Montag, 2. Februar 2009

Polizei befreit "Bernd das Brot" aus Keller in Thüringen

Die zwei Meter große Nachbildung der TV-Kultfigur "Bernd das Brot" ist anderthalb Wochen nach ihrer "Entführung" in einem Kellergewölbe in Thüringen gefunden worden. Nach dem ersten Eindruck sei "Bernd" unversehrt, sagte ein Sprecher der Polizei in Weimar dem MDR. Die Figur sei durch Zufall in dem 18 Kilometer von Erfurt entfernten Ort Nohra entdeckt worden. Die Spurensicherung sei vor Ort.

Das depressive Kastenbrot ist aus dem Kinderkanal bekannt. Unbekannte hatten die Kunststofffigur in der Nacht zum 21. Januar in der Nähe des Erfurter Rathauses abgeschraubt. Im Internet tauchte kurz darauf ein Video auf, das Bernd als Geisel von Hausbesetzern zeigte, die von Räumung bedroht sind.

Der große Tag der Feuchtgebiete

Hierzulande haben Feuchtgebiete schon seit längerem Konjunktur. Das liegt aber weniger an einem klimatischen als an einem literarischen Phänomen: Charlotte Roche ist mir ihrem hygienekritischen Abgesang auf die Intimrasur seit Monaten in Deutschlands Bestsellerlisten, und ihre Lesungen sind stets ausverkauft.

Die ursprünglichen Feuchtgebiete haben mit Kommerz wenig zu tun: Sie üben eine segensreiche Wirkung aufs Weltklima aus. Feuchtgebiete binden und speichern Kohlendioxid und sorgen somit für eine Reduzierung des gefürchteten Treibhauseffekts. Daher ist die Erhaltung von Sümpfen, Mooren, Schilfkulturen, Flussauen und Wiesengründen der UNESCO besondere Anstrengungen wert, die alljährlich im Welttag der Feuchtgebiete gipfeln. Sorgen macht den UN-Experten die Bedrohung der wasserreichen Ökoreservate durch menschliche Nutzung: Wenn diese sich schon nicht komplett unterbinden lässt, sollte sie wenigstens nachhaltig sein und ein Nachwachsen der natürlichen Ressourcen ermöglichen.

Wünschen wir den Hütern des Welterbes, dass die natürlichen Feuchtgebiete wenigstens am heutigen Gedenktag stärker als die literarischen Ergüsse ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Verkehrssünder werden ab sofort stärker zur Kasse gebeten

Rasen, Drängeln und andere Verkehrssünden sind für Autofahrer von nun an deutlich teurer: Der neue Bußgeldkatalog ist in Kraft getreten. Zwar werden nicht sämtliche Verkehrssünden teurer - bei Knöllchen zum Beispiel für Falschparken bleibt alles beim Alten. Viele Bußgeldsätze für besonders rücksichtsloses oder gefährliches Verhalten verdoppeln sich jedoch.

Erhöht werden laut Bundesverkehrsministerium die Bußgelder für diejenigen Verstöße, die zu den Hauptunfallursachen zählen. Wer etwa Tempolimit oder Vorfahrt, eine rote Ampel, einen Zebrastreifen oder Bahnübergang missachtet, zu dicht auffährt oder auf der Autobahn notorisch auf der linken Spur bleibt, muss dafür künftig einen Betrag in Höhe von 70 Euro oder mehr einkalkulieren.

Doppelt so teuer wird zum Beispiel das Autofahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Dafür werden künftig schon beim ersten Verstoß 500 Euro fällig, der zweite und dritte Verstoß kosten dann 1000 beziehungsweise 1500 Euro. Auch gefährliche Überholmanöver (künftig 80 bis 250 Euro), eine unangepasste Fahrgeschwindigkeit bei Glätte oder Regen (künftig 100 Euro), das Missachten von Vorfahrt (100 Euro) oder Rechtsfahrgebot (80 Euro) sind nun noch einmal so kostspielig.

Im Verhältnis am stärksten steigen die Bußgelder für illegale Autorennen: Wer ein solches Rennen veranstaltet, wird ab sofort mit 500 statt 200 Euro zur Kasse gebeten, und wer daran teilnimmt, mit 400 statt 150 Euro.

Aber auch Raser und Drängler zahlen deutlich mehr. Wer innerorts zu viel Gas gegeben hat, muss dann mindestens 80 statt 50 Euro berappen, außerhalb geschlossener Ortschaften sind es im geringsten Fall 70 statt 40 Euro. Je nach Höhe der Tempoüberschreitung sind diese Summen bis 760 beziehungsweise 600 Euro steigerungsfähig. Drängler erwarten je nach Fahrgeschwindigkeit und Abstand Bußgelder zwischen 75 und 400 Euro, zuvor waren es noch 40 bis 250 Euro.

Bei den nun erhöhten Bußgeld-Regelsätzen bleibt es zudem nicht, wenn jemand vorsätzlich gegen Verkehrsregeln verstößt: In diesem Fall kann die fällige Zahlung laut Verkehrsministerium verdoppelt werden. So können wiederholte Trunkenheitsfahrten statt 1500 sogar bis zu 3000 Euro Bußgeld kosten.

Verkehrssünden werden dabei aber ausschließlich finanziell schärfer bestraft. Die Höhe der "Punkte" im Flensburger Verkehrszentralregister und die Anzahl eventueller Fahrverbotsmonate bleiben gleich.

Sonntag, 1. Februar 2009

Langeweile bei Kindern

…entsteht meistens nicht aus Mangel an Spielzeug oder Freunden. Experten sind der Meinung, dass Langeweile bei Kindern entsteht, wenn sie überbeschäftigt sind und plötzlich nichts mehr zu tun haben.

Samstag, 31. Januar 2009

Haialarm auf Mallorca

Im Mittelmeer leben etwa 45 Haiarten. Da ist es doch beruhigen, dass Mittelmeer-Haie nur alle 2 Jahre einen Menschen angreifen. Blöd nur, wenn Du dieser Mensch bist.

Freitag, 30. Januar 2009

Pilot fiel aus seinem Flugzeug

Am Freitag wollte der 28 jährige Chinese Bum Peng mit seiner Sportmaschine einen Rundflug über sein Heimatdorf machen. Bei Flugantritt hatte der Pilot 2,8 Promille Alkohol im Blut. So verwundert es nicht, dass er aus seinem Flugzeug fiel als er eine steile kurve geflogen ist. Sein Flugzeug fiel auf ein Reisfeld und brannte ab. Bum Peng selbst ist zum Glück nichts passiert. Mit Ausnahme von starken Kopfschmerzen (Kater o. Sturz - die Ursache ist noch unklar) bleibt ihm die Gewissheit, dass er für die Reparatur der Straße aufkommen muß.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Für den Nobelpreis offenbar nicht gut genug

„Er fiel im Oktober 1918, an einem Tag, der so ruhig und still war an der ganzen Front, dass der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden“: So endet der Roman Im Westen nichts Neues, der heute vor 80 Jahren in die Buchläden kam.

Es ist die Geschichte eines jungen Soldaten im Ersten Weltkrieg: Paul Bäumer wird von der Schulbank weg eingezogen, zusammen mit seiner kompletten Schulklasse. Alle haben sich auf Initiative ihres Lehrers freiwillig gemeldet und können es nicht erwarten, endlich Pulverdampf zu riechen. Doch der Alltag in den Schützengräben ist ernüchternd. Einer nach dem anderen kommen sie zu Tode. Am schlimmsten erwischt es Paul: Er muss so viele Kameraden sterben sehen – und darf d en Krieg am Ende doch nicht überleben.

Dem Autor Erich Maria Remarque verhalf seine Geschichte zu Weltruhm. Die Redewendung All quiet on the Western front – gleichzeitig der Titel der englischen Übersetzung – ist im angelsächsischen Sprachbereich zu einem geflügelten Wort geworden. Noch im Erscheinungsjahr wurde der Roman in 25 Sprachen übertragen; mittlerweile sind es doppelt so viele geworden. Die Zahl der weltweit verkauften Exemplare dürfte bei annähernd 20 Millionen liegen. Den Nobelpreis heimste 1929 jedoch ein anderer Deutscher ein, für einen Roman, den er 28 Jahre zuvor veröffentlicht hatte. Es war Thomas Mann mit seinen Buddenbrooks. Verstehe einer das Stockholmer Komitee: Auch in den Jahren danach ging Erich Maria Remarque bei jeder Literaturnobelpreisverg abe leer aus.

