Dienstag, 21. Oktober 2008

Kennen Sie die Dame auf dem Zwei-Euro-Stück?

Die Dame auf dem österreichischen Zwei-Euro-Stück – ist das nicht Maria Theresia? Schon öfter habe ich diese Vermutung gehört. Sie ist aber nicht richtig, weshalb ich jetzt einmal kurz als Oberlehrer auftreten muss: Die Dame auf dem österreichischen Zwei-Euro-Stück ist Bertha von Suttner.

Vor 100 Jahren wurde die in Prag geborene und in Wien kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs gestorbene Pazifistin mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Eine gute Wahl, denn noch heute übt sie mit ihren Ideen von Gewaltfreiheit Einfluss auch auf unsere Gesellschaft aus.

Gerade ist ein neues Buch über sie erschienen mit dem Titel: Krieg ist der Mord auf Kommando. Herausgegeben hat es die Grazer Germanistik-Professorin Beatrix Müller-Kampel (ISBN 3-9806353-7-6).

Wissen Sie übrigens, von wem die Anregung zur Stiftung des Friedensnobelpreises stammt? Genau: von der Dame auf dem österreichischen Zwei-Euro-Stück!

Stifter mit schlechtem Gewissen

Die Nobelpreise für dieses Jahr sind zwar bereits vergeben; verliehen werden sie jedoch erst am 10. Dezember. Das geschieht traditionell am Todestag des Stifters, des schwedischen Chemikers und Fabrikanten Alfred Nobel.

Geboren wurde er heute vor 175 Jahren in Stockholm. Die größte Erfindung unter seinen 350 Patenten war das sichere Lagern, Transportieren und Zünden von Nitroglycerin. Da der Sprengstoff bei der kleinsten Erschütterung explodieren konnte, war er für seinen Anwender fast genauso gefährlich wie für seine Feinde. Nobel mischte ihm Kieselerde bei und nannte das neue Produkt Dynamit.

Bergwerkbesitzer, aber auch Rüstungsfabrikanten freuten sich und nahmen das Zeug in Massen ab. Bald besaß Nobel 90 Fabriken in aller Welt – und zunehmend ein schlechtes Gewissen: Seine Erfindung sorgte für immer mehr Tote auf den Schlachtfeldern; und auch bei den in den Achtziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts in Mode gekommenen Attentaten wurde der Sprengstoff reichlich verwendet.

Nobel freundete sich mit der österreichischen Pazifistin Bertha von Suttner (siehe auch die Dame auf dem österreichischen Zwei-Euro-Stück) an. Die schlug ihm vor, aus seinem Vermögen einen Friedenspreis zu stiften – für Persönlichkeiten, die „im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben.“

Das waren Mediziner, Physiker, Chemiker und Menschen, die sich um die Erhaltung des Friedens verdient gemacht hatten. Hinzu kamen Schriftsteller, denn die Literatur war Nobels Steckenpferd. Auch Bertha von Suttner profitierte vom Vermächtnis Nobels, der 1896 starb: Als erste Frau erhielt die Österreicherin 1905 den Friedensnobelpreis.

Samstag, 18. Oktober 2008

Türke lässt wegen magerer Braut Hochzeitsdeal platzen

Den Berichten zufolge hatte der Frührentner M. das Trio in einem Park in Eskisehir kennen gelernt und dabei von seiner Brautsuche erzählt. Die zwei Männer und die georgische Ehefrau eines der beiden Türken versprachen M., ihm eine rundliche Frau aus Georgien zu vermitteln. Wenig später präsentierten sie tatsächliche eine stattliche Dame als Braut in spe, verlangten für diverse Genehmigungen aber 3500 Lira (umgerechnet etwa 1750 Euro).

M. zahlte und freute sich auf die Hochzeit. Doch am vorgesehenen Hochzeitstag in dieser Woche tauchten die drei Vermittler plötzlich mit einer sehr viel schlankeren Frau auf. M. protestierte, die Heiratsvermittler erwiderten, es sei zwar dieselbe Frau, diese sei aber durch eine plötzliche Krankheit stark abgemagert. Bräutigam und Vermittler gerieten in einen Streit, an dessen Ende M. die Polizei rief. Die Beamten nahmen die beiden Türken und die georgische Ehefrau fest. Über das Schicksal der schlanken Braut ist nichts bekannt.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Gruß an athaba...

...vom Heidereiter-Treffen. Hoffen du hast genauso viel Spaß auf
deinem Treffen für adipöse internetsüchtige. ;-)

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Keine Tränen bei der Beerdigung

„Ich will, dass man lacht, ich will, dass man tanzt, ich will, dass alle sich wie verrückt amüsieren, ich will, dass man lacht, ich will, dass man tanzt, wenn es so weit ist und man mich ins dunkle Loch legt.“ So unsentimental besang Jacques Brel sein eigenes Sterben in dem Chanson Le moribond (Der Todgeweihte). US-Sonnyboy Terry Jacks machte daraus eine total verkitschte Version – und landete mit Seasons in the Sun 1974 einen Welthit.

Dass es auch eine Nummer anspruchsvoller geht, bewies Brel mit seinen Liebesliedern, die oft einen ironischen Touch hatten. Er konnte auch bösartig sein, etwa wenn er sich in Les Flamands über seine nordbelgischen Landsleute lustig machte. Denn Brel war, obwohl er heute noch als einer der größten französischen Chansonniers verehrt wird, Belgier. Und er war kein Flame, sondern Wallone.

Seine Erfolge feierte der 1929 Geborene ausschließlich in den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. An deren Ende zog er sich, müde geworden, von der Bühne und aus den Plattenstudios zurück. 1977 gelang ihm ein grandioses Comeback, doch auch das war nur von kurzer Dauer. Zu diesem Zeitpunkt war der Kettenraucher bereits unheilbar an Lungenkrebs erkrankt.

Jacques Brel starb heute vor 30 Jahren. Ob auf seiner Beerdigung getanzt wurde? Sie fand an einem sehr beschaulichen Ort statt: auf der malerischen Insel Hiva Oa in Französisch-Polynesien.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Keine lahme Ente

Das Volksauto der frühen Bundesrepublik war der VW Käfer, das der DDR der Trabant. Auch die Franzosen entwickelten ein preiswertes, unverwüstliches Modell nicht nur für Jedermann: Linke Studenten und emanzipierte Frauen fuhren gerne das Fabrikat der Firma Citroën und verpassten dem entenähnlichen Gefährt das Image eines Nonkonformisten-Autos.

Kraft und Geschwindigkeit waren nicht die vordersten Kriterien beim Kauf eines 2 CV: 375 Kubikzentimeter und neun Pferdestärken sorgten für ein Maximaltempo von 70 Stundenkilometern. Die Abkürzung 2 CV steht für deux cheveaux vapeur, auf Deutsch: zwei Dampfpferde. So hieß in Frankreich die Hubraum- und Motorstärke-Einheit, nach der die Kfz-Steuer bemessen wurde.

Heute vor 60 Jahren wurde der 2 CV auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Pierre Boulanger, der Citroën-Direktor, der die „Ente“ in Auftrag gab, hatte seine Techniker angewiesen: „Entw erfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 Stundenkilometer schnell ist und dabei nur drei Liter Benzin auf 100 Kilometern verbraucht.“

Freitag, 26. September 2008

Liebe Grüße vom Mittelrhein

Wetter ist Top,18 Grad und sonnig.

Dienstag, 16. September 2008

Investor gegen Industriekapitän

Das Rad war die größte Erfindung des Menschen – bis er sich dahinter setzte. Einen Teil der Erfolgsgeschichte des Automobils schrieb der US-Konzern General Motors, der heute vor 100 Jahren in Detroit gegründet wurde. Doch nicht durch gute Autos, eher durch spektakuläre Geschäfte machte der Emporkömmling von sich reden: So dauerte es nicht lange, bis das Kapital des Unternehmens – vor allem durch Aktiengeschäfte – so stark angewachsen war, dass selbst die größten Konkurrenten geschluckt werden konnten: Buick, Pontiac, Oldsmobile, später auch Cadillac und Chevrolet.

Hinzu kamen Aufkäufe im Ausland. Der spektakulärste war 1929 die Übernahme der deutschen Traditionsmarke Opel. Zwei Jahre später stieg General Motors zum größten Automobilproduzenten der Welt auf – und sollte es 77 Jahre lang bleiben. Erst Anfang dieses Jahres wurden die Detroiter überholt, allerdings nicht vom amerikanischen Erzrivalen F ord, sondern vom japanischen Hersteller Toyota.

Gründer von General Motors war der ehrgeizige William Durant. Trotz unbestreitbarer Erfolge sollte seine Berühmtheit nie an die Henry Fords heranreichen. Vielleicht lag es ja daran, dass Geschäft laut Fords Überzeugung mehr bedeutete als Geld: „Ein Geschäft, das nichts als Geld verdient, ist ein armseliges Geschäft.“ Beide Konzerngründer, der Investor Durant und der Industriekapitän Ford, starben übrigens im selben Jahr: 1947.

Montag, 8. September 2008

Was ist Bildung?

Die meisten empfangen sie, viele geben sie weiter, doch die wenigsten haben sie: Was ist das? Der österreichische Publizist Karl Kraus meinte, dabei handele es sich um einen klassischen Fall von Bildung. Sein Wiener Schriftstellerkollege Alfred Polgar pflichtete ihm bei und gestand, dass seine Bildung zum größten Teil aus Lücken bestand. Etwas positiver sah der Schauspieler Peter Ustinov die Sache: „Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist.“

Der Satiriker Wolfram Weidner sah in der Bildung die Fähigkeit, Hungernde mit klassischen Zitaten abzuspeisen. Reich sein und Bildung haben konnten sich auch nach Meinung des amerikanischen Humoristen Mark Twain gegenseitig ausschließen: „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist.“

Ein Optimist war der US-Schriftsteller Louis Bromfield: Er glaubte, wo Intelligenz sei, stelle sich die Bildung von selbst ein. Dem widersprach der deutsche Journalist Hans Kasper: „Bildung heute erfordert vor allem instinktsichere Abwehr überzähliger Informationen.“ Ganz gleich, wie Sie es sehen: Heute, am Weltbildungstag, werden Sie wohl mit der einen oder anderen Auffassung konfrontiert werden.

Freitag, 5. September 2008

Zehn Jahre Google

„QWERTYUIOP. Oder so ähnlich“: So lautete nach Angaben Ihres Erfinders die erste E-Mail. 1971 wurde sie verschickt, und Ihr Absender, der US-Computerwissenschaftler Ray Tomlinson, erfand ganz nebenbei auch das @-Zeichen. Doch sollten zwei weitere Jahrzehnte ins Land ziehen, ehe das Internet salonfähig wurde. Erst 1991 stellte der britische Physiker Tim Berners-Lee seine Kreation, das World-Wide Web (WWW), am Genfer Kernforschungszentrum CERN vor.

