oder frittierte Calamaris am Tag danach.
- Eigenes Messer ist zu säubern
Seminargebühr: pfund syrische datteln


5. Schächten wie im Sinaii!
- Wir bauen uns einen Dudelsack aus einer Ziege.
Seminargebühr: Ne Schweinekohle


6. Gruppendynamisches Robbenkeulen!
- Familienspass im Reisebus nach Norwegen, Basies werden gestellt.
Seminargebühr: Pelze sind im Anschluß beim Veranstalter abzugeben


7. Vokale auf dem Rückzug!
- Analyse der tschechischen Sprache
Seminargebühr: 10 grschn


8. Promiskuität für Fortgeschrittene!
- Vorabendkurs ab 16 Jahre beim nächsten MySh-Usertreffen
Seminargebühr: 3 Ostmark


9. Mobbing leicht gemacht!
- 3 Tages Seminar in der Kita Regenbogen in Vlotho direkt an der A2
Seminargebühr: Schweiß und Tränen

Donnerstag, 6. November 2008

Die Welt als Ganzes begreifen?

„Mich erstaunen Menschen, die das Universum begreifen wollen, wo es doch schon schwierig genug ist, sich in Chinatown zurechtzufinden“, meinte einmal der Spaßvogel Woody Allen – und erklärte damit ganz nebenbei die Systemtheorie.

Deren Hauptvertreter in Deutschland war Niklas Luhmann, der heute vor zehn Jahren starb. Luhmann lehnte es ab, ein System als ganzes zu verstehen, weil es zu komplex und damit zu kompliziert ist. Besser, man bricht es in viele Teile herunter und versucht, diese einzeln zu begreifen. So nähert man sich der Gesamtheit an.

Nehmen wir als Beispiel das Leben: Es ist komplex und kompliziert; daher ist sein Verlauf schwer zu beschreiben. Luhmann gibt folgende Hilfestellung: „Die Komponenten eines Lebenslaufs bestehen aus Wendepunkten, an denen etwas geschehen ist, was nicht hätte geschehen müssen. Das beginnt mit der Geburt.“ Um weitere Stationen zu schildern, empfiehlt sich die – einfache aber effektive Frage – welchem Zweck etwa Aus- und Weiterbildungen, Praktika und Auslandsaufenthalte gedient haben oder was sie in Zukunft bewirken sollen.

Begonnen hat Luhmann seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Systemtheorie in den Sechziger Jahren. Als er 1968 eine Professur für Soziologie an der Universität Bielefeld übernahm, schrieb er in einen Bewilligungsantrag: „Forschungsprojekt: Theorie der Gesellschaft; Laufzeit: 30 Jahre; Kosten: keine.“

Ein Jahr vor seinem Tod und 28 Jahre nach Stellung seines Antrags veröffentlichte er sein viel beachtetes Werk Die Gesellschaft der Gesellschaft.

Dienstag, 4. November 2008

Ausgezeichnet!

Tja, gestern war er mal wieder, der Weltmännertag (Men´s World Day) der seit 2000 einmal jährlich am 3. November stattfindet. Dieser soll laut Aussage des Schirmherrn Michail Gorbatschow das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern.

Auch mal wieder eine gute Gelegenheit an die Lila Kröte zu erinnern, die jedes Jahr als Negativauszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit vergeben wird.

z.B.:

Die LILA KRÖTE an Bundespräsident Horst Köhler

Bundespräsident Horst Köhler erhielt die Lila Kröte Nr. 4, im November 2007

Grund der Nominierung
Bundespräsident Horst Köhler schloß bei der diesjährigen Verleihung des Bundesverdienstordens an verdiente Bürger die Männer aus! Während der Verleihungsfeier, in welcher nur Frauen geehrt wurden, verkündete er zudem, was einige Monate zuvor auch vom Magazin FOCUS berichtet wurde, nämlich die Einführung einer obligatorischen Frauenquote für zukünftige Vorschlagslisten als Bedingung für deren Annahme.

Mit der Durchsetzung eines solchen starren Mechanismus in einem Bereich ethischer Erwägungen und Bewertungen dürfte dieser Präsident den dirigistischen Vorstellungen selbst hartgesottener Volkspädagogen entsprochen haben.

Dem Maskulisten bot sich dies allerdings als der entscheidende Fingerzeig auf die Frage nach dem geeigneten Empfänger der Lila Kröte 2007.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Fortsetzung: Die letzen 1000 Gedanken die ich mir auf´m Hurricane gemacht hab:

Wenn man einen Schlumpf würgt, welche Farbe bekommt er dann?

Wie kommen die "Rasen betreten verboten" Schilder in die Mitte des Rasens?

Haben Analphabeten genau so viel Spaß mit einer Buchstabensuppe?

Montag, 27. Oktober 2008

Die Franzosen...