Freitag, 23. Januar 2009

Der Katastrophenglücksfall von Alesund

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die eine Katastrophe auslösen, und gelegentlich sind es Katastrophen, die sich in einen Glücksfall verwandeln. Einen solchen Katastrophenglücksfall erlebte die westnorwegische Hafenstadt Alesund heute vor 105 Jahren.

Zunächst fiel in einer Margarinefabrik eine Petroleumlampe um. Das durch das Fett gut genährte Feuer fraß sich nicht nur durchs Firmengelände, sondern legte sämtliche 850 Holzhäuser der Alesunder Innenstadt in Schutt und Asche. 10 000 Einwohner waren in einer Nacht obdachlos geworden. Zum Glück hatte Norwegen und vor allem die pittoreske Westküste des Landes einen großen Liebhaber im Ausland. Der hieß Wilhelm und war gleichzeitig Kaiser des Deutschen Reiches.

Als er von dem Unglück erfuhr, entsandte er sofort ein Schiff mit Lebensmitteln und Medikamenten in die Stadt, in der er häufig seinen Urlaub verbracht hatte. Drei weitere mit Baumaterial beladene Transportkähne schickte er hinterher. Sämtliche Kosten bestritt der Monarch aus seiner Privatschatulle. Es folgte der Wiederaufbau eines kompletten Stadtzentrums im Jugendstil, weshalb Alesund heute von nicht wenigen Reiseführern als schönster Ort Norwegens bezeichnet wird.

Der letzte deutsche Kaiser ist den Norwegern in weitaus besserem Gedächtnis geblieben als den Weltkriegsverlierern seines Heimatlandes. Zum Dank haben sie in Alesund die größte Straße der Innenstadt nach Wilhelm II. benannt. Bestimmt wird dort auch in vier Tagen, am 27. Januar, der 150. Geburtstag des letzten deutschen Kaisers gefeiert.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Wum & Mareike

Sorry Wum, musste sein.

Die Currywurst wird 50


Es war ein verregneter Abend im September 1949, vier Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, und Herta Heuwer stand sich in ihrem alten Imbisswagen im amerikanisch besetzten Teil von Berlin, im Westen der Stadt, die Beine in den Bauch.



„Es goss kleene Kinderköppe, keen Mensch war in meiner Bude. Aus Langeweile rührte ich Gewürze mit Tomatenmark zusammen, und es schmeckte herrlich“, erzählte die Geschäftsfrau. Wer hätte ahnen können, dass in diesem Moment ein Nationalgericht entstand? Herta Heuwer hatte die Currywurst erfunden.

Knapp zehn Jahre später, am 21. Januar 1959, ließ sie ihr Saucenrezept unter der Nummer 721319 beim Münchner Patentamt als Marke eintragen. Der Name „Chillup“ stand für die Kombination aus Chili und Ketchup. Das genaue Rezept blieb Heuwers Geheimnis. Doch ihre Idee, eine einfache Brühwurst in einer würzigen Tomatentunke zu servieren, verbreitete sich in ganz Deutschland. Ob die Berlinerin wirklich die Erfinderin der Currywurst war oder ob die Kombination nicht doch in Hamburg oder im Ruhrgebiet zuerst entdeckt wurde, ist bis heute umstritten.

Fest steht: Heute, nach 50 Jahren, ist die Currywurst die Nummer eins an Deutschlands Imbissständen. Trotz Döner, Asia-Snacks und Sushi: „Currywurst und Pommes rot-weiß finden sich nach wie vor am häufigsten auf den Speisekarten der Schnellgastronomie“, sagt der Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts CHD Expert, Thilo Lambracht. Rund 800 Millionen Currywürste werden in Deutschland jedes Jahr gefuttert, 70 Millionen davon allein in Berlin. In der Autostadt Wolfsburg geht eine VW-eigene Currywurst über den Tresen, die in der Region legendär ist sich angeblich mindestens so gut verkauft wie der VW Golf.

Bei Konnopke im Prenzlauer Berg in Berlin stehen schon morgens um sechs die ersten Arbeiter für die Wurstschnitzchen an. Der Imbiss unter der Hochbahn an der Schönhauser Allee gilt als der älteste und beste der Stadt. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder soll hier schon seine Wurst verdrückt haben, ebenso wie der bekannteste Hobbykoch Deutschlands, Talkmaster Alfred Biolek, und Fernsehkoch Tim Mälzer. Überhaupt gehört die Currywurst zum öffentlichen Programm der Prominenz: Politiker zeigen sich gerne beim Biss in die Brühwurst und stellen so ihre Volksnähe unter Beweis.

Denn ursprünglich galt die Currywurst als das „Steak des kleinen Mannes“ - eine massentaugliche Variante des Steaks mit Ketchup, das die amerikanischen Besatzungssoldaten so gerne aßen und das in den 40er und 50er Jahren in Deutschland völlig unbekannt war. Nicht umsonst ist Konnopkes Stand in Berlin nur wochentags von sechs Uhr morgens bis acht Uhr abends geöffnet und bleibt sonntags geschlossen: Die Currywurst ist ein Essen für ehrliche Arbeiter und für Menschen, die fest im Alltag stehen.

„Kommste vonne Schicht, wat schönret gibbet nich als wie Currywurst“, sang Herbert Grönemeyer in den 80ern. Der hemdsärmelige „Tatort“-Kommissar Schimanski ernährte sich von der Currywurst, und seine Kölner Kollegen Ballauf und Schenk haben schon so manchen Fall an ihrer Stamm-Wurstbude am Rhein gelöst. In seiner Novelle „Die Entdeckung der Currywurst“, deren Verfilmung derzeit im Kino läuft, setzte Uwe Timm den Frauen ein Denkmal, die nach dem Krieg einen Großteil des Wiederaufbaus leisteten.

Mittlerweile bekennen sich auch Gourmets und gehobene Schichten zu dem traditionellen Arbeiteressen. In Hamburg gibt es „Currywurst de Luxe“ aus Rehfleisch oder mit Wasabi und Apfelstückchen gefüllt. Auf dem Kollwitzmarkt im Berliner Prenzlauer Berg werden „Currywurst und Schampus“ kredenzt, und vor dem KaDeWe am Wittenbergplatz stammt das Wurstfleisch aus artgerechter Tierhaltung - vom Frittieröl bis zur Sauce ist alles Bio. In Berlin ist die Currywurst derart präsent, dass eine Privatinitiative ihr sogar ein Museum widmen will. Die Verhandlungen dauern allerdings noch an.

Dienstag, 20. Januar 2009

Dreijähriger Adolf Hitler kommt ins Heim

Jetzt greifen die US-Behörden durch: Ein dreijähriger Junge aus New Jersey, den seine Eltern Adolf Hitler genannt haben, kommt in staatliche Fürsorge. Auch seine beiden Schwestern befinden sich inzwischen in offizieller Obhut.

Easton - Beamte holten Adolf Hitler Campbell, 3, und seine Schwester Joycelynn Aryan Nation und Honszlynn Hinler Jeannie von zu Hause ab, wie ein Polizist dem TV-Sender Fox News sagte. Eine Mitarbeiterin des Jugendamts wollte den Grund für die Maßnahme allerdings nicht mitteilen.

"Ich habe mit der Familie seit Jahren zu tun. Was die Kinder anbelangt, sind mir keine Berichte von Missbrauchsfällen bekannt", sagte ein Polizist dem Sender. Die Eltern sollen zu der Maßnahme demnächst vor Gericht angehört werden.

In einem Supermarkt im US-Bundesstaat New Jersey hatte der Vater, der 35-jährige Heath Campbell, im vergangenen Dezember ganz unbedarft eine Torte mit dem Namenszug seines Sohnes bestellt.

"Adolf Hitler" in Sahnelettern auf ihren Backwaren zu sprühen, war für den Leiter der Konditorei des Greenwich ShopRite eine ebenso geschmacklose wie unmögliche Idee. Er lehnte den Auftrag ab. Wenig später griff eine Lokalzeitung das Thema auf.