Schon bald ging alles viel flotter: 1998 waren allein in Deutschland über drei Millionen Haushalte online. Da wurde es Zeit, eine Suchmaschine zu entwickeln, die innerhalb kürzester Zeit verlässlich einen im Internet gesuchten Begriff lieferte. Vor zehn Jahren, am 7. September 1998, schlug die Geburtsstunde von Google. Gründer waren zwei Informatiker: der Amerikaner Larry Page und sein russischstämmiger Partner Sergey Brin.

Binnen kurzem war ihre Suchmaschine so erfolgreich, dass sie alle anderen verdrängte – zumindest im Bewusstsein der Nutzer. Bereits sechs Jahre später nahm die Duden-Redaktion das Verb „googeln“ in die 23. Auflage ihres Rechtschreibstandardwerks auf. Gern erinnert sich Larry Page an die Gründertage zurück:

„Google entstand, als Sergey und ich Informatik-Doktoranden an der Stanford University waren. Wir wussten nicht genau, was wir machen wollten. Ich hatte den verrückten Einfall, das gesamte Web auf meinen Computer herunterzuladen. Ich ließ meinen Doktorvater wissen, dass es nur eine Woche dauern würde. Nach ungefähr einem Jahr besaß ich einen kleinen Teil davon.“

Dienstag, 2. September 2008

Gutes Auge, schnelle Reaktion und ein Uralt-Weltrekord

„Naht die Bedrohung von vorne, heben die Fliegen mit einem Sprung nach hinten ab, droht dagegen Gefahr von hinten, springen sie nach vorne weg. Seitlichen Angriffen entgehen sie mit dem Start nach der jeweils anderen Seite.“ Dies alles geschieht binnen 200 Millisekunden, schreibt Matthias Hopfmüller in seinem Artikel „Blitz-Merker“ im Wissenschaftsteil der Süddeutschen Zeitung – und beantwortet die im Untertitel des Beitrags aufgeworfene Frage: „Warum es so schwer ist, Fliegen mit der Hand zu erschlagen“.

Die Fliegen können deswegen so schnell reagieren, weil ihre Facettenaugen es erlauben, 300 Einzelbilder pro Sekunde zu unterscheiden. Zum Vergleich: Das menschliche Auge schafft in der gleichen Zeitspanne maximal 20. Dennoch gibt es Menschen, die sich von solcherlei schlechten Aussichten nicht abschrecken lassen und dem reaktionsschnellen Insekt zu Leibe rücken. Das tun sie jenseits des Polarkreises in Pelkosenniemi, einer kleinen Gemeinde in Finnisch-Lappland.

Alljährlich finden in dem 1200-Einwohner-Örtchen die Weltmeisterschaften im Fliegentöten statt. Die Regeln sind denkbar einfach: Fünf Minuten haben die Teilnehmer Zeit, mit der bloßen Hand so viele Fliegen wie möglich zu erschlagen. Falls Sie es auch mal versuchen wollen, lockt ein weiterer Anreiz. Darauf, endlich gebrochen zu werden, wartet der seit dem Jahr 1995 bestehende Weltrekord: 21 tote Fliegen in fünf Minuten.

Sonntag, 31. August 2008

Jetzt ist es amtlich...

Im Interview von Würg Wontorra mit Bastian S. aus München, kam es endlich ans Tageslicht...

Obwohl die Namen vieler im Jetzt lebender Menschen auf mittelalterliche Berufe zurückgehen, wie z.B.: Schuster, Müller, oder Schneider, gab Bastian S. aus München bekannt:..."Schweinsteiger ist kein Ausbildungsberuf..."

Freitag, 29. August 2008

Vorhersagen, die stets in Erfüllung gehen

Ein Meinungsforschungsinstitut sollte nicht nur Statistiken abliefern, mittels derer sich verschiedene Tatbestände belegen lassen. Es muss auch in der Lage sein, Vorhersagen zu treffen, die sich auch als Fehlprognose gut verkaufen lassen. Vorbild war das in der griechischen Antike berühmte Delphische Orakel. Dessen Rat zogen alle Machthaber ein, die vor einer wichtigen Entscheidung standen.

So auch Krösus, der König von Lydien: Vor seinem geplanten Feldzug gegen den mächtigen Nachbarn Persien befragte er sicherheitshalber die renommierte Anstalt am Fuß des Parnass-Gebirges. Die antiken Vorhersageexperten prophezeiten ihm: „Wenn du die Grenze nach Persien überschreitest, wirst du ein großes Reich zerstören.“ Krösus zog im Vertrauen auf fette Beute los, verlor aber die Schlacht und geriet selbst in Gefangenschaft.

Immerhin hatte er, wie vorhergesagt, ein großes Reich zerstört. Schade nur, dass es sein eigenes war. Die Damen und Herren vom Delphischen Orakel waren immerhin fein raus: Der politisch ausgeschaltete Krösus konnte sich nicht mehr beschweren, und auch die siegreichen Perser werden ihnen kaum Vorwürfe gemacht haben.

Donnerstag, 28. August 2008

Sachbeschädigung? Oder doch Kunst?

Im Frühjahr 1980 wurde in Zürich ein autonomes Jugendzentrum eröffnet – und ein halbes Jahr später von den Behörden gegen den erbitterten Widerstand seiner Nutzer gewaltsam geschlossen. Daraufhin kam es in der größten Stadt der Schweiz zu tagelangen Krawallen, auf die Hunderte von Festnahmen folgten. Gesucht von der Zürcher Polizei wurde auch ein Unbekannter, der über den Zeitraum von drei Jahren 600 Strichmännchen an die Betonfassaden der vielen Hochhäuser gesprüht hatte.

Doch es sollte lange dauern, bis der Gejagte seinen Häschern ins Netz ging: Festgenommen wurde der mittlerweile per internationalem Haftbefehl gesuchte Sprayer von Zürich auf der deutschen Insel Fehmarn und anschließend der Schweizer Justiz überstellt. Die verurteilte ihn ein Jahr später wegen Sachbeschädigung zu einer sechsmonatigen Haftstrafe ohne Bewährung und einer Geldstrafe von 100 000 Franken.

Zu diesem Zeitpunkt hatten si ch bereits zahlreiche Proteste aus dem In- und Ausland geregt, unter anderem von Willy Brandt und Joseph Beuys: Harald Naegeli, so hieß der Unbekannte, sei doch in Wirklichkeit ein Künstler. Dass er ein solcher war, bewies Naegeli in der Haftanstalt, deren ursprünglich kahle Wände er erfinderisch gestaltete. Wer ihm wohl das Spray geliefert hatte? Harald Naegeli hat dann auch in der Freiheit weitergesprüht – und tut's bis heute. Längst sehen auch seine Schweizer Landsleute darin keinen Tatbestand der Sachbeschädigung mehr.

Freitag, 22. August 2008

*lol* *fg* *mfg*

Lol! Lol, lol, lol! Lollen Sie auch so gerne? Jeder Mensch sollte wenigstens einmal am Tag herzhaft gelollt haben, denn der chinesische Volksmund weiß: Ein Tag ohne Lol ist ein verlolenel Tag! Sie wissen nicht, wovon ich spreche? Ich wusste es bis vor kurzem selbst nicht. Dabei werden tagtäglich zigtausende E-Mails verschickt, in denen es vor "lol" nur so wimmelt. "Lol" ist eine der vielen im elektronischen Verkehr gebräuchlichen Abkürzungen und bedeutet "laughing out loud", zu deutsch: lauthals lachen. Oder, um es mit der Comicsprache zu sagen: lautlach! "Lol" ist die Vorstufe zum berüchtigten Smiley. Früher waren Briefe von Mädchen gefürchtet, die über jedes "i" ein Herzchen malten. Heute lacht und kichert und zwinkert es aus zahllosen E-Mails, dass einem die Haare zu Berge stehen ;-)

Das seit Jahrzehnten völlig vernachlässigte Satzzeichen Semikolon hat durch die E-Mail eine ungeahnte Renaissance erfahren. Kaum eine Mail, in der nicht mindestens ein Satz mit der Tastenkombination Semikolon, Divis, runde Klammer endet. Wenn man den Kopf zu Seite neigt und dieses Zeichen in der Horizontalen betrachtet, kann man darin mit ein wenig Phantasie ein verschmitzt lächelndes Gesicht mit einem zwinkernden Auge erkennen. Dieser Zwinker-Smiley erfüllt die Funktion der Ironie-Warnlampe und bedeutet: Achtung, das was ich eben geschrieben habe, war ein Scherz! Bitte nicht missverstehen!

Wissen Sie, was mfg heißt? Es ist das am häufigsten zu lesende Wort am Ende von E-Mails. Drei zusammengeschriebene kleine Buchstaben: m-f-g-. Aus Donald-Duck-Comics kennt man lautmalerische Wörter wie "sprotz", "börks" und "grumpf", aber "mfg" ist neu. Es handelt sich um eine Abkürzung und bedeutet "Mit freundlichen Grüßen". Daneben gibt es noch "lg", das ist noch kürzer und bedeutet "lieber Gruß" oder "liebe Grüße". Wie viel kann man auf die Freundlichkeit des Absenders geben, wenn er sich nicht mal die Zeit nehmen mochte, das Wort "freundlich" auszuschreiben? Er braucht die "freundlichen Grüße" ja nicht einmal mehr Buchstabe für Buchstabe zu tippen, wir leben schließlich im Zeitalter elektronischer Textverarbeitung, wo man Sätze und Phrasen, ja ganze Textbausteine nur zu markieren braucht, um sie in einen neuen Text einzufügen. Ein kopierter freundlicher Gruß ist weniger unschicklich als ein abgekürzter.

Wenn "mfg" für "Mit freundlichen Grüßen" und "lg" für "liebe Grüße" steht, dann müsste "fg" eigentlich für "freundliche Grüße" stehen. Könnte man meinen. Seltsamerweise findet man die Abkürzung "fg" aber nie am Ende der Mail, sondern mittendrin. Doch seit wann verabschiedet man sich mitten im Satz? Die Abkürzung "fg", oftmals zwischen Sternchen gesetzt (*fg*), steht für "freches Grinsen", kurz "frechgrins", es handelt sich also nicht um eine Grußformel, sondern um ein Mitglied aus der Familie der "lol"-Wörter. "Frechgrins" erfüllt dieselbe Funktion wie Semikolon, Divis, runde Klammer: He, Mann, war nur Spaß! Der Absender bittet darum, nicht ernst genommen zu werden. Diese Bitte sei ihm herzlich gerne gewährt, das erspart einem nämlich die lästige Verpflichtung, ihm zu antworten.

