Mittwoch, 13. August 2008

Wussten Sie schon?

Eine der lautesten Städte Deutschlands ist eindeutig

Noise, bei Köln ...

Dienstag, 5. August 2008

Immer wieder Ärger mit der Rechtschreibreform

Die misslungene Rechtschreibreform am 01.08. vor zehn Jahren hat die Deutschen ihre Liebe zur alten Schreibweise entdecken lassen. Doch ist die so genannte alte Rechtschreibung gar nicht so lange in Kraft gewesen:

Eine landesweit verbindliche Rechtschreibung für das Deutsche Reich – das ja 1871 aus vielen Kleinstaaten entstanden war – wurde erst im Jahr 1876 festgelegt, und auch das zunächst nur für die Schulen. Mit der Rechtschreibreform von 1901 galt sie dann in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Abgeschafft wurde mit der Novellierung das „th“ in heimischen Wörtern wie in „Theil“, „Thier“, „Athem“, „Eigenthum“, „Noth“, „Werth“. Auch die Verbindung „ey“ wurde in das heute übliche „ei“ abgewandelt, beispielsweise in „seyn“, „meynen“, „bey“. Zudem wurde eine große Zahl von Fremdwörtern eingedeutscht, indem man den Buchstaben „c“ durch ein „k“ oder ein „z“ ersetzte: „Casse“, „Clavier“, „Cigarre“, „Cultur“, „Medicin“, „Citrone“, „social“ wurden zu „Kasse“, „Klavier“, „Zigarre“, „Kultur“, „Medizin“, „Zitrone“, „sozial“.

Und vielleicht haben Sie es schon geahnt: Auch damals wurde die Rechtschreibreform in der Öffentlichkeit heftig angefeindet, und der Widerstand gegen sie zog sich über Jahre hin.

Montag, 4. August 2008

Eine Reform von Denkbürokraten

Am 01.08 vor zehn Jahren wurde die neue Rechtschreibung eingeführt. Zur Erinnerung die wichtigsten Änderungen: Die Schreibweise eines Wortes hängt vom Wortstamm ab (statt Quentchen heißt es jetzt Quäntchen, von Quantum); auf einen kurzen Vokal folgt ss statt ß; drei gleiche Konsonanten wie in Schifffahrt sind erlaubt; im Infinitiv stehende Verben werden auseinander geschrieben.

Die Rechtschreibreform stößt, gelinde gesagt, auf heftigen Widerstand. Auch vier Jahre nach ihrer Einführung verweigert sich einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach zufolge jeder zweite Deutsche den neuen Regeln, und nur jeder vierte hat diese inzwischen eingeübt. Noch im Jahr 2004 sprechen sich 49 Prozent der Deutschen dafür aus, offiziell zur alten Rechtschreibung zurückzukehren.

Das hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung längst getan: Im Sommer 2002 kehrt die FAZ zur alten Schreibweise zurück. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, die Tageszeitung Die Welt und die Wochenzeitung Rheinischer Merkur ziehen 2004 nach. Daraufhin lenkt der Rat für deutsche Rechtschreibung ein und nimmt seine Reformen – vor allem die reformierte Groß- und Klein- sowie Zusammen- und Getrenntschreibungen – teilweise wieder zurück.

Das Chaos ist komplett, und es bewahrheitet sich, was der Ex-Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert schon im Jahr 2000 vorhergesagt hat: „Die Art und Weise, wie Denkbürokraten die Rechtschreibung fern von jeglichem Sprachempfinden verändert haben, hat die Deutschen im Ausland blamiert. Doch jetzt die Veränderungen wieder rückgängig zu machen, wäre noch unsinniger. Dennoch hat die Aktion der FAZ etwas Gutes: Von nun an wird jeder schreiben können, wie er will.“ Genau das macht der Autor dieses Blogs, der in erster Linie leserfreundliche Texte schreiben will.

Freitag, 1. August 2008

Wer hätts gedacht, es gibt noch Karli in 0,33

Meet & greet für Verlierer.

Wenn Ihr eure Seele oder Unschuld verloren habt, hier bekommt Ihr sie
zurück!

Lustiges flaschenstapeln mit den Finnen

Lachschleife mal anders

Kamelot

...tja, trauriges Kapitel. Fans mit Ohrstöpseln und Multifunktions-
Kleidung. Und rocken tun die nicht für 10 Cent. Ensiferum davor war
einige Nummern besser.

14:50: Ozzy rutscht immer noch

14:30: Schlammrutschen mit Ozzy

Wacken 13:30 es regnet.