Auch in Deutschland war im vergangenen Jahr ein ähnlicher Fall bekanntgeworden.

Naja, in einem Land, das einen halb-analphabetischen Ex-Alki zum Präsidenten macht, das in den Schulen die Evolutionstheorie durch die Schöpfungsgeschichte ersetzt, und eine unerreichte Doppelmoral bietet (ich könnte diese Aufzählung noch laaaaaange fortsetzen), wundern mich solche Auswüchse ehrlich gesagt langsam nicht mehr. Wer Dummheit sät, wird absolute Volltrottel ernten.

Was ist der Unterschied zwischen Limone und Limette?

Limone ist der ältere Begriff für die Zitrone, Citrus limon irrtümlicherweise wird heutzutage oft die Limette als Limone bezeichnet. Dagegen ist die Limette eine andere Frucht. Sie ist meist eine Persische Limette oder Tahiti-Limette. Die Limette ist auch eine Zitrusfrucht.

Montag, 19. Januar 2009

»Die Apple-Story«

imagen-tv: der Nachrichtensender bringt »Die Apple-Story« im Vorgriff auf ein wichtiges Datum am 24. Januar....:



image

Samstag, 17. Januar 2009

Als Eltern noch um Verständnis gebeten wurden

„Guten Tag, liebe Beat-Freunde. Nun ist es endlich soweit. In wenigen Sekunden beginnt die erste Show im Deutschen Fernsehen, die nur für Euch gemacht ist“, begrüßte Wilhelm Wieben die jugendlichen Zuschauer der ersten Beat Club-Sendung. Für die besorgten Eltern schob der spätere Tagesschau-Sprecher gleich eine Erklärung hinterher: „Sie aber, meine Damen und Herren, die Sie Beat-Musik nicht mögen, bitten wir um Ihr Verständnis: Es ist eine Live-Sendung mit jungen Leuten, für junge Leute. Und nun geht's los!“ Und wie es losging! Jimi Hendrix trat dort auf, The Who, Deep Purple, Black Sabbath und so ziemlich alles, was in der Rockmusik Rang und Namen hatte.

Am 25. September 1965 wurde die erste Sendung live ausgestrahlt. Bis Dezember 1972 folgten 82 weitere. Alle wurden von Uschi Nerke moderiert, die den richtigen Draht zu Musikern und Publikum fand und auch gutes Englisch sprach. Die diese Woche Mittwoch vor 65 Jahren Geborene durfte auch durch die Nachfolgesendung, den Musikladen, führen. Dabei wurde sie wie schon im Beat-Club von einem männlichen Co-Moderator unterstützt. Eine Entschuldigung bei den Eltern war angesichts der neuen, deutlich zahmeren Sendung nicht mehr nötig. Oder die Senioren waren inzwischen altersmilde geworden … 1980 wurde dann auch der Musikladen eingestellt.

Heute moderiert Uschi Nerke ihre eigene Radiosendung, die jeden Samstag von 13 bis 15 Uhr auf Radio Bremen 1 ausgestrahlt wird. Der Titel lautet natürlich: Beat Club.

Freitag, 16. Januar 2009

Boozed News!

Und diesmal mit den V8-Pissern! Pommesgabeln hoch!

Hier noch ein paar Impressionen:

Gefahrene Kilometer: 2820 km, Kosten Fähre: 110,- Euro hin, 276,- Pfund (306,- Euro) zurück, Frühstück: 7,35 Pfund (all you can eat).



Besonderer Dank an: wa wen als 1stes wohl? Genau! Schatzi! ;-) und dann: das gute Sony Navi mit der lasziven Stimme die uns so gern an der Nase herumgeführt hat, mein heiß geliebtes iPhone, t-Online web'n'walk Roaming DayPass, Mc Donalds, Burger-King, PremierInn, P&O Ferries, allen netten Engländer(n) und -innen "U bought a fucking bargain!", How i´m driving? Call 0800-FUCKU!, Fucking Fuck!, "do you want porridge to your breakfast? Würg!!!), Costa Coffee, und alle die ich vergessen habe (besonders die, die die Stellung gehalten haben während wir unterwegs waren!)



Suchbild, was fehlt hier?:













Nein, es hat nicht gereicht!

Irgendwo in Holland war es dann soweit, nach ungefähr 100 passierten Brücken und Unterführungen verabschiedete sich das Aussengehäuse des Mercury 225 PS V6 Aussenborders. Ein paar Sekunden vorher haben wir schon gerätselt was uns das Verkehrsschild mit der Angabe "4 m" wohl sagen will ;-)



Aber nichts weiter passiert, der Mast für´s Wasserski laufen hat ein paar Abschürfungen an der Spitze und das Gehäuse des Aussenborders ist hin. Alle weiteren Hindernisse waren hoch genug und wir waren froh, das alle Gemeinden die wir passiert haben schon die Weihnachtsdeko abgehängt hatten.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Nur für Claudia ;-)

E-Klasse kommt auch mit

Boot geladen

Damit ihr mal wieder lästern könnt... ;-)

Hormon veranlasst Frauen zum Fremdgehen

Austin/London (dpa) - Ein weibliches Sexualhormon lässt manche Frauen häufiger fremdgehen. Frauen mit einer hohen Östradiol-Konzentration gaben in einer US-Studie mehr Affären zu als solche mit niedrigen Werten.

Zudem erschienen erstere attraktiver und hatten mehr feste Partner im Laufe ihres Lebens. Das berichtet die Psychologin Kristina M. Durante im Fachjournal «Biology Letters» der britischen Royal Society.

Die Wissenschaftlerin an der Universität von Texas in Austin hatte bei 52 Frauen die Konzentration des Östradiol gemessen. Dieses wichtige Östrogen sorgt unter anderem für die Fruchtbarkeit. Es erreicht Spitzenwerte um den Eisprung herum und in der Mitte der zweiten Zyklushälfte. Zu diesen Zeiten entnommene Speichelproben zeigten: Frauen mit besonders hohem Östradiolwert schätzen sich attraktiver ein, und sie erscheinen auch Männern als besonders anziehend. Zudem neigten diese Frauen zu Flirts und zum Fremdgehen. Allerdings war die Zahl der «One-Night-Stands» bei Frauen mit hohem Östradiol-Spiegel nicht generell erhöht.

Die Studie zeigt nach Meinung der Wissenschaftlerin, dass physiologische Abläufe im Körper das weibliche Werbungsverhalten stärker steuern als bislang angenommen. Einer These zufolge wirken Frauen evolutionsbedingt besonders in den Tagen des Eisprungs anziehend auf Männer, weil sie bestimmte Signale der Fruchtbarkeit aussenden.

Los geht's

13:30 Uhr; E-Klasse ist geladen, MAN ist vollgetankt, es geht los in
Richtung Bristol

Frühstück

Trotz 1 Stunde Zeitverschiebung hat's gestern nicht mehr für'n Pub
gereicht. Wer kann auch schon ahnen, das die hier schon um 23 Uhr
schließen ;-)

Sind gestern noch bis Leicester gekommen und haben im Premier Inn
übernachtet. Fahren jetzt die letzten 200 km bis Manchester.

Dienstag, 13. Januar 2009

Montag, 12. Januar 2009

Reif für die Insel!

Es ist soweit! Schnell noch einen Kaffee in den Kopf, dann geht es los.

Ziel des 3-Tages Trips: Rochdale bei Manchester. Gute 1200 km entfernt von meinem Lebensmittelpunkt in der Lüneburger Heide.



Ein MAN 8163 aus 95 mit Hebeplateau soll´s werden. Ebay hat das gute Stück für 3.800 Pfund (knapp 4.300 Euro) ausgespuckt. Rechtslenker versteht sich.



Die Planung: Abfahrt Richtung Calais, mit der Fähre nach Dover übersetzen, Übernachtung im Pub, weiterfahrt nach Rochdale, das Transportmittel auf den Abschlepper werfen, weiterfahrt nach Bristol, nochn Boot laden, noch einmal übernachten und wieder ab mit der Fuhre Richtung Heimat!