Donnerstag, 21. August 2008

Überwintern mit Bier

Heute vor 40 Jahren endete der Versuch, in der kommunistischen Tschechoslowakei eine „sozialistische Marktwirtschaft“ mit Pressefreiheit, Streikrecht und der Duldung Andersdenkender einzuführen. Am 21. August 1968 besetzten sowjetische Panzer das Land einschließlich der Hauptstadt, in der alles begonnen hatte. Auf den Prager Frühling folgte ein jahrzehntelanger Winter. Der bedeutete auch das Karriereende des hoffnungsvollen Reformers Alexander Dubcek, der in der zynisch als „Normalisierung“ bezeichneten Phase politischer Unterdrückung als Waldarbeiter endete.

Beinahe noch unangenehmer empfand die Bevölkerung die Einschnitte im Konsumangebot. Nur an einem – wir würden sagen: Genussgetränk, für die meisten Tschechen ist es ein Grundnahrungsmittel – herrschte in der Folgezeit nie Mangel: Sogar ein Hardliner wie Gustav Husák, der die Sowjetunion um eine Invasion ersucht hatte, tat alles, damit der Gerstensaft nie zur Neige ging.

Dubceks Nachfolger als Generalsekretär der Kommunistischen Partei wusste: „Das Bier ist der Tschechen Brot.“ Es war die einzige seiner Ansichten, die auch Regimekritiker teilten. Einen von ihnen würdigte der britische Schriftsteller Bruce Chatwin im Roman „Utz“: „Sein Name war Kosík. Nach den Ereignissen von 1968 war er nach Amerika gegangen, nach Elizabeth, New Jersey. Aber er kehrte bald zurück. Das Bier dort war einfach ungenießbar.“

Montag, 18. August 2008

"Bild" entdeckt die alte Zahl des Satans neu

Guten Tag, hier spricht der Teufel. Vielen Dank für Ihren Anruf. Meine Nummer hat sich geändert. Wählen Sie bitte in Zukunft statt der 666 die Durchwahl 616. Vielen Dank und auf Wiederhören. Piep.

616 - Die neue Zahl des Satans

Jawohl, in großer Aufmachung auf Seite 1 und mit der Ortsmarke "Vatikan" informiert die "Bild"-Zeitung heute ihre Leser über eine "Neuigkeit". Andreas Englisch, der "Vatikan-Experte" von "Bild" hat herausgefunden:

Nicht 666, sondern 616 ist die Zahl des Satans!

Im 2. Jahrhundert schrieben Theologen die 666 dem Teufel zu. (…) Die Theologen beriefen sich auf das "Buch der Apokalypse" des Evangelisten Johannes. Wie sich jetzt herausstellte, ein Übersetzungs- und Abschreibfehler!

Forscher fanden nun im griechischen Originaltext die richtige Satanszahl: Es ist die 616 und nicht die in jeder Bibel genannte 666!

Wir haben keine Ahnung, wie "Bild" jetzt auf diese Geschichte kommt. In der britischen Tageszeitung "The Independent" erschien bereits am 1. Mai 2005 ein Artikel mit der Überschrift: "Revelation! 666 is not the number of the beast (it’s a devilish 616)" Ein entsprechendes Papyrus-Fragment aus dem 3. Jahrhundert ist bereits 1999 veröffentlicht worden. Am 4. Mai 2005 berichtete "Die Zeit" über technische Fortschritte bei der Entschlüsselung der Papyrus-Fragmente aus Oxyrhynchus und erzählte auch die 616/666-Geschichte.

Schon vor über 120 Jahren diskutierte ein gewisser Friedrich Engels, wie man die "sehr alte Lesart" der Offenbarung/Apokalypse des Johannes erklären könne, wonach 616 die "Zahl des Tiers" sei. Und schon vor über 1800 Jahren wusste Irenäus von Lyon, dass in vielen Schriften statt der 666 die 616 zu lesen war — nur entschied er sich damals, die 616 für einen Schreibfehler zu halten und nicht die 666.

Genau umgekeht entschied sich übrigens der Schweizer Reformator Huldrych Zwingli. Deshalb steht auch nicht "in jeder Bibel" die 666 als Satanszahl, wie "Bild" behauptet, sondern in der auf Zwingli zurückgehenden "Zürcher Bibel" die Zahl 616.

Tja. Und nun? Fragen wir Andreas Englisch, und der hat anonymen "Vatikan-Experten" die bahnbrechende Zusage entlockt:

"Wenn die Zahl 666 falsch ist, wird das in den kommenden Bibelausgaben geändert."

Unsere Prognose aber lautet: Wenn diese ganze Geschichte Humbug ist, wird "Bild" das nie zugeben.

666 - Zahl des Teufels?

Sechshundertsechsundsechzig (666) ist eine biblische Zahl der Offenbarung des Johannes, die im Rahmen des Okkultismus und der Zahlenmystik besondere Bedeutung hat. Sie wird auch als Zahl des Tieres oder Zahl des Antichristen bezeichnet.

Biblischer Ursprung [Bearbeiten]

Der Ursprung findet sich in der Bibel in der Offenbarung des Johannes (Apokalypse), einem Stück frühchristlicher Untergrundliteratur aus der Zeit der ersten Christenverfolgungen. In Offb 13,18 NT heißt es in der kritischen griechischen Ausgabe von Nestle-Aland (27. Auflage) folgendermaßen:

῟Ωδε ἡ σοφία ἐστίν· ὁ ἔχων νοῦν ψηφισάτω τὸν ἀριθμὸν τοῦ θηρίου· ἀριθμὸς γὰρ ἀνθρώπου ἐστί· καὶ ὁ ἀριθμὸς αὐτοῦ ἑξακόσιοι ἑξήκοντα ἕξ.

Auf Deutsch (Elberfelder Bibel von 1905):

„Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666.“

Es entspricht der Natur der Johannesoffenbarung als Untergrundliteratur, dass konkrete Hinweise auf Namen und Orte chiffriert sind, so wie in Offb 17,5 EU Babylon nach vorherrschender Meinung für Rom steht. Die Zahl 666 stellt also die verschlüsselte Form eines Namens (Offb 13,17 EU: „die Zahl seines Namens“) dar. Historisch verweist diese Textstelle auf den Brauch, Zahlen mit Buchstaben zu schreiben, wie man es von den Römischen, Hebräischen und Griechischen Zahlen her kennt, und aus den Zahlwerten von Wörtern Berechnungen anzustellen, wie es seit einigen Jahrhunderten im Judentum verbreitet war.



Moderne Deutungen [Bearbeiten]


Im Internet werden vielfältige Deutungen zur Untermauerung von mehr oder minder obskuren Theorien verbreitet. Diese Spekulationen verbinden durch umfangreiche Rechnungen und Wortumstellungen die Zahl 666 mit allen möglichen Namen und Begriffen, etwa Adolf Hitler (Summe des Nachnamens durch Zuweisung von a=100, b=101, c=102...) , Bill Gates, Ronald Wilson Reagan (wegen der jeweils sechs Buchstaben pro Namen), Sex oder World Wide Web (W entspricht dem hebräischen Waw, welches den Zahlenwert 6 hat). Bekannt ist auch die These, nach der im EAN-Code, einem der am häufigsten verwendeten Strichcodes, die drei Doppelstriche jeweils für die Ziffer 6 stehen. Tatsächlich ähneln sich die Codierung dieser Ziffer und die der Trennungssymbole, sind aber nicht identisch.


Strichcode mit drei verlängerten Doppelstrichen zur Trennung der Ziffernblöcke und einer als Doppelstrich codierten 6. Die einzelnen Zeichen sind hervorgehoben und der Unterschied zwischen einem Trennzeichen (CS) und einer 6 wird offensichtlich.
Strichcode mit drei verlängerten Doppelstrichen zur Trennung der Ziffernblöcke und einer als Doppelstrich codierten 6. Die einzelnen Zeichen sind hervorgehoben und der Unterschied zwischen einem Trennzeichen (CS) und einer 6 wird offensichtlich.


Popkultur [Bearbeiten]

In der Rockmusik gibt es mehrfach Bezugnahmen auf die Zahl 666.

  • The Number of the Beast auf dem gleichnamigen Album von Iron Maiden aus dem Jahr 1982.
  • 666 auf dem Album Metal on Metal von Anvil aus dem Jahr 1982.
  • Aphrodite’s Child veröffentlichte 1972 ein Doppelalbum mit Musik von Vangelis zur Johannesoffenbarung mit dem Titel 666.
  • Die Band Genesis nimmt in Supper's Ready auf der LP Foxtrot ebenfalls Bezug auf die Zahl 666.
  • Die Band HIM veröffentlichte eine EP mit dem Titel 666 Ways to Love und spielte das Lied Your Sweet Six Six Six auf ihrem Album Greatest Lovesongs Vol. 666.
  • Am 06.06.2006 kam die Single Cult vom Album Christ Illusion der amerikanischen Thrash-Metal-Band Slayer heraus, auf dessen Cover ein verstümmelter Jesus Christus mit der Zahlenfolge 666 auf der Brust zu sehen ist.
  • Slipknot veröffentlichte 2001 das Lied The Heretic Anthem (übersetzt: Ketzer-Hymne), in dessen Refrain die Zeile vorkommt: „If you're 555, then I'm 666“.
  • Stiltskin's Taking Time vom Album She (2006) enthält ein Zitat der Offenbarung des Johannes.
  • Des Weiteren hat die 666 eine besondere Bedeutung in der Subkultur des Metals, teils im Death Metal und ganz besonders im Black Metal.
  • Billy Talent veröffentlichte 2007 ein Livealbum unter dem Titel 666.






Donnerstag, 14. August 2008

Sex durch Sport verbessern

Das Hormon Testosteron ist im männlichen Körper unter anderem für die Ausbildung der Geschlechtsorgane und für die Muskelmasse zuständig. Von vielen Sportlern wird der Botenstoff deshalb zum Doping verwendet. Dabei können Männer ihren Testosteronspiegel und damit ihr Sexualleben auch durch die richtige Dosis an Ausdauertraining verbessern. Wer in seiner Freizeit öfter läuft, schwimmt oder Rad fährt, steigert seine körperliche Leistungsfähigkeit und regt die Libido an.