Franzose will Handy aus Zugtoilette retten und klemmt fest

Beim Versuch, sein Mobiltelefon aus einer Zugtoilette zu fischen, hat sich ein französischer Bahnpassagier den Arm eingeklemmt und einen groß angelegten Rettungseinsatz ausgelöst. "Sie haben eine Durchsage gemacht, dass jemand den Arm in der Toilette eingeklemmt hat, nachdem er sein Handy retten wollte", berichtete ein Mitreisender. Der Abfluss habe einen derart starken Sog gehabt, dass der junge Mann seinen Arm nicht mehr aus dem Klo bekommen habe. Die Feuerwehr musste den Abfluss durchsägen, um den 26-Jährigen zu befreien.

Schließlich habe die Feuerwehr den jungen Mann auf einer Liege abtransportiert - sein Arm habe noch in der abgesägten Kloschüssel gesteckt, berichtete der Augenzeuge. Der Pechvogel habe sich am Ellbogen verletzt, jedoch glücklicherweise nichts gebrochen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Hochgeschwindigkeitszug vom Typ TGV stand zwei Stunden auf der Strecke zwischen La Rochelle und Bordeaux im Westen des Landes still.

Freitag, 24. Oktober 2008

Ein ehemals kostenloses Gut

Heute ist der Tag der Bibliotheken. Das Datum erinnert an den 24. Oktober 1828, als Karl Benjamin Preusker im sächsischen Großenhain eine Schulbibliothek für Lehrer und Schüler einrichtete. Die wurde vier Jahre später zur ersten deutschen Stadtbibliothek erweitert und durfte von allen Bürgern unentgeltlich benutzt werden.

Ähnlich gut wie die Großenhainer hatten es bis vor einiger Zeit die Bonner: Zwar erhebt die Stadtbücherei eine Gebühr von – moderaten – 50 Cent pro ausgeliehenem Buch. Dafür durften die Einwohner der Ex-Hauptstadt ihre gut bestückte Landesbibliothek gratis benutzen. Doch das ist seit diesem Jahr vorbei: Im Zuge der Erhebung von Studiengebühren knöpft die nordrhein-westfälische Regierung jedem Bibliotheksbenutzer halbjährlich 20 Euro fürs Ausleihen ab. Noch schlimmer geht es den Studenten: Sie dürfen pro Semester 500 Euro an Studiengebühren berappen.

Wie zynisch muss ihn en ihr Landesvater in den Ohren klingen, der sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit als Sozialpolitiker zu profilieren versucht. Dabei hätte man es besser wissen müssen: Jemand, der mit dummdreisten Slogans wie „Kinder statt Inder“ (schauen Sie sich doch einmal die Seite http://www.kinder-statt-inder.de im Internet an) auf Wählerstimmenfang geht, ist sich in Wirklichkeit nicht zu schade, sich am ehemals kostenlosen Gut Bildung zu bereichern.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Kennen Sie die Dame auf dem Zwei-Euro-Stück?

Die Dame auf dem österreichischen Zwei-Euro-Stück – ist das nicht Maria Theresia? Schon öfter habe ich diese Vermutung gehört. Sie ist aber nicht richtig, weshalb ich jetzt einmal kurz als Oberlehrer auftreten muss: Die Dame auf dem österreichischen Zwei-Euro-Stück ist Bertha von Suttner.

Vor 100 Jahren wurde die in Prag geborene und in Wien kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs gestorbene Pazifistin mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Eine gute Wahl, denn noch heute übt sie mit ihren Ideen von Gewaltfreiheit Einfluss auch auf unsere Gesellschaft aus.

Gerade ist ein neues Buch über sie erschienen mit dem Titel: Krieg ist der Mord auf Kommando. Herausgegeben hat es die Grazer Germanistik-Professorin Beatrix Müller-Kampel (ISBN 3-9806353-7-6).

Wissen Sie übrigens, von wem die Anregung zur Stiftung des Friedensnobelpreises stammt? Genau: von der Dame auf dem österreichischen Zwei-Euro-Stück!

Stifter mit schlechtem Gewissen

Die Nobelpreise für dieses Jahr sind zwar bereits vergeben; verliehen werden sie jedoch erst am 10. Dezember. Das geschieht traditionell am Todestag des Stifters, des schwedischen Chemikers und Fabrikanten Alfred Nobel.

Geboren wurde er heute vor 175 Jahren in Stockholm. Die größte Erfindung unter seinen 350 Patenten war das sichere Lagern, Transportieren und Zünden von Nitroglycerin. Da der Sprengstoff bei der kleinsten Erschütterung explodieren konnte, war er für seinen Anwender fast genauso gefährlich wie für seine Feinde. Nobel mischte ihm Kieselerde bei und nannte das neue Produkt Dynamit.

Bergwerkbesitzer, aber auch Rüstungsfabrikanten freuten sich und nahmen das Zeug in Massen ab. Bald besaß Nobel 90 Fabriken in aller Welt – und zunehmend ein schlechtes Gewissen: Seine Erfindung sorgte für immer mehr Tote auf den Schlachtfeldern; und auch bei den in den Achtziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts in Mode gekommenen Attentaten wurde der Sprengstoff reichlich verwendet.