Die HO´s haben ausgespielt


Hiermit verabschieden wir uns nach fast 2 Jahren vom Spiel und wünschen allen anderen Gamern noch viel Spaß und Hoffnung!

Mittwoch, 7. Januar 2009

Nein, das hat er nicht gesagt

„Zitate sind fehlerhaft wiedergegebene Worte eines anderen“: Diese Einschätzung des amerikanischen Schriftstellers Ambrose Bierce ist ein gutes Jahrhundert alt – und wird immer wieder bestätigt. Zuletzt beim Tod des Schauspielers Horst Tappert: Dessen Leibrolle war der Titelheld der in aller Welt beliebten Krimiserie Derrick. Sein berühmtester Ausspruch, mit dem Derrick/Tappert gerne zitiert wurde lautete: „Harry, hol' schon mal den Wagen.“ In Wirklichkeit – das können alle bezeugen, die sämtliche 281 Folgen der Serie gesehen haben – ist dieser Satz nie gefallen.

Es gibt noch andere berühmte Worte, die nie so gefallen sind, wie sie zitiert werden. Ein Beispiel ist Martin Luthers „Hier stehe ich und kann nicht anders!“ Das Schlusswort, mit dem der Reformator den Widerruf seiner Thesen ablehnte, endete mit den Sätzen: „Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist. Gott helfe mir, Amen.“ Treue Leser dieses Newsletter wissen das.

Ein weiters berühmtes Zitat, das einer strengen Überprüfung niemals standhalten würde, stammt angeblich von Galileo Galilei: „Und sie bewegt sich doch!“ hat dieser nie gesagt. Musste er auch nicht: Niemand, auch nicht der Papst, hatte ihn aufgefordert, dem von ihm verfochtenen kopernikanischen Weltsystem abzuschwören. Dies tat er freiwillig; ob aus Angst vor irgendwelchen Folgen, ist nicht geklärt. Auch der Satz „Ich glaube nur an Statistiken, die ich selbst gefälscht habe“, stammt nicht wirklich von Winston Churchill. Der britische Premierminister war ein großer Freund von Statistiken und arbeitete gern mit Zahlenmaterial.

Montag, 5. Januar 2009

Krise als Chance?

Das neue Jahr ist angebrochen, und ich hoffe, ihr seid gut rübergekommen. Doch wie wird es in den nächsten Monaten weitergehen? Folgt man den Prognosen der Wirtschaftsweisen und Finanzgurus, erwartet uns nichts Gutes. Von einer Krise ist die Rede, sogar von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Nun, zuvor wurden uns auch goldene Zeiten vorhergesagt mit einem Leben in nie dagewesenem Wohlstand.

Die Wahrheit liegt diesmal nicht wie so oft in der Mitte, sondern in dem, was wir daraus machen – auch wenn der vorgegebene ökonomische Rahmen manchmal sehr enge Grenzen setzt. Ich persönlich halte es mit Max Frisch. Der Schweizer Schriftsteller sah die Krise als durchaus produktiven Zustand, ihr müsse nur der Beigeschmack der Katastrophe genommen werden. Die Chinesen sehen das übrigens ähnlich. Deren Sprache kennt für „Krise“ und „Chance“ denselben Ausdruck: wei ji. Das bedeutet sowohl „Gefahr“ als auch „Gelegenheit“.

Abschließen möchte ich den heutigen Beitrag mit einem Bonmot von Frischs Kollegen Erich Kästner: „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.“ Ihr seht, die Zukunft hält für jeden von uns etwas bereit. Ich wünsche euch, dass ihr im kommenden Jahr 2009 stets das Richtige aufgreift.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Koffein wirkt auf Männer stärker als auf Frauen

Auf Männer hat Koffein offenbar eine stärkere Wirkung als auf Frauen. Das hat eine spanische Studie ergeben, die den Einfluss der Substanz auf junge Menschen beider Geschlechter untersucht hat. An der Universität von Barcelona haben 668 Studenten im Namen der Wissenschaft Espresso mit 100 mg Koffein getrunken. Jeweils vor und nach dem Konsum des Heißgetränks ist unter anderem die Aufmerksamkeit der Probanden überprüft worden. Außerdem fanden die Tests zu verschiedenen Zeiten statt. Einige Durchläufe fanden in der Zeit zwischen elf Uhr morgens und ein Uhr mittags statt, andere später am Tag zwischen 16 Uhr und 18 Uhr. Zwar hat das koffeinhaltige Getränk auf beide Geschlechter eine anregende Wirkung ausgeübt, aber bei den männlichen Versuchsteilnehmern war diese stärker ausgefallen.

Auch wollten die Forscher wissen, wie sich entkoffeinierter Espresso, der nur fünf Milligramm Koffein enthält, auf die Probanden auswirkt. Sie zeigten eine geringe Steigerung ihrer Wachsamkeit, die allerdings bei den weiblichen Teilnehmern stärker ausfiel als bei den Männern. Ob es sich dabei um einen Placebo-Effekt handelt, ist bislang nicht klar. Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Zeitschrift "Progress in Neuro-Psychopharmacology & Biological Psychiatry" veröffentlicht worden.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Freunde sind Engel,
die uns auf die Beine helfen,
wenn unsere Flügel vergessen haben, wie man fliegt...

Freitag, 19. Dezember 2008

Wicküler vor Oettinger

Wen wundert´s? Aber seht selbst:

2,25 Schneider Weisse Aventinus 8,0% stark malziger, dunkler Weizendoppelbock
2,75 Wicküler Pilsener 4,9% Eine klare Sache: hopfenbetont, herb, würzig.
4,25 Oettinger Pils 4,7% kein Gourmetbier

http://www.bierclub.net/bierlisten/bierrangliste.htm

Peter Serafinowicz: Mactini

The Peter Serafinowicz Show Xmas Special bei BBC 2 präsentiert:

Strumpf vs Socke

Das hat historische Gründe, da ein Strumpf und eine Socke einst unterschiedliche Kleidungsstücke waren. Die Socke war ein Stofffetzen im Schuh, der Strumpf eine Art Wadenwärmer, also wie ein Schlauch oben und unten offen. Erst mit verfeinerten Stricktechniken und besseren Materialien war es möglich diese beiden Kleidungsstücke zu verschmelzen. Noch heute neigt man eher dazu, unter einem Strumpf etwas Längeres zu verstehen als eine kurze Socke.

Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du...

Mahatma Gandhi

eig. Mohandas Karamchand Gandhi

ind. Rechtsanwalt, Staatsmann u. Reformer
1869 - 1948

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Ein Hit, der nicht Wahlkampfschlager werden durfte

Endlich wird ein Rockmusiker so alt, wie er schon seit Jahren aussieht: Keith Richards darf heute seinen 65. Geburtstag feiern. Als Rolling Stones-Gitarrist und – gemeinsam mit Sänger Mick Jagger – Liederschreiber und Produzent gehört er der vielleicht erfolgreichsten Rockband der Welt an. Zumindest als Komponist von Welthits wurde das Duo Richards/Jagger nur noch von den beiden Beatles John Lennon und Paul McCartney übertroffen.

Seit 1962 steht Richards mit den Stones immer wieder auf der Bühne, und ein Ende ist nicht abzusehen. Dabei muss man dem Mann mit dem Gesicht, das jedem Karikaturenmuseum zur Ehre gereichen würde, eine erstaunliche körperliche Fitness zugestehen – trotz einer zeitweiligen Heroinabhängigkeit und jeder Menge anderer im Lauf der Karriere konsumierter Drogen. Sein Instrument hat Richards im Gegensatz zu vielen Kollegen, die gerade mal die Gitarre halten können, immer schon beherrscht.

Zwar hatten die Stones ihren musikalischen Höhepunkt in der Zeit zwischen 1967 und 1972, doch gelangen ihnen auch danach immer wieder große Hits. Einen davon wollte CDU-Generalsekretär Volker Kauder 2005 zum Wahlkampfschlager machen, da sein Titel fast so klang wie der Vorname von Bundeskanzlerin Merkel. Doch als Richards und Jagger davon erfuhren, verboten sie den Gag: Das Bild von bemüht zu Angie-Klängen klatschenden Krawattenträgern hätte dem in unzähligen Exzessen erworbenen Rocker- und Rebellenstatus der Band schwersten Schaden zugefügt.