Durch körperliche Aktivität wird der Testosteronspiegel bei Männern stimuliert. Regelmäßig bis zu 45 Minuten Ausdauersport zu treiben, bringt den Hormonhaushalt in Schwung. Dadurch wird der Sportler frischer, dynamischer, er schläft besser und auch sein Sexualtrieb wird angeregt. Trainiert er aber zu lange, kehren sich die positiven Effekte um. Marathonläufer können mit dem Langstreckenlauf auf Dauer ihren Hormonhaushalt verderben, was sich in Müdigkeit, Abgeschlagenheit und einer verminderten Libido äußert. Ausdauersportler sollten ihren Testosteronwert deshalb ein- bis zweimal pro Jahr überprüfen lassen, rät Dr. Frank Sommer, Professor für Männergesundheit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. So kann das Training optimal eingestellt werden.

Dem Organismus durch Doping künstlich Testosteron zuzuführen, bringt die natürlichen Abläufe dagegen völlig durcheinander. Der Körper gewöhnt sich schnell daran, das Hormon von außen verabreicht zu bekommen - und stellt die eigene Herstellung ein. Wird das Mittel dann abgesetzt, hat der Körper Schwierigkeiten, die Produktion wieder anzuregen. Doping mit Testosteron kann bei Männern außerdem langfristig zu Lebererkrankungen führen. Bei Frauen kann es passieren, dass sich die Klitoris in einen kleinen Penis umformt.

Wenn das Müesli nicht mehr schmeckt

Wenn ein Unternehmen gegründet wird, heißt das auf Neudeutsch Start-up. Wenn ein solches Unternehmen in den ersten zwölf Monaten sehr erfolgreich ist, wird es als Start-up des Jahres ausgezeichnet. Das passierte dem Passauer Online-Anbieter mymuesli.de.

Hinter dem – wie die Jury des Online-Gründerwettbewerbs deutsche-startups.de fand – innovativen Geschäftsmodell stehen drei junge Niederbayern: Max Wittrock, Hubertus Bessau und Philipp Kraiss bieten ihren Nutzern an, ihr eigenes Müesli zusammenzustellen – und schicken es ihnen frischhaltend und bruchsicher verpackt per Post zu.

Der Service von www.mymuesli.com richtet sich an alle „Genießer, Rosinenhasser, Allergiker, Sportler und Vollblutökos“, die in den Regalen hiesiger Super- und Biomärkte nicht fündig werden. Oder denen der durch einen 40-prozentigen Rosinenanteil fast unmerklich hochgeschraubte Zuckeranteil auf den Magen und die Geschmacksnerven schlägt. Oder die sich ärgern, dass der Anteil der leckeren Cashewkerne im Nuss-Müesli von Monat zu Monat sinkt.

„Stell Dir Dein Müsli selbst zusammen“, lautet daher die Maxime der Passauer Mixer, „wir liefern es Dir nach Hause.“ Ende April 2007 nahm der Service seinen Dienst auf; inzwischen versorgt er rund 15 000 Kunden mit selbst komponiertem Körnerfrühstück.

Mittwoch, 13. August 2008

Wussten Sie schon?

Eine der lautesten Städte Deutschlands ist eindeutig

Noise, bei Köln ...

Dienstag, 5. August 2008

Immer wieder Ärger mit der Rechtschreibreform

Die misslungene Rechtschreibreform am 01.08. vor zehn Jahren hat die Deutschen ihre Liebe zur alten Schreibweise entdecken lassen. Doch ist die so genannte alte Rechtschreibung gar nicht so lange in Kraft gewesen:

Eine landesweit verbindliche Rechtschreibung für das Deutsche Reich – das ja 1871 aus vielen Kleinstaaten entstanden war – wurde erst im Jahr 1876 festgelegt, und auch das zunächst nur für die Schulen. Mit der Rechtschreibreform von 1901 galt sie dann in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Abgeschafft wurde mit der Novellierung das „th“ in heimischen Wörtern wie in „Theil“, „Thier“, „Athem“, „Eigenthum“, „Noth“, „Werth“. Auch die Verbindung „ey“ wurde in das heute übliche „ei“ abgewandelt, beispielsweise in „seyn“, „meynen“, „bey“. Zudem wurde eine große Zahl von Fremdwörtern eingedeutscht, indem man den Buchstaben „c“ durch ein „k“ oder ein „z“ ersetzte: „Casse“, „Clavier“, „Cigarre“, „Cultur“, „Medicin“, „Citrone“, „social“ wurden zu „Kasse“, „Klavier“, „Zigarre“, „Kultur“, „Medizin“, „Zitrone“, „sozial“.

Und vielleicht haben Sie es schon geahnt: Auch damals wurde die Rechtschreibreform in der Öffentlichkeit heftig angefeindet, und der Widerstand gegen sie zog sich über Jahre hin.

Montag, 4. August 2008

Eine Reform von Denkbürokraten

Am 01.08 vor zehn Jahren wurde die neue Rechtschreibung eingeführt. Zur Erinnerung die wichtigsten Änderungen: Die Schreibweise eines Wortes hängt vom Wortstamm ab (statt Quentchen heißt es jetzt Quäntchen, von Quantum); auf einen kurzen Vokal folgt ss statt ß; drei gleiche Konsonanten wie in Schifffahrt sind erlaubt; im Infinitiv stehende Verben werden auseinander geschrieben.

Die Rechtschreibreform stößt, gelinde gesagt, auf heftigen Widerstand. Auch vier Jahre nach ihrer Einführung verweigert sich einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach zufolge jeder zweite Deutsche den neuen Regeln, und nur jeder vierte hat diese inzwischen eingeübt. Noch im Jahr 2004 sprechen sich 49 Prozent der Deutschen dafür aus, offiziell zur alten Rechtschreibung zurückzukehren.

Das hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung längst getan: Im Sommer 2002 kehrt die FAZ zur alten Schreibweise zurück. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, die Tageszeitung Die Welt und die Wochenzeitung Rheinischer Merkur ziehen 2004 nach. Daraufhin lenkt der Rat für deutsche Rechtschreibung ein und nimmt seine Reformen – vor allem die reformierte Groß- und Klein- sowie Zusammen- und Getrenntschreibungen – teilweise wieder zurück.

Das Chaos ist komplett, und es bewahrheitet sich, was der Ex-Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert schon im Jahr 2000 vorhergesagt hat: „Die Art und Weise, wie Denkbürokraten die Rechtschreibung fern von jeglichem Sprachempfinden verändert haben, hat die Deutschen im Ausland blamiert. Doch jetzt die Veränderungen wieder rückgängig zu machen, wäre noch unsinniger. Dennoch hat die Aktion der FAZ etwas Gutes: Von nun an wird jeder schreiben können, wie er will.“ Genau das macht der Autor dieses Blogs, der in erster Linie leserfreundliche Texte schreiben will.

Freitag, 1. August 2008

Wer hätts gedacht, es gibt noch Karli in 0,33

Meet & greet für Verlierer.

Wenn Ihr eure Seele oder Unschuld verloren habt, hier bekommt Ihr sie
zurück!

Lustiges flaschenstapeln mit den Finnen

Lachschleife mal anders

Kamelot

...tja, trauriges Kapitel. Fans mit Ohrstöpseln und Multifunktions-
Kleidung. Und rocken tun die nicht für 10 Cent. Ensiferum davor war
einige Nummern besser.

14:50: Ozzy rutscht immer noch

14:30: Schlammrutschen mit Ozzy

Wacken 13:30 es regnet.

Donnerstag, 31. Juli 2008

Mambo Kurt

Der Orgelgott, er hats wirklich getahn. Scooter und Slayer auf der
Heimorgel. Respekt!

Der Ananasmann

Kennste einen, kennste alle!

Sturm & Drang

Eine finnische Band. Wer hätts gedacht? Ab dem Maiden Cover "fear of
the dark" hatten sie das Publikum im griff! ...die kleinen Scheisser!

Nashville Pussy

Geiler Schweinerock!

Nur für Wum

Girlschool, die Bilder aus der ersten Reihe sind leider nix geworden.
Aber war ne geile Show.

Woran merkt man das man mit Frauen unterwegs ist?

Wacken Tagebuch Tag 1

Dienstag, 29. Juli 2008

DDR - Welche DDR?


Berlin (dpa) - Nach der Veröffentlichung einer Studie über große Wissenslücken von Schülern beim Thema DDR setzen zahlreiche Politiker auf eine Bildungs-Offensive.

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Eppelmann, regte an, die Lehrpläne für den Geschichtsunterricht zu aktualisieren. «Bisher wird die Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg als eine westdeutsche und - wenn noch ein bisschen Zeit übrig bleibt - als eine DDR-Geschichte vermittelt. Mit diesem Nebeneinander muss endlich Schluss sein», sagte der CDU-Politiker der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Samstag). Nun seien die Bildungspolitiker der Länder gefordert.

Die Thüringer CDU-Landtagsfraktion forderte von den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, das vom Kultusministerium für 2009 vorbereitete «Jahr der Demokratie» zu nutzen, um ein zutreffendes DDR-Bild zu vermitteln. Durch fehlende zeitgeschichtliche Kenntnisse leide das politische Urteilsvermögen von Schülern, erklärte die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Beate Meißner, am Samstag in Erfurt. Sie forderte Lehrer, vor allem aber auch Eltern auf, «den Jugendlichen die ganze Geschichte zu erzählen».

Dazu gehöre die private, aber auch die politische Seite. «Wer über Scheinwahlen, fehlende Reisefreiheit, gleichgeschaltete Presse, Mauer und Stacheldraht, Bevormundung und Repression oder den alltäglichen Mangel und Zerfall nicht auch redet, versündigt sich an der kommenden Generation», sagte Meißner laut Mitteilung. Der Vorsitzende der Jungen Union in Thüringen, Mario Voigt, forderte im Gespräch mit dem Radiosender Antenne Thüringen einen Pflichtbesuch von Schülern im Grenzlandmuseum und anderen Gedenkstätten, die an den DDR- Unrechtsstaat erinnern. Der Eintritt in solchen Einrichtungen sollte für Schüler kostenlos sein.

Auch die hessische FDP-Landtagsfraktion sprach sich für eine Änderung der Lehrpläne aus. «Dass DDR und Stasi für Bespitzelung, Unterdrückung der Bevölkerung und in Mauerdrähten und Minenfeldern ermordete Menschen stehen, ist den meisten Schülern nicht bewusst», sagte der innenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Wolfgang Greilich, laut Mitteilung am Samstag in Gießen. Die deutsche Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg müsse stärker in den Unterricht einbezogen werden.