Donnerstag, 31. Juli 2008

Mambo Kurt

Der Orgelgott, er hats wirklich getahn. Scooter und Slayer auf der
Heimorgel. Respekt!

Der Ananasmann

Kennste einen, kennste alle!

Sturm & Drang

Eine finnische Band. Wer hätts gedacht? Ab dem Maiden Cover "fear of
the dark" hatten sie das Publikum im griff! ...die kleinen Scheisser!

Nashville Pussy

Geiler Schweinerock!

Nur für Wum

Girlschool, die Bilder aus der ersten Reihe sind leider nix geworden.
Aber war ne geile Show.

Woran merkt man das man mit Frauen unterwegs ist?

Wacken Tagebuch Tag 1

Dienstag, 29. Juli 2008

DDR - Welche DDR?


Berlin (dpa) - Nach der Veröffentlichung einer Studie über große Wissenslücken von Schülern beim Thema DDR setzen zahlreiche Politiker auf eine Bildungs-Offensive.

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Eppelmann, regte an, die Lehrpläne für den Geschichtsunterricht zu aktualisieren. «Bisher wird die Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg als eine westdeutsche und - wenn noch ein bisschen Zeit übrig bleibt - als eine DDR-Geschichte vermittelt. Mit diesem Nebeneinander muss endlich Schluss sein», sagte der CDU-Politiker der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Samstag). Nun seien die Bildungspolitiker der Länder gefordert.

Die Thüringer CDU-Landtagsfraktion forderte von den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, das vom Kultusministerium für 2009 vorbereitete «Jahr der Demokratie» zu nutzen, um ein zutreffendes DDR-Bild zu vermitteln. Durch fehlende zeitgeschichtliche Kenntnisse leide das politische Urteilsvermögen von Schülern, erklärte die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Beate Meißner, am Samstag in Erfurt. Sie forderte Lehrer, vor allem aber auch Eltern auf, «den Jugendlichen die ganze Geschichte zu erzählen».

Dazu gehöre die private, aber auch die politische Seite. «Wer über Scheinwahlen, fehlende Reisefreiheit, gleichgeschaltete Presse, Mauer und Stacheldraht, Bevormundung und Repression oder den alltäglichen Mangel und Zerfall nicht auch redet, versündigt sich an der kommenden Generation», sagte Meißner laut Mitteilung. Der Vorsitzende der Jungen Union in Thüringen, Mario Voigt, forderte im Gespräch mit dem Radiosender Antenne Thüringen einen Pflichtbesuch von Schülern im Grenzlandmuseum und anderen Gedenkstätten, die an den DDR- Unrechtsstaat erinnern. Der Eintritt in solchen Einrichtungen sollte für Schüler kostenlos sein.

Auch die hessische FDP-Landtagsfraktion sprach sich für eine Änderung der Lehrpläne aus. «Dass DDR und Stasi für Bespitzelung, Unterdrückung der Bevölkerung und in Mauerdrähten und Minenfeldern ermordete Menschen stehen, ist den meisten Schülern nicht bewusst», sagte der innenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Wolfgang Greilich, laut Mitteilung am Samstag in Gießen. Die deutsche Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg müsse stärker in den Unterricht einbezogen werden.

19 Jahre nach dem Mauerfall wissen viele Schüler aus Ost und West nur sehr wenig über die DDR: In einer am Freitag veröffentlichten Befragung wurde beispielsweise der ehemalige Bundeskanzler und SPD- Chef Willy Brandt von vielen als berühmter DDR-Politiker bezeichnet. Andere meinten, dass es unter Staats- und Parteichef Erich Honecker in der DDR demokratische Wahlen gegeben habe. Die Studie stammt vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin. Befragt wurden mehr als 5200 Jugendliche in Bayern, Brandenburg, Nordrhein- Westfalen und Berlin. Die Forscher fanden auch heraus, dass es zwischen Kenntnisstand und Urteil über die DDR einen Zusammenhang gibt: Wer wenig weiß, beurteilt die DDR positiver.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) äußerte sich besorgt über die Ergebnisse der Studie. «Die Wissenslücken mit Blick auf die jüngste Geschichte sind schon frappierend», sagte er der «Stuttgarter Zeitung» (Samstag). Auch Eppelmann äußerte sich betroffen über diese Wissenslücken und betonte: «Wir reden hier aber nicht ausschließlich von einem ostdeutschen Phänomen.» Es gebe viele Jugendliche, die sich für Politik oder Geschichte nicht interessierten. «Wir sprechen über ein generelles Problem, dem Schulen und Universitäten sehr viel mehr Aufmerksamkeit schenken müssen als bisher», sagte Eppelmann.