Kekse vs Plätzchen

Als PLÄTZCHEN (Diminutiv von mundartlich Platz, „flach geformter Kuchen“), in Süddeutschland Platzerl, Brötle, Gutsle, Läuble, in der Schweiz Güezi, Guetsli oder Chrümli genannt, bezeichnet man allgemein süßes Kleingebäck wie Kekse, Konfekt und ähnliches. Plätzchen sind auch ein beliebtes Weihnachtsgebäck.

In Österreich werden Plätzchen in der Regel als Kekse (gesprochen: Käggs) bezeichnet.

KEKSE (im 20. Jahrhundert aus cakes, dem Plural von engl. cake = Kuchen entlehnt) sind kleine, haltbare, ursprünglich englische Gebäckstücke. Sie werden traditionell zu Kaffee oder Tee serviert und sind auch als Reiseproviant beliebt.

Sie bestehen meist nur aus wenigen, einfachen Zutaten wie Mehl, Zucker, Fett, Aromastoffen, Salz und Eiern und sind von mürber Konsistenz.

In Deutschland bekannt wurden Kekse vor allem durch den seit 1889 von der damaligen Hannoverschen Cakes-Fabrik H. Bahlsen hergestellten Leibnizkeks, der anfangs noch cakes genannt wurde.

Und Bahlsen äußert sich zu der Frage auch sehr schwammig, es gibt eigentlich keinen Unterschied zwischen Keksen und Plätzchen, sondern es ist hauptsächlich die Wortherkunft, allerdings hat man sich mittlerweile angewöhnt, zu feineren Keksen mit Verziehrungen und feinen Zutaten in der Weihnachtszeit Plätzchen zu sagen, die Gebäckteile die man übers Jahr nascht bleiben die Kekse....

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Besitzen Sie noch Ihr Starterkit?

Heute vor 7 Jahren wurden in allen EU-Staaten, die zum 1. Januar 2002 den Euro einführten, so genannte Starterkits ausgegeben. Das waren zugeschweißte Plastikbeutel mit mehreren Exemplaren der neuen Münzen – von 1 Cent bis 2 Euro.

In Deutschland betrug der Wert eines solchen Päckchens 10 Euro 23. Dafür musste man am Bankschalter einen Zwanzigmarkschein hinlegen. In den Niederlanden wurde den Bürgern ein Beutelchen sogar geschenkt. Allerdings fand sich nur jeweils eine der neuen Münzen darin, sodass der Wert des Päckchens 3 Euro 88 betrug. Nur der Vatikan zeigte sich ähnlich großzügig und gab einen Satz der acht neuen Münzen gratis an seine Untertanen ab. In allen anderen der künftigen Euroländer mussten die Starterkits käuflich erworben werden.

Das sollte sich allerdings als eine lohnende Investition erweisen. Wer heute noch ein ungeöffnetes Original-Starterkit besitzt, darf auf einen Sammlerwert bis zu 150 Euro hoffen. Zwar nicht für das deutsche Startpaket – dafür war die Auflage von 53,5 Millionen zu hoch – aber doch für das finnische: In dem schwach besiedelten Nordland kamen gerade mal eine halbe Million Starterkits auf den Markt. Ähnlich erfolgreich könnten sich die Ende letzten Jahres herausgegebenen Eurosets aus Malta und Zypern mit Auflagen von 333 000 beziehungsweise 250 000 entwickeln. Oder dasjenige der Slowakei: Das Münzpaket des 5-Millionen-Volks, das zum 1. Januar der Eurozone beitritt, ist seit dem 1. Dezember zu haben. Auflage: 1,2 Millionen.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Mache dich nicht so wichtig...
es gibt größere Zwerge als du einer bist...

John Knittel

schweiz. Schriftsteller
1891 - 1970

Montag, 15. Dezember 2008

Befragung ohne Schnüffelei

Wie viele Menschen leben in Deutschland? 82,44 Millionen, sagt die Statistik von 2005. In Wirklichkeit, schätzt die Bundesregierung, dürften es 1,3 Millionen weniger sein, denn die vorliegenden Zahlen sind hoffnungslos überaltert. Gewissheit, sagt Wolfgang Schäuble, bringt nur eine neue Volkszählung. Für den Innenminister ist der geplante Zensus eine lohnende Investition, liefert er doch zuverlässige Daten zur Planung neuer Programme in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

Allerdings kann eine solche Volkszählung auch mal in die Hose gehen. Zuletzt geschah dies vor 25 Jahren: Am 15. Dezember 1983 erklärte der in Karlsruhe ansässige höchste deutsche Gerichtshof den damals von der Kohl-Regierung geplanten Zensus für verfassungswidrig. Zu wissbegierig waren die Fragen auf den Bögen der mehr als 100 000 Zähler, die jeden einzelnen Haushalt aufsuchen sollten. Dadurch sahen die Obersten Richter die Grund rechte verletzt.

Besonders unangenehm war den Datenschützern – in kürzester Zeit hatten sich Dutzende Bürgerinitiativen gebildet – die ausgelobte Kopfprämie aufgestoßen: Für jeden bislang nicht gemeldeten Deutschen sollten den Fahndern – pardon: Zählern – zwei Mark fünfzig, für jeden nicht ordnungsgemäß sich im Lande aufhaltenden Ausländer sogar fünf Mark ausgezählt werden.

Auf solche Spürmaßnahmen will Schäuble in der neuen Erhebung verzichten. Sie soll 2011 stattfinden; nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU. Bis dahin wird wohl noch viel über die Inhalte der zu verteilenden Fragebögen diskutiert werden. Hausbesuche von Zählern schließt die Bundesregierung diesmal von vornherein aus.

Freitag, 12. Dezember 2008

Jedem seine ganz eigene Lucia?

Morgen ist es wieder so weit: Dann wird in allen schwedischen Familien das Luciafest gefeiert. Und nicht nur in den Familien! Auch Betriebe, Büros, Schulklassen und Vereine wählen ihre ganz eigene Lucia. Das Mädchen – oder auch die Frau – im weißen Gewand, mit einem Lichterkranz im Haar und einer breiten roten Seidenschärpe um die Taille, serviert anschließend auf einem Tablett Kaffee, selbstgebackene Lussebulle und Pfefferkuchen.

Manchmal, schreibt das Internetportal www.swedengate.de, gibt es dazu auch einen Glögg, laut Selbstbeschreibung auf der Flasche ein „Winterheißgetränk aus Rotwein-Kornschnaps-Zucker-Gewürzen“. Die Pulle habe ich mit bereits besorgt. Fehlt nur noch eine Lucia, die sie mir serviert und öffnet. Das hätte er gern, der alte Chauvi, würden Sie jetzt vermutlich gern einwenden. Stimmt, würde ich entgegnen, und Rosinen und geschälte Mandeln gehören auch noch dazu. Soll ich die etwa selber knacken und pellen? Nun ja, kommt Zeit, kommt Glögg.

Am besten finde ich eh' das Etikett: Darauf prangt ein kapitales Schaufeltier, eingerahmt von der Aufschrift „Elch-Trunk®“.

Russischer Geschäftsmann beansprucht Augenzwinker-Smiley

Moskau (AP) Ein russischer Geschäftsmann hat sich das international gebräuchliche Zeichen für ein augenzwinkerndes Lächeln markenrechtlich schützen lassen. Die Zeichenfolge ;-) wird weltweit in E-Mails oder SMS-Mitteilungen verwendet.

Oleg Teterin, Chef der in der Mobilfunkwerbung tätigen Firma Superfone, sagte am Donnerstag, die russische Patentbehörde habe ihm das Markenrecht an diesem Emoticon zugeteilt. Allerdings wolle er seine jetzt erworbenen Ansprüche nur bei Unternehmen durchsetzen, nicht beim privaten Gebrauch des Augenzwinker-Smileys. Der Zeitung «Kommersant» sagte Teterin, Unternehmen könnten das Zeichen weiter verwenden, wenn sie bereit seien, eine jährliche Lizenzgebühr bei ihm zu entrichten.