19 Jahre nach dem Mauerfall wissen viele Schüler aus Ost und West nur sehr wenig über die DDR: In einer am Freitag veröffentlichten Befragung wurde beispielsweise der ehemalige Bundeskanzler und SPD- Chef Willy Brandt von vielen als berühmter DDR-Politiker bezeichnet. Andere meinten, dass es unter Staats- und Parteichef Erich Honecker in der DDR demokratische Wahlen gegeben habe. Die Studie stammt vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin. Befragt wurden mehr als 5200 Jugendliche in Bayern, Brandenburg, Nordrhein- Westfalen und Berlin. Die Forscher fanden auch heraus, dass es zwischen Kenntnisstand und Urteil über die DDR einen Zusammenhang gibt: Wer wenig weiß, beurteilt die DDR positiver.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) äußerte sich besorgt über die Ergebnisse der Studie. «Die Wissenslücken mit Blick auf die jüngste Geschichte sind schon frappierend», sagte er der «Stuttgarter Zeitung» (Samstag). Auch Eppelmann äußerte sich betroffen über diese Wissenslücken und betonte: «Wir reden hier aber nicht ausschließlich von einem ostdeutschen Phänomen.» Es gebe viele Jugendliche, die sich für Politik oder Geschichte nicht interessierten. «Wir sprechen über ein generelles Problem, dem Schulen und Universitäten sehr viel mehr Aufmerksamkeit schenken müssen als bisher», sagte Eppelmann.

Samstag, 26. Juli 2008

Gorillaz - Dirty Harry

23 Milliarde....

... SMS verschickten die deutschen Handynutzer laut Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr. Ob kurzes Hallo, kleine Liebesschwüre oder eine fixe Terminbestätigung.
Pro Kopf waren das umgerechnet durchschnittlich 350 Kurzbotschaften pro Jahr.

Freitag, 25. Juli 2008

“Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.”

-Konrad Adenauer

Ein verhinderter Straßenkämpfer wird 65

Wenn es in Fernsehdokumentationen über das bewegte Jahr 1968 geht, wird zur Untermalung gerne ein Text der Rolling Stones eingespielt: Ihr Song Street Fighting Man hört sich so schön revolutionär und martialisch an. Ist er aber nicht. Der Refrain lautet: „But what can a poor boy do except to sing for a Rock 'n' Roll band, cause in sleepy London town there's just no place for a street fighting man.“ Zu Hause auf der Couch ist es halt gemütlicher, da kann man sich besser von den anstrengenden Konzerten erholen.

Politisch war Mick Jagger, der morgen 65 Jahre alt wird, in seinen angeblich so rebellischen jungen Jahren nie. Wenn er auf demselben Album, auf dem Street Fighting Man beheimatet ist, die sozialen Missstände auf seiner bri tischen Heimatinsel besingt, tut er dies von bequemer Warte aus, wie er im Stück Jigsaw Puzzle verrät: Er liegt zwar am Boden, doch der ist teppichgepolstert, und beim Zusammensetzen des Puzzles assistiert ihm die Geliebte. Zu sagen, die Rolling Stones seien auch in der Folgezeit stets völlig unpolitisch gewesen, würde ihnen allerdings auch nicht gerecht werden.

Als die britischen Bergarbeiter 1983/84 in den längsten Streik ihrer Geschichte gegen die erzkapitalistische Regierung unter Margaret Thatcher zogen, spendeten Mick Jagger und Kumpane spontan eine Million Pfund! Die Bergarbeiter waren anschließend nicht erfolgreich, den Stones schadete ihr Engagement nicht. Im Gegenteil: Bis heute haben sie sich von Comeback zu Comeback gehangelt; und es darf bezweifelt werden, dass Mick Jagger morgen seine Rente einreichen wird.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Der Blasfrosch

Eine Frau will für Ihren Mann ein Haustier kaufen. Sie geht in den Tierladen, aber sie findet die Preise sehr hoch. Als sie den Inhaber nach günstigen Tieren fragt, bietet der Ihr einen Frosch für 25 Euro an. Sie wundert sich warum auch dieses Tier so teuer ist. Er erklärt ihr, dass es ein ganz besonderer Frosch sei. Er könne blasen! Sie überlegt nicht lange und kauft den Frosch, mit dem Hintergedanken es selber nicht mehr machen zu müssen.

Sie überreicht den Frosch ihrem Mann. Dieser ist sehr skeptisch, aber gleich heute Abend will er es ausprobieren.

Mitten in der Nacht wacht die Frau auf, da sie in der Küche Töpfe und Pfannen klappern hört. Als sie in die Küche geht, sieht sie ihren Mann und den Frosch das Kochbuch durchstöbern.

"Warum durchstöbert ihr zwei Kochbücher um diese Uhrzeit?" fragt sie.

Ihr Mann schaut zu ihr auf und sagt: "Sobald der Frosch kochen kann, fliegst du raus!"

Donnerstag, 3. Juli 2008

Küss Dich fit!


Küssen ist ein Bekenntnis von Zuneigung und Freundschaft. Während der Kuss in der Öffentlichkeit in Japan aber beispielsweise als anstößig gilt, gehört er in der westlichen Welt zum Alltag in allen Bereichen - als Willkommensgruß beim Staatsempfang, aus Lust und Laune bei einem Treffen oder als Abschiedsgruß vor einer längeren Reise. Was jedoch viele vergessen: Der innige Lippenkontakt ist nicht nur ein Zeichen von Liebe, sondern hat auch gesundheitliche Vorteile. Zum Tag des Kusses (6. Juli) ist also "knutschen" angesagt, um aktiv Krankheiten vorzubeugen.

Jedes "Bussi" wirkt sich positiv auf die Psyche aus: Mit einem Kuss werden Stress, Frust und Ärger abgebaut, denn die Bauchspeicheldrüse produziert verstärkt Insulin und die Nebenniere Adrenalin. So wird die Herstellung des Stresshormons Kortisol verringert. Gleichzeitig erhöht sich auch die Produktion von Glückshormonen wie Endorphin.

Außerdem steigert ein Schmatzer die körperliche Fitness. Mit dem Küssen wird der Kreislauf angeregt. Wie bei leichten Trainingseinheiten erhöht sich der Herzschlag auf bis zu 110 Schlägen pro Minute. Die Lunge wird zudem gekräftigt, da man statt der üblichen 20 Atemzüge rund 60 Züge pro Minute tätigt. Mit dem Speichelaustausch verbessern sich die Abwehrkräfte, da die unbekannten Bakterien des Gegenübers zum Aufbau von Antikörpern anregen.

Das Lippenbekenntnis macht zudem schön und hält jung. Beim Küssen werden bis zu 38 Gesichtsmuskeln beansprucht und trainiert, so dass weniger Falten entstehen. Wer zusätzlich zwei Minuten aushält, fördert eine schlanke Figur. Durchschnittlich 15 Kalorien werden laut des Gesundheitsamts des Landkreises Mittweida über einen solchen Zeitraum verbrannt. Durch die übermäßige Speichelproduktion härtet sich der Zahnschmelz und bei regelmäßigen Küssern ist auch die Mundhygiene vorbildlich.

Dienstag, 1. Juli 2008

Aus 4 mach 5

Heute vor 15 Jahren wurden die fünfstelligen Postleitzahlen eingeführt. Sie lösten die seit 1962 bestehenden vierstelligen Ziffernkombinationen ab, nach denen die Zustellorte in der BRD und der DDR gegliedert waren. Zwar hatte die Bundespost in der Hoffnung auf eine Wiedervereinigung einige Bereiche nicht vergeben – von 1001 bis 1999 sowie alle mit 25 bis 27 und 36 bis 39 beginnenden – doch spielte die DDR ein Jahr nach dem Mauerbau nicht mit.

Sie vergab ihre vierstelligen Ziffernkombinationen nach gleichem System: mit aufsteigenden Zahlen von Nord nach Süd und West nach Ost. So hatte sowohl Berlin-West als auch der Ostteil der getrennten Stadt die Postleitzahl 1000. Auch andere, geographisch auf ähnlicher Breite gelegene Städte wiesen identische Ziffern auf: 2400 für Lübeck und Wismar, 3000 für Hannover und Magdeburg, 5300 für Bonn und Weimar. Je größer die Stadt, desto mehr Nullen hatte ihre Postleitzahl.

Nach der Wiedervereinigung wurden den zunächst weiter vierstelligen Kennzeichnungen ein W- für Westen beziehungsweise O- für Osten vorangestellt. Doch dabei blieb es nicht: Man wollte nicht nur einseitig die Ziffern des Beitrittsgebiets ändern und dessen Orten die in der alten Bundesrepublik reservierten, nicht besetzten Kombinationen zuweisen. Dies hätte wohl auch das vierstellige System gesprengt. Daher griff das Postministerium zur fünften Ziffer, was auch die Maschinenlesbarkeit der Adressen wesentlich erleichtert. Davon profitieren die Postkunden: Inzwischen ist ein Standardbrief innerhalb Deutschlands durchschnittlich nur noch 1,06 Tage unterwegs.

Montag, 30. Juni 2008

Am nächsten Morgen

Er zwingt sich die Augen zu öffnen und blickt zuerst auf eine Packung Aspirin und ein Glas Wasser auf dem Nachttisch. Er setzt sich auf und schaut sich um. Auf einem Stuhl ist seine gesamte Kleidung, schön zusammengefaltet. Er sieht, dass im Schlafzimmer alles sauber und ordentlich aufgeräumt ist. Und so sieht es in der ganzen Wohnung aus. Er nimmt das Aspirin und bemerkt einen Zettel auf dem Tisch: "Liebling, das Frühstück steht in der Küche, ich bin schon früh raus, um einkaufen zu gehen. Ich liebe Dich!"

Also geht er in die Küche und tatsächlich - da steht ein fertig Gemachtes Frühstück, und die Morgenzeitung liegt auf dem Tisch. Außerdem sitzt da sein Sohn und isst. Er fragt ihn: "Kleiner, was ist gestern eigentlich passiert?"

Sein Sohn sagt: "Tja, Paps, Du bist um drei Uhr früh heimgekommen, total besoffen und eigentlich schon halb bewusstlos. Du hast ein paar Möbel demoliert, in den Flur gekotzt und hast Dir fast Ein Auge ausgestochen, als Du gegen einen Türgriff gelaufen bist."

Verwirrt fragt er weiter: "Und warum ist dann alles hier so aufgeräumt Und das Frühstück auf dem Tisch?"

"Ach das!" antwortet ihm sein Sohn, "Mama hat Dich ins Schlafzimmer geschleift und aufs Bett gewuchtet, aber als sie versuchte, Dir die Hose auszuziehen, hast Du gesagt:
'Hände weg, Du Schlampe, ich bin glücklich verheiratet.' "

Ein selbstverschuldeter Kater: 100 Euro

Kaputte Möbel: 250 Euro

Frühstück: 10 Euro

Im richtigen Moment das Richtige sagen: UNBEZAHLBAR!

Freitag, 27. Juni 2008

Montag, 23. Juni 2008

Die letzen 1000 Gedanken die ich mir auf´m Hurricane gemacht hab:

Ob sich wohl der Schlitten vom Weihnachtsmann rentiert?