Nobel freundete sich mit der österreichischen Pazifistin Bertha von Suttner (siehe auch die Dame auf dem österreichischen Zwei-Euro-Stück) an. Die schlug ihm vor, aus seinem Vermögen einen Friedenspreis zu stiften – für Persönlichkeiten, die „im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben.“

Das waren Mediziner, Physiker, Chemiker und Menschen, die sich um die Erhaltung des Friedens verdient gemacht hatten. Hinzu kamen Schriftsteller, denn die Literatur war Nobels Steckenpferd. Auch Bertha von Suttner profitierte vom Vermächtnis Nobels, der 1896 starb: Als erste Frau erhielt die Österreicherin 1905 den Friedensnobelpreis.

Samstag, 18. Oktober 2008

Türke lässt wegen magerer Braut Hochzeitsdeal platzen

Den Berichten zufolge hatte der Frührentner M. das Trio in einem Park in Eskisehir kennen gelernt und dabei von seiner Brautsuche erzählt. Die zwei Männer und die georgische Ehefrau eines der beiden Türken versprachen M., ihm eine rundliche Frau aus Georgien zu vermitteln. Wenig später präsentierten sie tatsächliche eine stattliche Dame als Braut in spe, verlangten für diverse Genehmigungen aber 3500 Lira (umgerechnet etwa 1750 Euro).

M. zahlte und freute sich auf die Hochzeit. Doch am vorgesehenen Hochzeitstag in dieser Woche tauchten die drei Vermittler plötzlich mit einer sehr viel schlankeren Frau auf. M. protestierte, die Heiratsvermittler erwiderten, es sei zwar dieselbe Frau, diese sei aber durch eine plötzliche Krankheit stark abgemagert. Bräutigam und Vermittler gerieten in einen Streit, an dessen Ende M. die Polizei rief. Die Beamten nahmen die beiden Türken und die georgische Ehefrau fest. Über das Schicksal der schlanken Braut ist nichts bekannt.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Gruß an athaba...

...vom Heidereiter-Treffen. Hoffen du hast genauso viel Spaß auf
deinem Treffen für adipöse internetsüchtige. ;-)

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Keine Tränen bei der Beerdigung

„Ich will, dass man lacht, ich will, dass man tanzt, ich will, dass alle sich wie verrückt amüsieren, ich will, dass man lacht, ich will, dass man tanzt, wenn es so weit ist und man mich ins dunkle Loch legt.“ So unsentimental besang Jacques Brel sein eigenes Sterben in dem Chanson Le moribond (Der Todgeweihte). US-Sonnyboy Terry Jacks machte daraus eine total verkitschte Version – und landete mit Seasons in the Sun 1974 einen Welthit.

Dass es auch eine Nummer anspruchsvoller geht, bewies Brel mit seinen Liebesliedern, die oft einen ironischen Touch hatten. Er konnte auch bösartig sein, etwa wenn er sich in Les Flamands über seine nordbelgischen Landsleute lustig machte. Denn Brel war, obwohl er heute noch als einer der größten französischen Chansonniers verehrt wird, Belgier. Und er war kein Flame, sondern Wallone.

Seine Erfolge feierte der 1929 Geborene ausschließlich in den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. An deren Ende zog er sich, müde geworden, von der Bühne und aus den Plattenstudios zurück. 1977 gelang ihm ein grandioses Comeback, doch auch das war nur von kurzer Dauer. Zu diesem Zeitpunkt war der Kettenraucher bereits unheilbar an Lungenkrebs erkrankt.

Jacques Brel starb heute vor 30 Jahren. Ob auf seiner Beerdigung getanzt wurde? Sie fand an einem sehr beschaulichen Ort statt: auf der malerischen Insel Hiva Oa in Französisch-Polynesien.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Keine lahme Ente

Das Volksauto der frühen Bundesrepublik war der VW Käfer, das der DDR der Trabant. Auch die Franzosen entwickelten ein preiswertes, unverwüstliches Modell nicht nur für Jedermann: Linke Studenten und emanzipierte Frauen fuhren gerne das Fabrikat der Firma Citroën und verpassten dem entenähnlichen Gefährt das Image eines Nonkonformisten-Autos.

Kraft und Geschwindigkeit waren nicht die vordersten Kriterien beim Kauf eines 2 CV: 375 Kubikzentimeter und neun Pferdestärken sorgten für ein Maximaltempo von 70 Stundenkilometern. Die Abkürzung 2 CV steht für deux cheveaux vapeur, auf Deutsch: zwei Dampfpferde. So hieß in Frankreich die Hubraum- und Motorstärke-Einheit, nach der die Kfz-Steuer bemessen wurde.

Heute vor 60 Jahren wurde der 2 CV auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Pierre Boulanger, der Citroën-Direktor, der die „Ente“ in Auftrag gab, hatte seine Techniker angewiesen: „Entw erfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 Stundenkilometer schnell ist und dabei nur drei Liter Benzin auf 100 Kilometern verbraucht.“

Freitag, 26. September 2008

Liebe Grüße vom Mittelrhein

Wetter ist Top,18 Grad und sonnig.