Allerdings will der findige Unternehmer nicht nur die Zeichenfolge aus Semikolon, Bindestrich und geschlossener Klammer für sich beanspruchen. Da ähnliche Emoticons wie :-) kaum von seinem Markenzeichen zu unterscheiden seien, könnte deren Verwendung ebenfalls seine Ansprüche tangieren, sagte Teterin.

Andere russische Internet-Unternehmer reagierten auf den Vorstoß mit einem klaren >:( - dem Zeichen für verwunderte bis wütende Verärgerung. Man stelle sich nur vor, dass der nächste clevere Geschäftsmann die Markenrechte für die 33 Buchstaben des russischen Alphabets erwerbe, sagte Alexander Manis, Direktor einer Breitband-Internetfirma dem Fernsehsender NTW und fügte hinzu: «Das ist absurd.»


Mittwoch, 10. Dezember 2008

Zitat des Tages

Narren lernen, wenn sie lernen, auf eigene Kosten...
Der Weise lernt meist auf Kosten der Narren...

aus Brasilien

Tag der Menschenrechte

Der Tag der Menschenrechte wird am 10.Dezember begangen und ist der Gedenktag zur Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der UN verabschiedet worden ist.

Menschenrechtsorganisationen wie amnysty international nehmen diesen Tag jedes Jahr zum Anlass, die Menschenrechtssituation weltweit kritisch zu betrachten und auf aktuelle Brennpunkte hinzuweisen.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen verteilt alljährlich den Menschenrechtspreis an diesem Tag.

Das Europäische Parlament verleiht um diesen Tag jährlich den Sacharow-Preis.

In Deutschland ist, wie durch Umfragen bekannt wurde, den wenigsten Bürgern der Tag der Menschenrechte ein Begriff. Sowohl in Österreich als auch der Schweiz finden am Menschenrechtstag jedes Jahr zahlreiche Aktionen statt.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Die Maus wird 40

Heute vor 40 Jahren, am 9. Dezember 1968, stellte Douglas C. Engelbart auf einer Konferenz in San Francisco dem staunenden Publikum das Ergebnis eines Projekt zur besseren Mensch-Computer-Interaktion vor: die Maus.



Die große Zeit der Computermaus begann aber erst in den Achtzigerjahren mit der Markteinführung der Apple Lisa mit einer mausbedienten grafischen Benutzeroberfläche.

Montag, 8. Dezember 2008

Armer Teufel, tasmanischer!

Das Echo auf den Tasmanischen Teufel ist geteilt. Die einen finden ihn putzig wegen seines schönen schwarzen Fells und seiner draufgängerischen Art. Andere fühlen sich von seinem nächtlichen Geheul und seinem Fressverhalten – vorzugsweise ernährt er sich von Aas, aus dem er gierig riesige Stücke reißt – abgestoßen.

Letzteres birgt eine weitere, viel größere Gefahr. Der Aasverzehr ist verantwortlich für die Infektion mit einem Virus, das der Tasmanische Teufel bei der Paarung auf seine Artgenossen überträgt: Auch bei der Vermehrung geht es lebhaft und nicht ohne tiefe Schrammen zu, denn das gegenseitige Sich-ins-Gesicht-Beißen gehört zum Ritual. Das Resultat ist frustrierend: Im letzten Jahr ist die Teufel-Population auf der größten australischen Insel Tasmanien um zwei Drittel von einst 150 000 auf aktuell 50 000 zurückgegangen. Doch gibt es Hoffnung für die beißwütigen, dackelgroßen Tiere.

Immunologen von der Universität Hobart haben herausgefunden, dass ein Teil der Teufel virenresistent ist. Nun gilt es, diese aufzuspüren und ihnen den körpereigenen Abwehrstoff abzuzapfen. Daraus soll ein Präparat hergestellt werden, das anderen bislang nicht resistenten Tieren eingeimpft werden kann. In Laborversuchen hat dies bislang funktioniert. Für Menschen ist ein Biss des Tasmanischen Teufels übrigens ungefährlich: Das Virus wird nur artintern übertragen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

GWAR bestätigt auf dem 20. Wacken! Schönschön!

1000 Hurricane thoughts Part V

Wenn man Trockeneis schmilzt, kann man darin schwimmen ohne nass zu werden?

Im Dezember 1969 hatte der Film "Easy Rider" Erstaufführung in Deutschland

Hier ein kurzer Überblick über die Handlung:


Nachdem die zwei Hauptpersonen des Films (erst später als Wyatt und Billy identifiziert) vermutlich in Mexiko ein weißes Pulver (Kokain) erworben und in den Batterien von kleinen Zweitakt-Geländemaschinen (Enduros) in die USA eingeschmuggelt haben, verkaufen sie, unter ohrenbetäubendem Lärm in der Einflugschneise eines Flughafens in Los Angeles, das Pulver wiederum gegen eine größere Geldsumme an einen im Rollys-Roce vorfahrenden Verbindungsmann.

Zu den Klängen von Steppenwolfs " The Pusher“, in dem Drogengroßhändler als Monster bezeichnet werden, versteckt Wyatt die Dollarnoten zusammengerollt in einem Schlauch im Tank seines Motorrads, das in den Farben derFlagge der USA lackiert ist. Die Harley-Davidson-Motorräder aus den 1950er Jahren der beiden sind radikal umgebaute California Style - Chopper, die besonders durch lange Vorderradgabeln, tiefe Sitzposition und hohe Lenker (sog. "Apehanger") auffallen. Mit einem harten Schnitt setzt Steppenwolfs „Born to be Wild“ ein, zu den Fahr-Szenen der Eröffnungssequenz, die das Lied zur „Motorradfahrer-Hymne“ gemacht haben. Während die beiden noch fröhlich über dieColorado-Brücke nach Arizona einreisen und einige andere Szenen am Wegesrand passieren, werden sie abends durch einen Motel-Besitzer abgewiesen und müssen am Lagerfeuer kampieren.

„Auf der Suche nach Amerika“ fährt das Duo ostwärts, nachNew Orleans zum Mardi-Gras-Karneval. Dabei erleben sie Wüstenlandschaften wie das Monument Valley, eine gastfreundliche Farmer-Familie, eine Hippi-Kommune und konservative Kleinstädte in den Südstaaten der USA, deren Bewohner den „langhaarigen“ Fremden feindlich gegenüberstehen. Wyatt nimmt einen Hippie als Anhalter mit, von dem Billy wiederum befürchtet, dass er beim Tanken die Dollars im Tank entdecken könnte. Stattdessen sorgt der Fremde für eine kostenlose Tankfüllung, und zudem für die Fahrt zu einer Hippie-Kommune samt Ausflug zu einem idyllischen Bad in heißen Quellen.

Als die beiden die Hippie-Kommune verlassen, treffen sie auf eine Parade, der sie hinterherfahren. So werden die beiden unterwegs von der Polizei wegen „unerlaubter Teilnahme an einer Parade“ verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Dort schläft der alkoholsüchtige junge Anwalt George Hanson seinen Rausch aus. Dank seiner Beziehungen kann Hanson sie aus dem Gefängnis herausholen, worauf sie ihn mitnehmen. Am ersten Abend geben sie ihm Marihuana zu rauchen.

Auf der Weiterfahrt erreichen Wyatt, Billy und Hanson einen ländlichen Ort in Louisania, in dem sie in einem Restaurant essen wollen. Dabei flirten die örtlichen Mädchen mit dem Trio. Doch die männlichen Bewohner und selbst der Sheriff beschimpfen die drei, wobei angedeutet wird, dass die drei die Kreisgrenze nicht erreichen werden. Daher verlassen sie die Gaststätte, ohne bedient worden zu sein, und kampieren in der Natur. Als sie in Schlafsäcken schlafen, werden sie von den Dorfbewohnern überfallen und mit Baseball-Schlägern verprügelt. Dabei stirbt George Hanson.

Am nächsten Morgen fahren die beiden leicht verletzt nach New Orleans in das von Hanson empfohlene Bordell. Sie nehmen zweiProstituierte auf einen Frieshof mit, wo die Einnahme von LSD zu einem psyedelischen Trip führt.