Wenn die Stiftung Warentest Vibratoren testet, ist dann 'befriedigend' besser als 'gut'?

Wie soll sich der Bauer verhalten, wenn seine Frau sagt: 'Sieh zu, dass du Land gewinnst!!'

Beantwortet die große Kerze die Frage der kleinen Kerze, ob Durchzug gefährlich sei, mit den Worten: 'Davon kannst du ausgehen?'

Macht man den Meeresspiegel kaputt, wenn man in See sticht?

Was machen die Fahrer von Automatikwagen in einem Schaltjahr?

Können sich Eltern, die sich mit ihrer Tochter verkracht haben, überhaupt irgendwann mit ihr aussöhnen?

Dürfen Zwerge auf dem Riesenrad mitfahren?

Heißen Teigwaren Teigwaren, weil sie vorher Teig waren?

Kann man sich den Arztbesuch sparen, wenn man schon in der Telefonzentrale verbunden wird?

Darf man in einem Weinkeller auch mal lachen?

Wenn ich am Strand eine schöne Frau anspreche - die das aber doof findet - krieg ich dann einen Strandkorb?

Kommen kleine Leute nach einer Steuererhöhung eigentlich noch an ihr Lenkrad?

Können Glatzköpfe auch mal eine Glückssträhne haben?

Kann einem überhaupt etwas passieren, wenn am Auto die Bremsen versagen, man aber einen Anhalter im Wagen hat?

Donnerstag, 5. Juni 2008

Markt oder Staat?

Heute feiern zwei große Ökonomen besondere Jubiläen: Dieser 5. Juni ist Adam Smiths 285. und John Maynard Keynes' 125. Geburtstag. Dabei waren die beiden Volkswirtschaftler grundverschieden.

Adam Smiths Theorie beruht auf der Selbstheilungskraft der Wirtschaft: Ihr sollte der Staat möglichst freie Hand lassen, damit sie sich zum Vorteil entwickelt. Dafür sorgt der Mensch, dessen Hauptinteresse die Verbesserung der eigenen Lebenssituation ist.

John Maynard Keynes stellte Smiths wirtschaftsliberale Theorie grundsätzlich infrage. Gerade weil der Markt – zumal in Zeiten der Rezession – nicht genug für alle abwirft, muss der Staat aushelfen, etwa durch Investitionsprogramme. Dafür darf er sich sogar verschulden. Wenn er beim nächsten Aufschwung wieder Überschüsse erwirtschaftet, muss er damit allerdings das Defizit abtragen.

Während Smith dem Staat grundsätzlich misstraute – „Nichts lernen die Regierungen schneller voneinander, als wie man den Leuten das Geld aus der Tasche zieht“, lautet einer seiner berühmt gewordenen Aussprüche – schrieb Keynes der Wirtschaft als größten Fehler „ihr Versagen, Vorkehrungen für Vollbeschäftigung zu treffen“ zu.

Montag, 2. Juni 2008

Die Kolumbianer spinnen ...

Sutamarchán (AFP) - Eine Tomatenschlacht mit zehn Tonnen des Nachtschattengewächses haben sich die Einwohner des kolumbianischen Dorfes Sutamarchán geliefert. Im Dorfstadion versammelten sich rund 500 Teilnehmer und bombardierten sich rund eine Stunde lang mit den roten Früchten. Für die Teinahme habe es "keine Beschränkungen" gegeben, sagte Organisator Heynner Suárez. Barfuß und mit Sportzeug bekleidet warfen sich die Kämpfer auf einen riesigen Tomatenberg in der Mitte des Stadions - innerhalb kürzester Zeit waren alle von Kopf bis Fuß rot.

Obwohl unerbittlich mit Tomaten geworfen wurde, war die Atmosphäre freundschaftlich und fröhlich. Unter den Teilnehmern waren auch zahlreiche Touristen. Die "La Tomatina" genannte Veranstaltung wird seit vier Jahren organisiert, sie ist dem gleichen Event im spanischen Dorf Buñol nachempfunden. Suárez betonte, für die Schlacht würden nur überreife, nicht mehr zum Verzehr geeignete Früchte verwendet.

Freitag, 30. Mai 2008

Heute ist Weltuntergang!

„Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang, wir leben nicht, wir leben nicht mehr lang“: So heißt es in einem unserer deutschen Trinklieder. Bis es so weit ist, sollten Sie vorher einmal auf der Internet-Seite www.stupidedia.org vorbeischauen und in der Suchleiste den Begriff 'Weltuntergang' eingeben. Es erscheint folgender Text: „Ein Weltuntergang ist das Gegenteil des Weltaufgangs. Immer 5,34 Minuten nach dem Sonnenuntergang wird der Weltuntergang erwartet. Weltuntergangs-Prophezeiungen gibt es bereits seit der Antike; sie werden sowohl von Philosophen vorhergesagt als auch von der Mathematik berechnet.“

So weit, so wissenschaftlich. Allerdings räumen die Betreiber des Portals auch ein: „Was während und nach dem Untergang mit der Welt passiert, konnte bisher noch nicht eindeutig nachgewiesen werden.“ Hier deckt sich das Enzyklopädie-Wissen wieder mit dem überlieferten Volksgut, denn in unserem eingangs zitierten Lied heißt es am Ende: „Doch keiner weiß in welchem Jahr, und das ist wunderbar. Wir sind vielleicht noch lange hier, und darauf trinken wir.“

Der Berechtigung, die Sorge um den jüngsten Tag in Mehr- oder sogar Hochprozentigem zu ertränken, geben die Stupedisten mit dem Abschlusssatz ihres apokalyptischen Eintrags weitere Nahrung: „In aller Regel fallen Weltuntergänge dann aber leider doch aus oder werden einfach verschoben.“

Donnerstag, 22. Mai 2008

Welche 3 Staaten hatten Interesse an der Bergung der Titanic?

1. USA, wegen des Schmucks in den Tresoren.

2. UdSSR, wegen des Stahls

3. DDR, wegen der Kapelle, die bis zum Untergang spielte.

Mittwoch, 7. Mai 2008

1 Apple = 4 Dells

Vor rund 10 Jahren, am 6. Oktober 1997, wurde Michael Dell, Gründer und Besitzer von Dell, gefragt, was er tun würde, wenn er für Apple verantwortlich wäre. Steve Jobs war gerade zurückgekehrt und hatte die Apple-Fans mit etlichen unpopulären Maßnahmen konfrontiert, und die IT-Branche wagte kaum an den Wideraufstieg der Oldies aus Cupertino zu glauben. Dell antwortete: »Was ich tun würde? Ich würde es dichtmachen und den Anlegern ihr Geld zurückzugeben.«

Am 16. Januar 2006 schrieb ein hörbar befriedigter Steve Jobs eine E-Mail an seine Mitarbeiter: »Es stellt sich heraus, daß Michael Dells Vorhersage der Zukunft nicht perfekt war: heute ist Apple mehr wert als Dell. Die Börse geht auf und ab, und die Dinge mögen morgen wieder anders aussehen, aber ich dachte, das sei eine Erinnerung wert. Steve.« Das damals Unglaubliche war geschehen: Apples Aktien waren 72,13 Milliarden Dollar wert - Dells dagegen nur 71,97 Milliarden Dollar. 18 Monate später, am 27. Juni 2007, war Apple an der Börse doppelt soviel wert wie Dell (127,81 Milliarden vs. 63,65 Milliarden Dollar), und am 6. Dezember 2007 das Dreifache (165,66 Milliarden vs. 54,43 Milliarden Dollar).

Und seit dem 1. Mai 2008 hat sich Apples Wert gegenüber dem von Dell vervierfacht: 158,66 Milliarden vs. 38,97 Milliarden Dollar. Apples Aktien sind - mit Einbrüchen - kontinuierlich gestiegen, Dells Aktien sind gefallen.

Trotzdem ist Michael Dell dreimal so reich wie Steve Jobs. Dell ist Amerikas PC-Bauer Nr. 1 mit einem Marktanteil von über 30 Prozent, Apple dagegen ist Nr. 4 mit knapp 7 Prozent Marktanteil. Woher stammt also der Riesenunterschied in der Marktkapitalisierung, fragt Fortune? Es habe mit Apples Innvovationsfreude, Integrationsfähigkeit und Kundendienst zu tun, meint das Wirtschaftsblatt - mehr aber noch mit den Profiten: Apple hat ca. dreifach höhere Gewinnmargen als Dell (15 % vs. 5 % bzw. 19 % vs. 6 %). Mit anderen Worten: Dell verkauft erheblich mehr Computer, aber Apple macht erheblich mehr Gewinn an jedem verkauften Computer.

Aber soweit man hört, wird Dell nicht dichtgemacht…

Dienstag, 6. Mai 2008

Ein Roter fährt schwarz

Vor 250 Jahren wurde der Revolutionär Maximilien Robespierre geboren, vor 65 Jahren Andreas Baader, der Gründer der Baader-Meinhof-Bande, aus der später die RAF hervorging. Ein französischer Radikaler, der mit Hilfe der Guillotine regierte, und ein deutscher Terrorist – keine dankbaren Figuren für einen Blog, selbst wenn ein markantes Kalenderjubiläum dazu einlädt. Da greifen wir doch lieber auf einen etwas unrunderen Geburtstag eines unverdächtigen Zeitgenossen zurück:

Heute wird Tony Blair 55. Doch ganz so weiß ist – vom Politischen einmal abgesehen, wovon sein Nachfolger und Labour-Parteigenosse Gordon Brown ein Lied singen kann – die Weste von Großbritanniens seit einem Jahr privatisierendem Ex-Premierminister nicht mehr. Kürzlich wurde er in einem Expresszug zum Flughafen London-Heathrow ohne gültigen Fahrschein erwischt.

Der arme Tony hatte leider kein Bargeld dabei, um sich vor Fahrtantritt ein Ticket ziehen zu können. Normalerweise zieht das eine saftige Geldbuße nach sich, doch der Kontrolleur verzichtete auf eine Strafe. Auch das Angebot von Blairs Leibwächtern, für das Ticket aufzukommen, schlug er aus. Blair durfte gratis fahren.

Ob Britanniens Bürger dieses Vorkommnis als Präzedenzfall werten und in Berufung auf das Gleichbehandlungsrecht in U-Bahnen und Expresszügen künftig nur noch schwarz fahren werden?

Freitag, 25. April 2008

Aufgefallen

Blöde Ideen!!!

1. Toilettenpapier mit "Image-Effekt" (Renova) in Grün, Orange, Rot oder Schwarz und mit Blütenduft. Drei Rollen kosten 10,75 €! Dafür steckt das Edel-Wischpapier in einer eleganten Geschenkbox - als Mitbringsel, oder was???

2. Holzsarg für Eheringe. Die US-Unternehmerin Jill Testa hat eine 15 cm Box kreiert, ausgeschlagen mit Samt. Darin kann man nach der Scheidung seinen Ehering vergraben. Für diese kleine Genugtuung zahlen sie 19 € - und werfen echtes Gold weg, na toll.



Gute Ideen!!!

1. Anti-Alkohol-Auto. Automobilhersteller Volvo plant, einen Pustetester (Alcoguard) einzubauen. Bevor der Wagen gestartet werden kann, muss der Fahrer in ein Röhrchen blasen. Überschreitet er den zulässigen Alkoholwert, blockiert die Zündung.

2. Gepolsterte Laternen. Weil immer mehr Fußgänger beim SMS-Schreiben gegen die Lampen laufen, haben britische Behörden jetzt reagiert. In London wurden Laternen mit Gummimatten gepolster.

Montag, 21. April 2008

Ein Schweizer bittet um Asyl – in den USA!

Die Gründe, warum ein Schweizer die Vereinigten Staaten um politisches Asyl ersucht, verortet man in einem fernen Jahrhundert. Schließlich war es die Schweiz, die sich Emigranten und Flüchtlingen aus den Nachbarländern immer wieder als Exilland aussuchten. Der Mann, um den es heute geht, hatte sich eines derart schwerwiegenden Verbrechens schuldig gemacht, dass er sich offenbar erst jenseits des großen Teichs vor den Klauen der eidgenössischen Justiz sicher fühlte. Was aber hatte Christoph Meili so Schlimmes getan?

Er hatte das Schweizer Bankgeheimnis verletzt! In seinem Job als Nachtwächter bei der Schweizerischen Bankgesellschaft schnüffelte Meili widerrechtlich in einem Container, der zum Schreddern bestimmt war. Einige der dort zur Vernichtung abgelegten Belege nahm er sogar mit nach Hause. Diese dokumentierten so genannte nachrichtenlose Vermögen von Kunden, die ihre Einlagen niemals abgeholt hatten. Konnten sie auch nicht, denn sie waren inzwischen Opfer des Völkermordes der deutschen Nationalsozialisten an den europäischen Juden geworden. Davon profitierten die Schweizer Finanzinstitute, bei denen sie ihr Vermögen deponiert hatten. Das nicht abgeholte Geld ging ins Eigentum der Banken über. Erst Meilis Zivilcourage und die Weitergabe der belastenden Dokumente an jüdische Opferorganisationen machte die Aufdeckung dieses Skandals möglich.

Heute wird Christoph Meili, der immer noch in den USA lebt, vierzig Jahre alt.

Donnerstag, 17. April 2008

Die Frage nach dem Warum

„Man muss leben, als hätte man hundertfünfzig Jahre Zeit“; empfahl der Schriftsteller, der heute 111 Jahre alt geworden wäre, denn „Hast ist der Feind des Lebens.“ Dass die Menschen nicht so viel von dem kostbaren Gut zur Verfügung haben, wusste Thornton Wilder nur allzu gut. Nicht von ungefähr beginnt sein erfolgreichster Roman Die Brücke von San Luis Rey – er erschien 1927 und hielt drei Monate lang die Spitzenposition der US-Bestsellerliste – mit diesem Satz:

„Freitag, den 2. Juli 1714, um die Mittagsstunde, riss die schönste Brücke in ganz Peru und stürzte fünf Reisende hinunter in den Abgrund.“

Im weiteren Verlauf der Geschichte lässt der Autor den Mönch Juniper die Lebensgeschichte der Opfer aufzeichnen. Aus dessen Nachforschungen ergibt sich einiges an Interessantem – nur keine schlüssige Erklärung für den scheinbar willkürlichen Tod der Fünf.

Dem Leser bleibt allein das Wissen, dass wir alle einmal sterben müssen – und als Trost vielleicht diese Erkenntnis am Ende des Buches: „Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe – das einzig Bleibende, der einzige Sinn.“ Sterben musste auch Thornton Wilder einmal. Er tat das am 7. Dezember 1975. Geblieben sind uns seine Bücher.

Freitag, 11. April 2008

Think Different...

Seelachs

Sag mal Holger, schäms`te Dich nit hier halb nackt ins Lokal zu kommen, ohne Hose und Unterhose?
Ach ich hatt doch die Fischvergiftung!
Was?
Vom Seelachs
Wie Bitte?
Ei, vom Seelachs
Und das ist der Grund warum du seit sechs Wochen nicht Auf der Arbeit warst?
Soll ich denen das zumuten, ohne Hose?
Du schuldest den Arbeitskollegen schon fast dreitausend Mark
Ja hab du mal so´ne Fischvergiftung
Und was ist mit deiner Frau und deinen Kindern, willst du die nicht mal wieder in die Arme nehmen?
Aber doch nicht mit der Fischvergiftung
Das klingt fast wie ne Ausrede
Haha haha
Was?
Haha haha
Ja Holger, was ist denn los mit dir?
Ei, ich hatt doch die Fischvergiftung.
Ja von mir aus!
Nee, vom Seelachs
Du sprichst auch so komisch, fast Mannheimerisch!
Ja da kam doch der Fisch her!
Was?
Ei, der Seelachs
Holger!
Jaha?
Ich glaub, du mußt mal zum Arzt!
Was soll der denn machen, bei der Vergiftung?
Ja, wie stellst du dir das denn jetzt weiter vor?
Warten
Was?
Warten
Auf was?
Bis alles draus ist
Was denn?
Na, das Gift!
Und solang ziehst du dir keine Hose mehr an?
Um Gotteswillen, bei der Vergiftung!
Ich möcht echt mal wissen, was das bei dir ausgelöst hat.
Ei, der Seelachs

Mittwoch, 9. April 2008

Kleiner Spaß am Rande....

Laut einer Studie wurde festgestellt das Hannover die Rattenreichste Stadt Niedersachsens ist... Das heißt auf jeden Bewohner kommen 3,4 Ratten.

Na dann viel Spaß mit den neuen Haustieren!

Dienstag, 1. April 2008

April, April!

Während heute, am 1. April, mehr oder weniger geistreiche Aprilstreiche die Runde machen, ist diese Meldung hier kein Witz:

heute vor 32 Jahren, am 1. April 1976, wurde die Firma Apple von Steve Jobs and Steve Wozniak gegründet. Das Startkapital bestand aus Steve Jobs VW-Bus und Woz’s Taschenrechner. Heute ist Apple an der Börse über 126 Milliarden Dollar wert. »Wir dachten, es sei lustig, ein Unternehmen zum April-Foolsday zu gründen«, sagte Jobs einmal in einem Interview

Übrigens - die Erklärung, warum diese erste Meldung heute so spät kommt, ist ganz einfach: Google hat die »custom time« eingeführt und damit das Konzept der »Pünktlichkeit« revolutioniert. Mögliche Kausalitätsprobleme werden durch den Einsatz eines Web-basierten »e-flux capacitor« umgangen.

Mittwoch, 26. März 2008

Der Ein-Cent-Millionär....

...könnte noch nicht einmal Straßenbahn fahren.

Warum?

Alle Ein-Cent-Stücke in Europa sind zusammen 157 Millionen Euro wert. Dieser Reichtum würde einem aber nichts nützen, wenn man z.B. in Berlin versucht damit ein S-Bahn Ticket zu kaufen. Dort darf das Zugpersonal keine Beträge über zehn Cent in Ein-Cent-Münzen annehmen. Das heißt also als Ein-Cent-Millionär müßten man draußen bleiben.

Das zu dem Thema Geld ist Geld... ;-)

In diesem Sinne sollten wir uns doch lieber auf die großen Scheine besinnen.... aber da kommt mir der 500 Euro Schein Millionär in den Sinn.... ;-)

Sonntag, 23. März 2008

Verbesserungsvorschlag für's Leben:

Das Leben sollte mit dem Tod beginnen - und nicht andersherum!
Stell dir das mal vor:
Du liegst six feet under, es ist dunkel und muffig und dann gräbst du dich dem Licht entgegen. Dort angekommen gehst du ins Altersheim und wirst dann rausgeschmissen, wenn du zu jung wirst, spielst danach ein paar Jahre Golf bei fetter Rente, kriegst eine goldene Uhr und fängst gaaaanz laaangsam an zu arbeiten. Nachdem du damit durch bist, gehts auf die Uni. Du hast inzwischen genug Geld, um das Studentenleben in Saus und Braus zu genießen, nimmst Drogen, hast nix als Frauen im Kopf und säufst dir ständig die Hucke voll. Wenn du davon so richtig stumpf geworden bist, wird es Zeit für die Schule. In der Schule wirst du von Jahr zu Jahr blöder, bis Du schließlich auch hier rausfliegst. Danach spielst du ein paar Jahre im Sandkasten, anschließend dümpelst du neun Monate in einer Gebärmutter herum und beendest dein Leben als Orgasmus!
Wär das nicht super?! ;)

Mittwoch, 19. März 2008

Warum der Frühling schon morgen beginnt

In manchen Kalendern und auf nicht wenigen Internetseiten ist zu lesen, dass übermorgen der Frühling beginnt. Die schlechte Nachricht: Das stimmt nicht. Die gute: Er beginnt schon morgen. In aller Herrgottsfrühe, um 6 Uhr 48 mitteleuropäischer Zeit, wird es so weit sein.

Nacht und Tag sind an diesem Datum exakt gleich lang. Von nun an verschiebt sich dieses Verhältnis zugunsten des Tages – bis wir am 22. September um 17 Uhr 44 wieder eine Tag- und Nachtgleiche haben.

Schuld daran, dass in diesem Jahr am 20. und nicht am 21. März der Frühling beginnt, ist jedoch die durch vier teilbare Jahreszahl: Das eingeschobene Schaltjahr 2008 hat den Frühlingsanfang um 24 Stunden nach vorne verlegt.

Montag, 10. März 2008

Mal ein bißchen was zum Nachdenken...

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heißt.
Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für
die, die wir lieben.

Freitag, 7. März 2008

ACHTUNG! Am 8. März ist Internationaler Tag der Frauen

Die Doppel-X-Chromosome der Frauen beweisen es eindeutig:
Die Mangelexemplare wurden zweimal durchgestrichen. Auch der Bibel nach war das weibliche Geschlecht im ursprünglichen Schöpfungsplan gar nicht vorgesehen und musste erst noch umständlich aus einer Rippe geschnitzt werden.
Macht aber nichts. Denn es ist ja trotzdem schön, dass es sie gibt, und das sollte man feiern.

Sonntag, 2. März 2008

Nur diesen Sonntag:

Wattölympiade in Norddeutschland

Wilkommen bei der Wattölympiade in Brunsbüttel.