Auf dem Rückweg sagt Wyatt resigniert am Lagerfeuer, dass sie „Blindgänger“ seien, was bei Billy auf Unverständnis stößt. Am nächsten Tag fahren die beiden auf einer Landstraße weiter, wobei sie von einem Pick-Up-Truck überholt werden, in dem zwei sogenannte "Rednecks“( konservative der Arbeiterklasse Zugehörige aus den ländlichen Gebieten derSüdstaaten) sitzen. Der Beifahrer bedroht Billy mit einemGewehr und fordert den „langhaarigenHippi“ auf, sich die Haare schneiden zu lassen. Billy reagiert mit einem ausgestrektem Mittelfinger. Daraufhin schießt der Redneck, der Motorradfahrer stürzt getroffen zu Boden. Wyatt bremst entsetzt ab und kehrt zu Billy zurück. Er bedeckt ihn mit seiner Lederjacke und fährt los, um Hilfe zu holen. Das Auto hat inzwischen gewendet und steuert auf Wyatt zu. Nach einem lauten Knall fliegt dessen Motorradwrack in den Straßengraben und fängt Feuer.

"Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel."

- Podolski

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Vom Sorgenkind zum Menschen

„Am 3. Dezember“, berichten die gängigen Gedenktage-Verzeichnisse, „ist Internationaler Tag der Behinderten.“ Das Datum wurde, so heißt es weiter, von der World Health Organisation erstmals vor elf Jahren als Anlass genommen, um an die Probleme der Behinderten in unserer Gesellschaft zu erinnern.

Das mag ja alles ganz nett sein. Ein Problem der Betroffenen – worauf diese immer wieder auf ihren jeweiligen Internetseiten verweisen – ist die Stigmatisierung als 'Behinderte'. Behindert ist man nicht, behindert wird man, sagt etwa die Aktion Mensch. Dem karitativen Verband stößt ein derart gedankenloses Brandmarken – auch wenn es nicht in böser Absicht geschieht – sauer auf: Diejenigen, die als 'Behinderte' abgestempelt werden, sehen sich selbst allenfalls als „Menschen mit Behinderungen“.

Eine solche feine Differenzierung in der Begriffswahl sollte auch in den Medien und in der Öffentlichkeit erfolgen: Behinderte Menschen sind keine Sorgenkinder und wollen daher auch von weniger Behinderten als normal angesehen werden. Ihre größte Selbsthilfeorganisation nennt sich deshalb seit einigen Jahren nicht mehr „Aktion Sorgenkind“, sondern „Aktion Mensch“.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Faule Äpfel und tote Hühner

„Mit der Kreativität haben selbst große Geister ihre Probleme“, weiß T.C. Boyle. Der US-Schriftsteller verzückte seine Leserschaft mit historischen Romanen wie Wassermusik (deren Held, der schottische Entdeckungsreisende Mungo Park, wirklich gelebt hat), Abgesängen auf die Hippie-Bewegung (Grün ist die Hoffnung, Drop City) oder auch dem Sanatoriumsdrama Willkommen in Wellville, eine Art amerikanischer Adaption von Thomas Manns Der Zauberberg.

Boyles Initialen stehen für Tom Coraghessan: Thomas nannten ihn seine Eltern, den zweiten Vornamen gab er sich selbst - nach einem Vorfahren aus seiner irischstämmigen Familie. Boyles literarische Wurzeln liegen ebenfalls in Europa, und der Autor kommt gerne darauf zu sprechen.

In Deutschland etwa hat er sich nicht nur von Thomas Mann inspirieren lassen: „Friedrich Schiller“, sagte Boyle in einem Interview, „konnte angeblich nur schreiben, wenn er den Geruch von verfaulten Äpfeln in der Nase hatte.“ Auf die Frage, welchen Tricks er denn seine Einfälle verdanke, antwortete Boyle freimütig: „Ich töte jeden Morgen ein Huhn und lasse das Blut in eine Schüssel laufen. Während ich schreibe, bade ich meine Füße in der Schüssel. Wenn das Blut erkaltet ist, ist mein Tagwerk beendet. Da kann der alte Schiller nicht mithalten, oder?“

Vielleicht lag es daran, dass Schiller einfach nicht so viel Zeit zur Verfügung stand. Der Mann starb mit 45. T.C. Boyle immerhin wird heute 60 Jahre alt.

Montag, 1. Dezember 2008

1000 Hurricane thoughts Part IV

Dürfen Vegetarier fleischfressende Pflanzen essen?

Freitag, 21. November 2008

Pro und contra Weihnachtsmärkte

„Auf dieser Seite finden Sie bemerkenswerte Weihnachtsmärkte, die durch Rekordversuche und amtliche Rekorde auf sich aufmerksam mache“: So lautet die Selbstdarstellung des kommerziellen Internetportals www.weihnachtsmarkt-deutschland.de.

Der (bei Redaktionsschluss) 31. und jüngste Eintrag lautet:1000 Kinder verzehren 1000 Lebkuchen in 1000 Sekunden. Das passt doch wunderschön zum Eingangssatz der Website: „Die Advents- und Weihnachtszeit ist für viele von uns die besinnlichste Zeit des Jahres, in der wir Vergangenes Revue passieren lassen und uns der Vorfreude auf Kommendes hingeben.“ Auf die Sekunde, in der der Lebkuchen verschlungen wird!

Zugegeben, ich habe ein wenig aus dem Zusammenhang heraus zitiert, da bei mir die Abneigung gegen die Ware Weihnacht überhand nehmen will. Bitte halten Sie mich davon ab, den Kindern zu wünschen, das s ihnen die Lebkuchen im Halse stecken bleiben mögen.

Danke! Jetzt, wo ich mich wieder beruhigt habe, möchte ich Ihnen einen weitaus frommeren Wunsch näher bringen. Der ist gleichzeitig Name einer Aktion wie auch einer Internet-Seite: www.advent-ist-im-dezember.de. Am besten, Sie besuchen beide Portale und bilden sich ein eigenes Urteil.

Mittwoch, 19. November 2008

Zitat des Tages

Krisen meistert man am besten,
indem man ihnen zuvorkommt...

Walt Whitman Rostow

amerikan. Wirtschaftshistoriker
1916 - 2003

Kein sauberes Wasser

Heute ist Welttoilettentag. Vor sechs Jahren wurde er erstmals ausgerufen, von der Welttoilettenorganisation. Der Hintergrund ist ein sehr ernster: 42 Prozent der Menschheit – zwei von fünf Erdenbürgern! – haben keinen Zugang zu sauberen Sanitäreinrichtungen. So entstehen Krankheiten, so verbreiten sich Seuchen blitzschnell.

Das Jahr 2008 ist auch das UN-Jahr der sanitären Grundversorgung. Beide Anlässe möchte der Arbeitskreis Wasser des Forums für Umwelt und Energie für eine spektakuläre Aktion nutzen: Die Mitglieder stellen heute in Berlin (am Washingtonplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs) 54 Toiletten auf, um auf den Missstand aufmerksam zu machen, dass 2,6 Milliarden Menschen keine saubere Toilette benutzen können.

Und auf die Tatsache, dass wir in den entwickelten Ländern daran eine Mitverantwortung tragen. Die Wasserverschmutzung, so der deutsch-tschechische Autor Hellmut Walters, „hat ihren Grund vor allem darin, dass so viele Menschen ihre Hände in Unschuld waschen.“ Mehr über den Arbeitskreis Wasser ist im Internet unter www.forum-ue.de zu lesen.

Dienstag, 18. November 2008

1000 Hurricane thoughts Part III

Hatte Buddha hohe Cholesterienwerte?

Mittwoch, 12. November 2008

Rechtstipp: «Oberförster» keine Beleidigung für Verkehrspolizisten

Nürnberg (ddp.djn). Wird ein uniformierter Verkehrspolizist von einem Passanten als «Oberförster» angesprochen, ist damit nicht der Tatbestand einer strafbaren Beamtenbeleidigung gegeben. Zu dieser Auffassung gelangte zumindest das Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Wie die Deutsche Anwaltshotline in Nürnberg berichtet, hatte der Angeschuldigte einem Posten der hauptstädtischen Verkehrskontrolle in einem Außenbezirk beim Vorbeigehen zugerufen: «Herr Oberförster, zum Wald geht es da lang!» Der Polizeibeamte fühlte sich davon in seiner Ehre verletzt und verlangte die Bestrafung des Witzboldes mit der berüchtigten Berliner Schnauze.