Die beliebtesten Sportarten bei der diesjährigen Wattölympiade sind:
- Muschelnkuscheln
- Kugelfischstoßen
- Tangziehen
- Forelle blauschlagen
- 50 Meter Wattrobben
- 400 Meter Marianengraben
- Fischtennis
- Sprottenwandklettern

und vor allem:
- Wurmspringen vom 5 Meterwurm

Eröffnet wird die veranstaltung mit einem Basketquallenturnier des 2.BQV Weroderwatt 05.

Auch für die kleinen Gäste ist gesorgt.

Während sich die Eltern hemmungslosem Treiben und übermässigem Alkoholmissbrauchs hingeben, können die lieben Kleinen beim Seepferdchenhüpfen mitmachen, oder in der Krabbengruppe abgegeben werden. Sollte dann immer noch Langeweile herrschen, steht immer noch der Streichelzoo bereit, in welchem sich kuschellige Stachelrochen, Zitteraale und natürlich Moränen und Riffhaie der kleinen annehmen werden.

Durch das Programm führt der durch Funk und Tiefsee bekannte Karpfen Schmidt.

Für das leibliche Wohl stehen reichlich Salzwasser und Seegurkensalat bereit.

Wir würden uns freuen, neben tausenden anderen, auch Sie bei der Wattölympiade begrüssen zu dürfen. Die überteuerten Eintritts- und Startgelder werden wir natürlich keinem Wohltätigen Zweck zuführen, sondern einzig und allein der alkoholischen Grundversorgung des Teams der HO´s zu Gute führen.

Frei nach dem Motto:

Ich saufe,

Du säufst,

ersaufen...

bis bald!

Samstag, 1. März 2008

Zitat zum Wochenende:

Wenn du dich nicht mit guten Leuten umgibst, hast du nichts, woraus du Charakter entwickeln kannst.

Freitag, 29. Februar 2008

Ein Datum, das es nicht einmal alle vier Jahre gibt...

Eigentlich wäre der Februar gestern zu Ende gegangen. Da aber 2008 ein Schaltjahr ist, müssen wir den kältesten Monat noch einen Tag länger aushalten. Eingeführt hatte den Extratag Julius Cäsar bereits im Jahr 46 vor Christus: Seine Astronomen hatten wie schon zuvor die alten Ägypter erkannt, dass das Jahr nicht nur 365 Tage, sondern dazu noch sechs Stunden länger dauerte.

Die summierten sich alle vier Jahre zu einem vollen Tag. Der wurde im Julianischen Kalender in jedem glatt durch vier teilbaren Jahr eingefügt. Das wäre alles wunderbar gewesen, wenn das Jahr tatsächlich volle sechs Stunden länger gedauert hätte. Es waren aber nur 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Die Folge war, dass sich der Frühlingsbeginn immer weiter nach vorne schob.

Im Jahr 1582 zog Papst Gregor XIII. die Notbremse. Am 4. Oktober verkündete er, dass die nächsten zehn Tage einfach ausfallen würde, und nach dem nächsten Erwachen alle Kalender gefälligst auf den 15. zu stellen seien. Das half schon ganz ordentlich. Letzte Unstimmigkeiten wurden beseitigt, indem jedes Jahr mit zwei Nullen am Ende, das sich nicht ohne Rest durch 400 teilen lässt, als Schaltjahr ausfiel.

Klingt das zu kompliziert? Dann versuche ich, dies an einem Beispiel zu erläutern: 1700, 1800 und 1900 gab es keinen 29. Februar, 2000 sehr wohl, und alle durch vier teilbare Jahre wie das aktuelle haben dieses Datum sowieso.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Der Mann, der Billy the Kid erschoss

Das Album Pat Garrett & Billy the Kid ist eines der schwächsten von Bob Dylan. Es bildete den Soundtrack zum gleichnamigen Western – in dem der Liedermacher übrigens eine Nebenrolle spielt – und erhielt dadurch mehr Beachtung, als es eigentlich verdiente.

Ein Song brachte es sogar zu Weltruhm: Knocking on Heaven's Door haben seitdem zahlreiche Interpreten neu aufgenommen. Noch heute wird das Stück von Hobbymusikern gerne auf der Gitarre gequält. Auch der von Sam Peckinpah gedrehte Film besitzt inzwischen Klassikerstatus. Er gewinnt nicht zuletzt durch die Tatsache, dass der den Revolverhelden verkörpernde Songwriter-Kollege Dylans, Kris Kristofferson, auf jegliche Gesangseinlage verzichtete. Die andere Hauptrolle besetzte der Regisseur mit einem etablierten Schauspieler: James Coburn.

Der Film beschreibt das Leben zweier Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben wirklich existiert, und in ihrem ersten Leben als Outlaws standen sie sich recht nahe. Doch mit der Freundschaft ist es vorbei, als Pat Garrett zum Sheriff von Lincoln County gewählt wird – jener Gegend, in der Billy the Kid einem nicht immer legalen Zeitvertreib huldigt. Zweimal verhaftet der Gesetzeshüter den Gesetzesbrecher. Zweimal gibt er ihm die Möglichkeit der Flucht, verbunden mit der Auflage, in Mexiko die Rente einzureichen. Doch Billy hat noch keine Lust, sich aufs Altenteil zu begeben, und schlägt das Angebot aus.

Bei einem Einbruch, von dem er Wind bekommen hat, lauert der Mann mit dem Stern seinem Widersacher auf und erschießt ihn. Die Kleinigkeit, dass Billy unbewaffnet war, stößt sogar der ortsansässigen Bevölkerung, die unter Billys Raubzügen gelitten hat, sauer auf. Sie versagt Garrett die Anerkennung und verweigert ihm jeden Rückhalt. Die letzten Jahre im Amt werden für den Sheriff kein Vergnügen. Heute vor 100 Jahren ist er bei einer hundsgewöhnlichen Schießerei ums Leben gekommen.

Montag, 25. Februar 2008

Die fünfte Münchner Jahreszeit

In Köln, Düsseldorf und anderen närrischen Hochburgen ist der Karneval die fünfte Jahreszeit; in München beginnt diese erst nach Aschermittwoch. Die Rede ist vom Starkbierfest. Das wird heute eingeläutet und dauert bis zum 9. März. Die Tradition geht zurück auf die Mönche vom Paulanerorden. Seit 1627 betrieben sie im heutigen Stadtgebiet oberhalb der Isar das Kloster Neudeck ob der Au.

Die Erlaubnis dazu hatte ihnen der bayerische Kurfürst Maximilian I. gegeben. Sieben Jahre später begannen die Mönche, Bier zu brauen. Da sie strenge Fastenregeln einhielten, wurde das flüssige Brot in den Wochen vor Ostern zu ihrer Hauptnahrung. Um sich die nötigen Kalorien einzuführen, machten sie das Bier währenddessen besonders stark. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde den Paulanern – damit sie sich etwas dazuverdienten – gestattet, ihr Salvator öffentlich auszuschenken. Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch des Starkbieranstichs, der sich bis heute gehalten hat – mit dem Unterschied, dass statt des Kurfürsten der demokratisch gekürte bayerische Landesfürst die Auftaktmaß trinken darf.

So wird heute Brauereichef Peter Kreutzpaintner erstmals dem unklängst gewählten bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein den Maßkrug reichen mit den überlieferten Worten: „Salve, pater patriae! Bibas, princeps optime!“ „Sei gegrüßt, Landesvater! Trinke, bester Fürst.“ Das wird Günther Beckstein gerne hören – und sich anschließend das Salvator munden lassen.

Sonntag, 24. Februar 2008

Ein neuer Drogentrend zieht über das Land - SLOW


SLOW, die neue Droge aus den Labors des DEA (Drogen Entwicklungs Amt). Entwickelt, um die Gesellschaft leichter indoktrinieren zu können.

Auch um den Trends der "schnellen" Drogen wie zB. Speed entgegen zu wirken.

Neuropharmakologie:
Der Hauptbestandteil Anandamid wirkt gezielt auf die Neurorezeptoren CB1 im zentralen Nervensystem (Vorkommen zB. in den Basalganglien, im Kleinhirn, in der Hirnrinde und im Hippocampus) und CB2 im peripheren Nervensystem.

anandamid.jpg

Auswirkungen des Konsums:
Subjektiv schnellere Wahrnehmung der Zeit. Dadurch bedingt sind Aktionen des Slowikers langsamer in der Ausführung. Beispielsweise beim Gehen => Schleichen, Rennen => Gehen, Reden => 2 Minuten für den Satz "Ich bin hellwach". Verbunden mit einen Hochgefühl und innerer Freude. Besonders starke Affinität zu sinnlosem Zeitvertreib, zB. beobachten der Drehungen der Waschmaschinentrommel in Verbindung mit dem Erleben eines absoluten Spannungsbildes.

Besonders leichte Beeinflussung des Users durch Aussenstehende, Medien und sonstigen sugestiven Maßnahmen.


Nebenwirkungen:
Bisher keine gravierenden bekannt, es wird lediglich eine einschläfernde Wirkung auf das Umfeld des Users beschrieben.


Abhängigkeit/Sucht:
Eine Abhängigkeit tritt schnell auf, oftmals schon nach dem ersten Konsum. Gerade die Langsamkeit, die durch die Geschwindigkeit empfunden wird, bietet in der heutigen hektischen und schnellen Zeit das größte Abhängigkeitspotential, welches sich bei dauerhaftem Konsum durchaus zu einer Sucht mit Entzugserscheinungen bei Nichtbenutzung ausweitet.


Entzugserscheinungen:
- Immer schnelleres Reden von zusammenhanglosen Worten.
- Wild fuchtelnde Gesten
- Starrer Blick auf ein imaginäres Ziel
- in der letzten Phase des Entzugs Verlust der Kontrolle über die Motorik, welche jedoch nur vorübergehend ist.

slowniker.jpg

(Bild zeigt einen Slowniker in der letzten Phase des Enzugs - Verlust der Motorik, vebunden mit starrem Blick auf ein imaginäres Ziel. - Ein sehr seltene Aufnahme, da meistens im Verborgenen handelnd.)

Dienstag, 8. Januar 2008

Dienstag, 1. Januar 2008

Das fängt Jahr gut an!


Wenn man beginnt, seinem Paßfoto ähnlich zu sehen, sollte man in Urlaub fahren.

Liebe Grüße aus Dänemark, ein glückliches und gesundes neus Jahr wünschen die HO´s aus Dänemark. knall_hase, powerfrau_k, lady_unbekannt, sunny_fee, michael222, analschleim und .natas.

Wir werden an euch denken, wenn wir aus der Sauna in den Whirlpool hüpfen!