Wovon er das Amtsgericht allerdings nicht überzeugen konnte. «Schließlich verstehe sich der ehrverletzende Charakter dieser Äußerung keineswegs von selbst, da doch die Tätigkeit im Forstdienst als solchem gerade nicht den sittlichen, personalen oder sozialen Geltungswert einer Person infrage stellt», erklärt Rechtsanwalt Paul Vogel die richterliche Zurückhaltung.

Zwar ist der dem Polizisten in aller Öffentlichkeit unterstellte und offenbar nicht der Wahrheit entsprechende Zusammenhang mit der Verrichtung forstlicher Tätigkeiten nicht zu bestreiten, doch dadurch wäre kaum der Achtungsanspruch des Beamten als Person beeinträchtigt worden. Und was den Verweis auf den Wald angeht, hätte der Beamte vor Gericht beweisen müssen, dass es den dort nicht gibt. «Was angesichts des grünen Gürtels um Berlin herum allerdings unmöglich sein dürfte», gibt Rechtsanwalt Vogel zu bedenken.

Nashörner, Möpse und ein vierbeiniger Hitparadenstürmer

Geboren wurde er heute vor 85 Jahren als Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow. Bekannter ist er unter seinem Spitznamen: Der entspricht der französischen Bezeichnung des Wappentiers seiner Familie. Seit 1950 zeichnete er Reinhold das Nashorn, diverse Möpse und andere Skurrilitäten aus dem Tierreich sowie bald auch seine unverwechselbaren Knollennasen für den Stern, später für eine weitere Illustrierte, die Quick. Ende der Sechziger Jahre kam eine Fernsehserie in der ARD hinzu: Für Cartoon erhielt der Künstler den Grimme-Preis und die Goldene Kamera.

Endgültig berühmt wurde er durch einen weiteren Hund: Wum war kein Mops, sondern eine undefinierbare Promenadenmischung mit Schlappohren und Schnäuzer. Seine regelmäßigen Auftritte in der Quizsendung Der große Preis machten ihn so beliebt, dass es in Deutschland kaum noch Kinderzimmer gab, in denen ein Wum-Poster, ein Wum-Stofftier oder eine Wum-Gummifigur fehlten. Sogar einen Nummer-Eins-Hit schaffte der wunderliche Köter mit dem Liedchen Ich wünsch' mir 'ne kleine Miezekatze.

Dass es auch anspruchsvoller geht, bewies Loriot – so heißt der Pirol auf Französisch – mit einer in der ARD leider nur unregelmäßig ausgestrahlten Comedy-Serie. Die Sketche in Loriot I – IV waren so gut, dass sie heute, mehr als drei Jahrzehnte nach der ersten Sendung, immer noch wiederholt werden. Das lag nicht zuletzt an Loriots kongenialer Partnerin Evelyn Hamann und einer Riege weiterer vorzüglicher Schauspieler.

Alle pflegten sie das britische Understatement und die Exzentrik, die nicht nur dem Humor auf der Insel so gut tut. Leider, und das sagt sehr viel über unsere deutschen Komiker aus, wurde das Niveau dieser vier Sendungen hierzulande nie mehr erreicht.

Samstag, 8. November 2008

Lange ersehnt, nun die Workshoptermine 2009:

1. Was Molotov noch wußte!
- Warum russische Spieler nicht im Ausland spielen -
Seminargebühr: 1053,- € zzgl. MwSt


2. Ausdauer in Konstanz!
- Ausbildung zum Breisgauleiter
Seminargebühr: 30000 Reichsmark.


3. Bar Mitzvah für Linkshänder! ( Teil I), oder mit 13 schon rumgeschnippelt
- Eigenes Messer ist mitzubringen
Seminargebühr: 1 Shekel


4. Bar Mitzvah für Linkshänder 2! (Teil II), oder frittierte Calamaris am Tag danach.
- Eigenes Messer ist zu säubern
Seminargebühr: pfund syrische datteln


5. Schächten wie im Sinaii!
- Wir bauen uns einen Dudelsack aus einer Ziege.
Seminargebühr: Ne Schweinekohle


6. Gruppendynamisches Robbenkeulen!
- Familienspass im Reisebus nach Norwegen, Basies werden gestellt.
Seminargebühr: Pelze sind im Anschluß beim Veranstalter abzugeben


7. Vokale auf dem Rückzug!
- Analyse der tschechischen Sprache
Seminargebühr: 10 grschn


8. Promiskuität für Fortgeschrittene!
- Vorabendkurs ab 16 Jahre beim nächsten MySh-Usertreffen
Seminargebühr: 3 Ostmark


9. Mobbing leicht gemacht!
- 3 Tages Seminar in der Kita Regenbogen in Vlotho direkt an der A2
Seminargebühr: Schweiß und Tränen

Donnerstag, 6. November 2008

Die Welt als Ganzes begreifen?

„Mich erstaunen Menschen, die das Universum begreifen wollen, wo es doch schon schwierig genug ist, sich in Chinatown zurechtzufinden“, meinte einmal der Spaßvogel Woody Allen – und erklärte damit ganz nebenbei die Systemtheorie.

Deren Hauptvertreter in Deutschland war Niklas Luhmann, der heute vor zehn Jahren starb. Luhmann lehnte es ab, ein System als ganzes zu verstehen, weil es zu komplex und damit zu kompliziert ist. Besser, man bricht es in viele Teile herunter und versucht, diese einzeln zu begreifen. So nähert man sich der Gesamtheit an.

Nehmen wir als Beispiel das Leben: Es ist komplex und kompliziert; daher ist sein Verlauf schwer zu beschreiben. Luhmann gibt folgende Hilfestellung: „Die Komponenten eines Lebenslaufs bestehen aus Wendepunkten, an denen etwas geschehen ist, was nicht hätte geschehen müssen. Das beginnt mit der Geburt.“ Um weitere Stationen zu schildern, empfiehlt sich die – einfache aber effektive Frage – welchem Zweck etwa Aus- und Weiterbildungen, Praktika und Auslandsaufenthalte gedient haben oder was sie in Zukunft bewirken sollen.

Begonnen hat Luhmann seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Systemtheorie in den Sechziger Jahren. Als er 1968 eine Professur für Soziologie an der Universität Bielefeld übernahm, schrieb er in einen Bewilligungsantrag: „Forschungsprojekt: Theorie der Gesellschaft; Laufzeit: 30 Jahre; Kosten: keine.“

Ein Jahr vor seinem Tod und 28 Jahre nach Stellung seines Antrags veröffentlichte er sein viel beachtetes Werk Die Gesellschaft der Gesellschaft.

Dienstag, 4. November 2008

Ausgezeichnet!

Tja, gestern war er mal wieder, der Weltmännertag (Men´s World Day) der seit 2000 einmal jährlich am 3. November stattfindet. Dieser soll laut Aussage des Schirmherrn Michail Gorbatschow das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern.

Auch mal wieder eine gute Gelegenheit an die Lila Kröte zu erinnern, die jedes Jahr als Negativauszeichnung für besonders akzentuierte Männerfeindlichkeit vergeben wird.

z.B.:

Die LILA KRÖTE an Bundespräsident Horst Köhler

Bundespräsident Horst Köhler erhielt die Lila Kröte Nr. 4, im November 2007

Grund der Nominierung
Bundespräsident Horst Köhler schloß bei der diesjährigen Verleihung des Bundesverdienstordens an verdiente Bürger die Männer aus! Während der Verleihungsfeier, in welcher nur Frauen geehrt wurden, verkündete er zudem, was einige Monate zuvor auch vom Magazin FOCUS berichtet wurde, nämlich die Einführung einer obligatorischen Frauenquote für zukünftige Vorschlagslisten als Bedingung für deren Annahme.

Mit der Durchsetzung eines solchen starren Mechanismus in einem Bereich ethischer Erwägungen und Bewertungen dürfte dieser Präsident den dirigistischen Vorstellungen selbst hartgesottener Volkspädagogen entsprochen haben.

Dem Maskulisten bot sich dies allerdings als der entscheidende Fingerzeig auf die Frage nach dem geeigneten Empfänger der Lila Kröte 2007.